Der einzig lohnenswerte Kampf

Der einzig lohnenswerte Kampf ist der für das Wachbleiben und gegen das erneute Einschlafen. Am Anfang mag es sehr schwer sein, wach zu bleiben aber da gibt es wirklich gute, erprobte “Wachbleibemittel“, wie das bewusste, tiefe Atmen, das Zen-Sitzen oder auch das Hören auf den inneren Ton. Früher wurde hier zum Beispiel die “Doppelpfeilmethode” von Gurdijeff benutzt – aber das hat nie wirklich geholfen – weil ein Anker gefehlt hat, an den ich mich heften konnte.

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The leaking Mind

Gestern Abend fragte ich mich, warum hier kaum Gedanken aufsteigen und sich im Verstand zeigen. Heute Nacht kam die Antwort, indem gezeigt wurde, woher und wie die blasenartigen Strukturen aufsteigen, die “Gedanken” genannt werden. Sie steigen konkret aus dem Unterbauch auf, was normalerweise nicht bemerkt wird. Das Energiezentrum, das sich dort befindet, scheint in den meisten Fällen zu lecken, was bedeutet, dass dort unkontrolliert Energie austritt und sich dann in Gedankenform materialisiert.

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Frieden ist immer hier

Stille und Frieden sind völlig bedingungslos vorhanden. Sie sind auch dann immer vorhanden, wenn Aktivität im Verstand ist. Ab einem bestimmten Punkt gibt es auch kein Aufsuchen der Stille mehr – sobald eine Ablenkung aufhört, fällt die Aufmerksamkeit automatisch in die Stille zurück – sie wird davon angezogen, wie ein Stück Stahl von einem starken Magneten – und je länger in der Stille geruht wird, umso stärker wird die Anziehungskraft.

Die andauernde Wachsamkeit und Anstrengung nicht erneut in den Denkprozess hineingezogen zu werden, kann als “Kampf” angesehen werden. Das ist kein Kampf gegen einen äußeren Feind, das Ich/Ego oder die Psyche oder gegen ein bestimmtes Verhalten – sondern der “heroische” Kampf gegen das missbräuchliche Denken, gegen das Einschlafen – der Kampf, wach zu bleiben. Das ist auch kein Kampf des Egos, gegen “das doofe Denken“, das Ego IST “das doofe Denken“! Dies ist der Kampf des Bewusstseins, gegen das ständige Hereinfallen auf das Denken.

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Das Netz

Heute Nacht wachte ich vor ein Uhr auf und merkte sofort, dass das normale Seins-Gefühl drastisch verändert war. Anstatt in der Stille zu sein und von da aus zu schauen, war “ich” als Stille oder Punkt in der Stille verschwunden. Statt dessen war ich alles in Form eines polygonalen Netzes von leuchtenden und stark vibrierenden Punkten. Es gab keinen gesonderten Raum, in dem das Netz war, den “ich” hätte einnehmen können. Es gab auch keine Stille, aus dem das Netz aufgestiegen wäre, die “ich” hätte einnehmen können. Es gab kein gesondertes “Ich“, das “etwas anderes” hätte einnehmen können.

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Bedürfnislosigkeit versus Bedürftigkeit

Die Angst, etwas nicht zu bekommen, basiert auf dem Gefühl, etwas zu brauchen, das basiert auf dem Gefühl nicht genug zu haben und das auf fehlender innerer Zufriedenheit.

Die ganze Kette fällt zusammen, wenn die innere Zufriedenheit oder gar Glückseligkeit aufdämmert. Plötzlich wird erkannt, dass das, was wirklich gebraucht wird, bereits da ist: Nahrung, Wohnung, Heizung, Transportmittel und auch Liebe. Aus dieser Perspektive wird dann erkannt, dass nicht nur alles da ist, sondern, dass es sogar im Überfluss da ist.

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Die zwei Ebenen

Wenn jemand mit seinen Gefühlen, dem Umfeld, der Person, dem Körper und dem Geschehen so sehr verschmilzt, dass er vollständig glaubt, nur das zu sein, dann ist das vollständige Identifikation. So jemand erlebt seine Gefühle nicht, er ist seine Gefühle. Wenn da Traurigkeit ist, dann ist er Traurigkeit, wenn da Freude ist, dann ist er Freude, wenn da Gedanken sind, dann ist er die Gedanken. Solch ein Mensch, kann als ganzer Mensch bezeichnet werden, im Gegensatz zu den zerrissenen Menschen, die ihre Ängste und Gefühle bewusst oder unbewusst wegzuschieben versuchen. Das ist jedoch nur die lokalisierte, punktförmige Ebene. Ein Zentrum von Unzähligen.

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Bewertung

Am Strand des Meeres wohnten drei alte Zen-Mönche. Sie waren so weise und fromm, dass jeden Tag ein kleines Wunder für sie geschah. Wenn sie nämlich morgens ihre Andacht verrichtet hatten und zum Bade gingen, hängten sie ihre Mäntel in den Wind. Und die Mäntel blieben im Wind schweben, bis die Mönche wiederkamen, um sie zu holen.

Eines Tages, als sie sich wieder in den Wellen erfrischten, sahen sie einen großen Seeadler übers Meer fliegen. Plötzlich stieß er auf das Wasser herunter, und als er sich wieder erhob, hielt er einen zappelnden Fisch im Schnabel.

Der eine Mönch sagte: „Böser Vogel!“ Da fiel sein Mantel aus dem Wind zur Erde nieder, wo er liegen blieb. Der zweite Mönch sagte: „Du armer Fisch!“ – Und auch sein Mantel löste sich und fiel auf die Erde. Der dritte Mönch sah dem enteilenden Vogel nach, der den Fisch im Schnabel trug. Er sah ihn kleiner und kleiner werden und endlich im Morgenlicht verschwinden. Der Mönch schwieg – sein Mantel blieb im Winde hängen.


