Mein aktuelles Gefühl zu Corona

Da aktuell im Homeoffice (in einem kleinen Dorf <400 Einwohner) gearbeitet und kaum aus dem Haus gegangen wird, keine Infektionsfälle in der Familie und Nachbarschaft vorhanden sind, keine Nachrichten konsumiert werden und nicht über die Situation nachgedacht wird – ist alles ruhig, still und friedlich.

Nachdem heute einige kritische Artikel konsumiert wurden, ist jetzt eine Unklarheit da, darüber, wie die Situation tatsächlich ist – aber es ist immer noch alles still, ruhig und friedlich. Warum? Weil vollkommen klar ist, dass es, außer die Kontaktsperre zu befolgen und allgemein vorsichtig zu sein und die Gesundheit zu bewahren, definitiv keinerlei Möglichkeit gibt, die Situation zu verändern.

Es gibt hier keinerlei Zukunftsangst, keine Todesangst, keine Furcht vor einer sich verschlimmernden Finanzkrise, kein Bedürfnis, die Kontaktsperre zu verlassen, kein Wunsch, dass irgend etwas anders sein sollte, als es ist.

Wenn das Mental von Natur aus ruhig ist und Klarheit über die Natur der Realität vorhanden ist, gibt es einfach keine Angst, sondern nur Ruhe, Frieden und Zufriedenheit. Das hat nichts mit dieser Figur hier zu tun – sondern das ist dann einfach so.

Es gibt aktuell auch keinen inneren Impuls, besonders viel zu schreiben oder Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Situation ist kompliziert und es gibt offenbar viele Falschinformationen. Da bleibe ich besser still und genieße die Sonne im Wintergarten.

Bei genügend Vorsicht gibt es keinen Grund zur Angst aber auch keinen zum Übermut. Daher rate ich jedem: Bleib ruhig und besonnen, beachte die staatlich geforderten Corona-Verordnungen – und genieße, was jetzt da ist, zB das schöne, sonnige Frühlingswetter. Und wer mag, kann die erzwungene Zurückgezogenheit nutzen, um einmal genauer in sich hinein zu schauen. “Zwangs-Meditation” oder auch “Zwangs-Präsenz” sozusagen…

Übrigens – einer der wichtigsten Indikatoren einer Corona-Infektion ist ein starkes Nachlassen des Geruchs- und Geschmacks-Vermögens…

Zukunft: 1984

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, hat es gestern gesagt, und viele andere haben es schon vor ihm gesagt: Die Welt nach Corona wird wohl eine andere sein als die Welt vor Corona. “Wann kehren wir zurück zur Normalität? Ich glaube nicht, dass wir zur Normalität zurückkehren. Ich glaube, wir kommen zu einer neuen Normalität“, sagte Cuomo bei seinem täglichen Corona-Briefing.

Die Herausforderung besteht vor allem darin, dass selbst nach dem Ende der aktuellen Epidemie das Coronavirus wohl nicht vollständig verschwinden wird. Das Virus könnte in neuen Wellen immer wieder an neuen Orten auftauchen und damit zur dauerhaften Herausforderung werden. Aber selbst die Infektion verschwinden sollte, könnte die Krise das Verhalten und die Lebenseinstellung vieler Menschen dauerhaft verändert haben.

Aber was blüht der Welt nach dem Ende der Coronavirus-Epidemie? Angesichts der Veränderungen der vergangenen Wochen und Monate sind die folgenden Entwicklungen denkbar: … [Quelle]

Im Buch 1984 war es der “endlose Krieg gegen Ozeanien” – hier wird es der “endlose Krieg gegen Corona“, ziemlich sicher ergänzt um den “Krieg gegen den Klimawandel” und den “Krieg gegen Hasskommentare“. In der Politik gibt es eine Regel: “Lass keine Krise ungenutzt verstreichen“. Die schöne neue Welt lässt grüßen.

So etwas in der Art hatte ich erwartet.

No-Self – kein Selbst – Anatta

Heute Morgen, gegen zwei Uhr lag ich wieder einmal im Halbschlaf. Plötzlich änderte sich das Körpergefühl massiv. Sämtliche Wahrnehmungen, zB der Druck der Beine aufeinander oder der Hüfte auf der Matratze mischten sich mit den zugrundeliegenden Vibrationen zu einem einzigen Fluss von Vibrationen, “Licht” und Wahrnehmungen.

