Der Grund für innere Unfreiheit

Eine Person aus meiner engeren Familie hat mit erheblichen Depressionen zu tun. Früher versuchte ich oft, dieser Person zu erklären, was der tatsächliche Grund dafür ist und wie man damit umgeht – aber seit einiger Zeit weiß ich, dass das nicht funktioniert. Heute habe ich mir ein Video angesehen, das ebenfalls von innerer Unfreiheit handelt – und die beiden Dinge zusammen haben mich dazu gebracht, darüber zu schreiben, was der Grund für innere Unfreiheit und Depression ist und wie man das Problem behebt.

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Was ist pure Aufmerksamkeit?

Die nach außen gerichtete Aufmerksamkeit ist jene, die von allen Wesen benutzt wird, um die Umgebung zu scannen und das Überleben zu sichern. Ganz wenige Wesen schauen jemals in sich selbst hinein und werden sich der Vorgänge in sich bewusst. Aber dieses nach „Innen schauen“ ist ebenfalls nichts anderes, als die nach außen gerichtete Aufmerksamkeit – nur die Richtung ist entgegengesetzt.

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Verrückt

Es ist total verrückt, wenn ich lese, dass es angeblich kein Ich gibt – schon gar kein spirituelles – und dass dies ein Irrweg sei. Und gleichzeitig ist dieses angeblich nicht vorhandene Ich für mich ganz klar fühlbar und erfahrbar. Nicht als herkömmliches Ego, wie es jeder erlebt, sondern als Bewusstseins-Struktur, als ein bewusstes, inneres Individuum, das aus einem dynamischen Netzwerk bewusster Fixpunkte besteht.

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Was ist echte Radikalität?

Radikalität ist die notwendige Konsequenz bei der Befolgung der inneren Klarheit und Erkenntnis. Der Grad der Radikalität muss der Klarheit entsprechen, die einer in seiner inneren Entwicklung erreicht hat. Wenn einer eine gewisse Klarheit im inneren Bereich erreicht hat und hält sich nicht daran – dann besitzt er keine Selbst-Disziplin und wird seine Selbst-Erkenntnis mit der Zeit wieder verlieren, denn Selbst-Erkenntnis bleibt nur dort, wo sie entsprechend wertgeschätzt und konstant vertieft wird.

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Die Richtung, in die radikal gegangen werden muss

Es gibt nur eine einzige, echte und richtige Richtung: die auf sich selbst zu. Jeder von uns ist ein multidimensionales Lebewesen – das allerdings bei 99,9999% aller Menschen nur in rudimentärer Form vorliegt. Dieses Wesen muss und will sich entwickeln – aber dazu muss der Mensch kooperieren. Tut er das nicht, egal aus welchen Gründen, dann kann sich das innere Lebewesen, die Seele, nicht weiter entwickeln. Und dann war das Leben dieses Menschen aus Sicht der inneren Entwicklung völlig bedeutungslos und sinnlos. Selbst wenn ein solcher Mensch die größten Erfindungen gemacht hätte oder ein großer Staatsmann war oder gar die „Menschheit gerettet“ hätte – was wäre das alles wert, ohne echte, innere Weiterentwicklung? Buchstäblich Nichts!

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Was ist, wenn einer nicht sieht, dass er als Ich existiert?

Dann ist sein Ich unbewusst, was bedeutet, dass zwar der nach außen gerichtete Beobachter (Observer) aktiv ist, das wahre Ich aber komplett unbewusst ist, so dass es seine eigene Subjektivität nicht erkennen kann. Daher spürt und erfährt er zwar intuitiv, dass er existiert – wie jedes andere Wesen auch – kann aber nicht feststellen, als was er existiert. Wenn er nach innen schaut, sieht er einfach nichts. Er erfährt sich als eine Art „konturloses, schwebendes Bewusstsein“, inmitten totaler Schwärze oder Leere. Das ist der Grund dafür, dass veraltete spirituelle Lehren behaupten, dass es kein Ich (Wesenskern) gäbe, sondern nur das Ego.

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Wer ist derjenige, der Bewusstheit besitzt?

Besitzt Bewusstheit sich selbst? Kann es ein Ich-Gefühl geben, ohne ein echtes Ich, den individuellen Wesenskern? Kann ein Lineal oder ein Taschenrechner ein Ich-Gefühl haben? Wie kommt es zu diesem Ich-Gefühl und wie kann es sein, dass es auch dann vorhanden ist, wenn der Verstand vollkommen schweigt?

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Dualität ist die Voraussetzung für Bewusst-Sein

Es ist jetzt 4:52 und ich kann seit Stunden nicht schlafen. Und oft sind diese Stunden die Produktivsten, was Selbsterkenntnis betrifft. Da, wo ich wohne, ist es nachts immer extrem ruhig, nicht ein einziges Geräusch ist zu hören und da auch nichts zu sehen ist, lenkt mich nichts von mir selbst ab. In diesem Zustand ergeben sich dann ganz von alleine oft recht tiefe Einsichten über die Struktur des Seins – des Bewusst-Seins.

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Es gibt keine Erleuchteten

Was in diesem Blog beschrieben steht, hat nichts mit Erleuchtung zu tun. Erleuchtung ist nur ein ein- oder auch mehrmaliges Erlebnis, das die Tür öffnet, zur Erkenntnis dessen, was einer ist. Erleuchtung kann man nicht einmal als Erwachen bezeichnen – es ist wirklich nur ein Türöffner. Ob der betroffene Mensch die geöffnete Türe nutzt oder nicht und tatsächlich zu seinem eigenen Wesen erwacht – das liegt nur an ihm.

Wenn also jemand sagt, dass es keine Erleuchteten gibt und es eine Wahnvorstellung ist – also ein Anzeichen von Wahnsinn – sich für einen solchen zu halten, dann hat er damit vollkommen Recht!

Wenn derjenige damit aber meint, dass es niemanden gibt, der sich selbst vollkommen kennen kann (hier ist selbstverständlich nicht das psychosomatische Ego gemeint) – nun – dann ist er es, der einem Wahn zum Opfer gefallen ist: Nämlich dem Wahn ein Niemand zu sein!

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Das innere Universum und seine lebenswichtigen Grenzen

Vor einiger Zeit schrieb ich über den inneren Körper. Heute kam es erneut dazu, dass der äußere physische Konstrukt wie eine Projektion erschien, die um den tatsächlich realen inneren Körper herum projiziert ist. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass es sich um zwei total unterschiedliche Dimensionen handelt. Der innere Körper ist dabei nicht „im Inneren“ des physischen Körpers versteckt – die Dimension des physischen Körpers verdeckt die Dimension des realen, Körpers, der somit nicht innen ist, sondern „anderswo“ oder „jenseits“.

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