Genau darum geht es. Es geht nicht darum, wegzuschauen, keine Gefühle zu haben oder sich davon zu trennen. Gefühle zu haben ist völlig normal. Es muss aber auch klar erkannt werden, dass Gefühle immer eine Folge von bewertenden Gedanken sind. Es kann eindeutig gesehen werden, dass Gedanken Gefühle und Emotionen triggern und aufgekommene Gefühle und Emotionen triggern dann wieder Gedanken. Wenn so etwas entsteht, ist das oft ein längerer Kreislauf. Das ist Leiden!

Nochmal: es geht nicht darum wegzuschauen oder Gefühle zu unterdrücken. Sondern es geht darum, gleichzeitig zu SEHEN, dass das alles unpersönliche Er-Scheinungen sind, die so sind, wie sie sind. Das Sehen balanciert die Gefühle aus – sie sind dann immer noch da aber sie werden als unvermeidlich gesehen, genauso wie die Er-Scheinungen. Das ist alles.

Wenn man sich anschaut, was passiert, wenn einem Menschen vom Arzt ein Krebsleiden diagnostiziert wird, dann kommt dort meist Leid auf. Der Krebs ist real und die Gefühle beim Erfahren dieser Nachricht auch – aber sie sind nicht die Folge des Krebses, sondern davon dass ein “Krebsleiden” als negativ betrachtet wird. Krebs → ablehnende, negative Gedanken → Schlechtgefühle → dann werden die Schlechtgefühle abgelehnt, was noch mehr davon produziert 

Leiden ist keine Folge eines Krebsleidens oder vom kurz bevorstehendem Tod – sondern von ablehnenden Gedanken. Wenn das erkannt werden kann, dann ist es möglich, sich zunehmend von Gedanken zu lösen. Das reduziert neues Leid.

Genau darum geht es auch beim Zen. Im reinen, nackten Sitzen kommt irgendwann das “ursprüngliche Angesicht” zum Vorschein, das reine Stille ist. Sobald dann irgend etwas geschieht, kann gesehen werden, dass das, was geschieht, nicht ich bin und dass auch die Gedanken nicht ich bin und auch nicht die Gefühle, die von den Gedanken ausgelöst werden. Wenn die gesamte Ursache-und-Wirkungs-Kette gesehen wird, dann beginnt sie ihren Einfluss zu verlieren. Um das aber sehen zu können, muss höchste Wachsamkeit vorhanden sein, denn diese Vorgänge sind so schnell, dass man sie normalerweise nicht bemerkt.

What is Mind?

Hier ein Beitrag von David Buckland, den ich sehr gelungen finde und der vor allen Dingen sehr vieles von dem abdeckt, was auch hier erfahren wird. David ist in meinen Augen einer der profundesten Autoren im Internet, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen. Aber im Gegensatz zur mehr neutralen, Aktivitäts-basierten Sichtweise, die hier existiert, sieht und erlebt er die Wirklichkeit “personalisiert“. Er sieht zB die Lichtpunkte als “Devatas” – ich sehe ihre Aktivität aber nicht ihre Personalität.

Das hängt offenbar mit der grundsätzlichen Einstellung zusammen. Soweit ich das sehen kann, hat Personalität immer etwas mit Abtrennung zu tun, eine Abgrenzung zum Ganzen. “Das bin ich, das dort sind die anderen.” Nur ist es hier eben im kosmischen Maßstab. Das soll keine Wertung sein, denn ich kann zur personalisierten Sicht nicht wirklich etwas sagen, weil ich sie nicht erlebe. Aber was ich definitiv beurteilen kann, ist das, was er schreibt und wie er schreibt und da gibt es nur ein Wort dafür: göttlich!

Englisch: What is Mind?

Deutsch: Was ist Geist (Mind)?

Unbeständigkeit führt zu Unzufriedenheit

Die Unbeständigkeit der relativen Welt (Krankheit, Alter, Verlust, Tod…) führt unausweichlich dazu, dass es darin niemals so etwas, wie dauerhaftes Glück und Zufriedenheit geben kann. Jeder Glückzustand wechselt sich immer ab mit Phasen von Leid oder gar Depression.

So wie es hier erfahren wird, kann wahre Zufriedenheit und Glück daher nur aus dem eigenen Inneren kommen, wenn eine De-Identifikation von Welt, Körper, Person, Psyche, Wille und Denkvorgängen stattgefunden hat. Dann steigt eine unbedingte Zufriedenheit und Glückseligkeit auf, die in der normalen, relativen Welt nicht gefunden werden kann.

Ergebnis ist eine stetig zunehmende Bedürfnislosigkeit und Wunschlosigkeit. Das hat jedoch nichts mit einem Rückzug von der Welt oder der Unterdrückung von Wünschen und Bedürfnissen zu tun – sondern damit, dass schlicht und einfach keine Wünsche aufsteigen, wenn ein Gefühl der Glückseligkeit da ist.

Wie es hier erfahren wird, toppt das unbedingte Gefühl der Glückseligkeit, das vom innersten Energiefeld, dem Anandamaya Kosha aufsteigt, alles, was man im normalen Leben erfahren kann und zwar in Punkto Qualität, als auch Dauer.

Das kann man damit vergleichen, dass man keinen Hunger auf Fastfood hat, wenn man gerade ein Luxusmenü der Oberklasse zu sich nimmt. Oder dass man gerade in den Armen einer Weltklassefrau liegt und daher momentan keinerlei Wunsch nach herkömmlichen Frauen hat.