Leben lebt sich selbst

Der Unterschied zwischen einem “normalen” Menschen und einem, der sieht, was ist, besteht daraus, dass der Erste nicht sieht was ist, sondern was “er” darüber denkt – und der Andere sieht einfach nur das, was ist und zwar genau so, wie es ist.

Leben ist nichts anderes, als ein anonymer Strom von Ereignissen, der sich selbst an jedem Punkt gewahrt – oder auch: die sich selbst gewahren.

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Mitfließen, statt sich am Ufer herumzudrücken

Aus eigener Erfahrung kann hier gesagt werden, dass es eigentlich total einfach, ist, mit dem Leben zurecht zu kommen und Freude zu empfinden: Man halte sich immer schön im mittleren Bereich der Strömung, statt sich an den Felsen und dem Gestrüpp der Uferzone zu verletzen. Wenn Leben tatsächlich so geschehen kann, dann wird es nur minimale Verletzungen geben – nämlich diejenigen, die aus karmischen Gründen nicht vermieden werden können.

Ich kenne das auch vom Wildwasserfahren. Da hält man sich nur dann in der Nähe der Uferzone, wenn die Strömung in der Mitte zu reißend wird, wenn dort viele Felsen oder andere Hindernisse sind oder wenn man nach einem Ausstiegspunkt oder Umkehrpunkt schaut – denn die Strömung direkt in Ufernähe fließt aufgrund Reibung stromauf. Ansonsten hält man sich möglichst in der Stromzunge.

Interner Kriegszustand ergibt externen Kriegszustand

Das ständige innere Gegacker, die ständige innere Kritik bezüglich “äußeren” und “inneren” Themen erzeugt dauerhaften inneren Unfrieden. Unfrieden ist das Gegenteil von Frieden, also Krieg. Menschen, die ständig denken, tun das nur, weil sie unzufrieden sind und dieser Unfrieden erzeugt immer neue Gedanken, die ihrerseits wieder neue Gedanken produzieren.

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Der Weise enthält sich der Gedanken

20. Icchantikas heißen jene, die einen unvollkommenen Glauben besitzen. Alle Wesen innerhalb der sechs Daseinsbereiche, einschließlich der Schüler des Mahayana und des Hinayana, werden, wenn sie nicht an ihre potentielle Buddhaschaft glauben, Icchantikas mit abgeschnittenen Wurzeln des Gutseins genannt. Bodhisattvas, die stark an den Buddha-Dharma glauben, ohne die Teilung in Mahayana und Hinayana anzuerkennen, die aber nicht das Eine Wesen, das allen Buddhas und allen Lebewesen gemeinsam ist, erfahren haben, sind Icchantikas mit Wurzeln des Gutseins. Jene, die hauptsächlich dadurch erleuchtet wurden, dass sie die gesprochene Lehre hörten, werden Shravakas (Hörer) genannt. Die durch die Erkenntnis des Karma-Gesetzes Erleuchteten heißen Pratyeka-Buddhas.

Wer Buddha wird, jedoch nicht aus eigener geistiger Erleuchtung, wird Hörer-Buddha genannt.

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Aphorismen auf Bewusstsein-ohne-Objekt

Diese Aphorismen von Franklin Merrell-Wolff gehören zu einer Bewusstseinsebene, auf der sich Denken und Musik vereinen. Sie sind Samen, die sich zu einem umfassenden System der Philosophie entwickeln können, während sie zugleich eine Substanz sind, die der Seele Nahrung gibt. Es ist nicht notwendig, dass der Leser sie versteht. Man sollte sie als Brennpunkte für die Meditation verwenden und ihre Bedeutung in seinem Bewusstsein entwickeln lassen, so wie eine Pflanze aus Samen wächst. Zuerst sind sie Symbole und Konzepte danach. Als Konzepte erleuchten sie den Weg zum Verstehen. Als Symbole öffnen sie die Tür zur Verwirklichung jener Wirklichkeit, die nicht gefühlt oder gedacht werden kann. (Beitrag stammt ursprünglich vom Juli 2018)

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Liberation Unleahshed

Das habe ich gerade gefunden:

Die kostenfreie und gemeinnützige Bewegung “Liberation Unleahshed” verhilft Menschen, die glauben, “Ich” zu sein, zur Befreiung aus dieser Falle. Dies erfolgt typischerweise in mehreren Online-Frage-Antwort-Sessions. Die Helfer sind meistens Menschen, denen ihrerseits durch LU geholfen wurde.

Das, was dabei heraus kommt, kann man sicherlich nicht als “Erleuchtung” bezeichnen – aber als Befreiung von dem Glauben das “Ego-Ich” zu sein. Diese Befreiung wird sicherlich auch nicht stabil sein, zumindest nicht am Anfang, sondern schwanken – aber das scheint ohnehin die Regel zu sein. Wirkliche Stabilität kenne ich nur von einigen wenigen Menschen. Aber das ist letztlich hinzunehmen, denn wirklich dauerhafte Stabilität kann nicht gemacht werden, sie wird gegeben.

Seher, Sehen und Gesehenes sind nur Eines – Update

Mit anderen Worten: es gibt nur sich selbst erfahrende Erfahrung/Erscheinung.

Alles andere sind nur verbale Konzepte und Vorstellungen, also Gedanken und Worte. Diese Gedanken und Worte beziehen sich mehrheitlich auf “ich“, “mich“, “dich“, diverse Wahrnehmungs-Objekte und andere Gedanken. Mehr gibt es in der relativen Realität nicht.

Außerdem gibt es nur noch DAS, aus dem die sich selbst erfahrende Erfahrung hervorgeht. Das kann zwar vereinfachend mit “Bewusstsein“, “Gewahrsein“, “Nichts“, “Brahman” und anderen derartigen Begriffen umschrieben werden – ohne dass dies aber irgend etwas aussagt.

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Die Realität kann nicht bewiesen werden

Die relative Realität kann nicht bewiesen werden weil es vollkommen unmöglich ist, etwas in sich abgeschlossenes zu verlassen oder darüber hinaus zu blicken. Und solange das unmöglich ist, besitzt jedes Wesen nur den Strom der Wahrnehmungsinhalte (Datenstrom) und das, was das Gehirn daraus macht – aber es kann nicht sehen, was wirklich da ist. Daran ändern auch die modernsten Messinstrumente nichts, denn auch sie können nur die Daten detektieren, die sie von der Simulations-Software (“Träumer“) übermittelt bekommen.

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“Ich” bin nicht der Träumer

Ich” bin das Geträumte – und die “Anderen” sind ebenfalls nur Geträumte. Die Vorstellung, “der Träumer und Beobachter des Traumes zu sein” beruht auf dem individuellen Gefühl “Ich Bin”, also dem Existenzgefühl, das jedes Wesen fühlt.

Dieses individuelle Existenzgefühl schafft erst die Grundlage für die scheinbare Existenz einer individuellen Person. Der Beobachter – bzw. das Beobachtende ist das unpersönliche Bewusstsein, das auch alle anderen Traumleben erfährt.

Das individualisierte Bewusstsein ist es, das sich mit dem Ego verwechselt. Für jedes Wesen und jede Einzelheit existiert eine eigene Bewusstseinsblase, eingefaltet im unpersönlichen Bewusstsein (Bewusstseins-Ozean oder Blasen-Ozean).

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Der Tod ist die ultimative Antwort

auf alle Fragen und Unklarheiten. Wer nicht weiter weiß, wer Angst hat, wer sich nicht traut, wer nicht sicher ist – der wendet sich nach innen und wird sich der einfachen Tatsache bewusst, dass er als Mensch mit absoluter Sicherheit sterben wird – und dass das sogar HEUTE passieren kann.

Angsichts dieser Tatsache, die jegliche Hoffnung und Sinnhaftigkeit des Lebens und aller seiner Eigenschaften und Handlungen negiert und ad absurdum führt, kann dann abgeschätzt werden, ob das, was zu tun ist oder zu tun gewünscht wird, es wert ist zu tun oder nicht.

In jedem Fall wird angesichts des mit Sicherheit kommenden Todes sofort gesehen, dass jegliches Gruppen- oder Gesellschafts-Ding absolut nichts mit MIR zu tun hat, denn ICH MUSS STERBEN, die (Kindergarten-) Gruppe lebt in ihren Kinder-Sklaven weiter. Was juckt mich also dieser verdammte Gruppen-Traum? Ich lache ihn aus und gehe meines Weges.