In diesem Fluss versank das Gefühl des “Körpers” und des “Ich/mich” und auch die Atemgeräusche meiner Frau, bis nur noch dieser Fluss da war, ohne Körper, ohne “Ich/mich”, ohne Gedanken, Emotionen, Gefühle – und ohne Beobachter – nur noch dieser sich-selbst-kennende Fluss und sonst nichts.

Dieser Vorgang lief ohne jede Einflussnahme ab und war mühelos.

Es wurde gesehen, dass alle Wahrnehmungen “leer” waren, denn sie konnten nicht gefunden und berührt werden – obwohl sie erfahren wurden. Weiterhin war vollkommen klar, nicht in Gedanken, sondern im direkten Sehen, dass das der natürliche Zustand ist.

Es gibt nur diesen Fluss genannt “Buddha-Mind” oder “Buddha-Natur” – und alles, was sonst noch da zu sein scheint ist nur ein willkürliches Herauspicken, Benennen und Festhalten bestimmter Eigenschaften bzw Bestandteile dieses Flusses.

Das hielt etwa eine Stunde an und dann muss ich wieder eingeschlafen sein. Heute Morgen war alles wieder wie zuvor.

Nachtrag: Ein Hintergrund ist aus Sicht dieses Flusses, ein Festhalten irgendeines Wahrnehmungs-Aspektes, wodurch er zu einem Ankerpunkt wird, von dem aus dann geschaut wird. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine Idee wie “Atman“, “Brahman” oder eine andere Gedankenform (zB I-AM) handelt, denn jede Wahrnehmung ist eine Gedankenform (Mind).

I-AM ist ein nicht konzeptueller Gedanke (ohne Inhalt), der so schnell immer wieder eneuert wird, dass das normalerweise nicht bemerkt wird. Im Prinzip ist I-AM eine Falle für diejenigen, die sich von der Süße dieser Erfahrung einfangen lassen und nicht bemerken, dass da noch mehr kommen muss. Das war hier auch für 4-5 Jahre der Fall.

Sonnig unter blauem Himmel

Der Wind ist heute weniger stark und dadurch kommt die Wärme besser durch. Das Wetter ist für die Jahreszeit traumhaft schön. Hinzu kommt, dass praktisch kein Verkehr zu hören ist und auch kein Bauer mit seinen Geräten.

Es ist totenstill, sonnig, blauer Himmel – wenn ich mir eine Brille aufsetzen würde, auf die innen ein Gebirgspanorama gemalt wäre, würde glatt der Eindruck aufkommen, im Gebirge unterwegs zu sein – wegen der kühlen Stille und der Dachneigung.

Es ist zwar Arbeit zu verrichten – aber die Umgebungs-Bedingungen sind wunderbar dafür. Zudem hat die kühle, trockene Luft auch den Husten vergehen lassen, den ich seit vor Weihnachten mit mir herumschleppe. Das dauert hier immer so lange.

Was ist ein Mensch?

Soweit es hier gesehen wird, ist “ein Mensch” nichts anderes, als ein mehrkanaliger Datenstrom, der mental in “einen Menschen und seine Umgebung” umgewandelt wird. Dies wird noch ergänzt durch individuelle Glaubenssätze, welche die Erfahrung massiv färben. Mit anderen Worten: es handelt sich um eine (universelle) Simulation. Aus Sicht eines Menschen, der (scheinbar) fühlt, sieht, hört und denkt ist das völlig indiskutabel.

weiterlesen

Heitere Ruhe

Zur Zeit bin ich jeden Tag auf dem Dach und baue die Traufe um, um eine Doppelmarkise über dem Wintergarten anbauen zu können. Das Wetter ist zur Zeit zwar kalt und windig aber der Himmel ist wunderbar klar und sonnig. Und das macht gute Laune, trotz dem, was zur Zeit in diesem Land und weltweit los ist: Corona und Finanzcrash. Aber auf dem Dach ist davon nichts zu sehen und zu hören.

Im Übrigen habe ich keinerlei Angst, weder vor dem Einen, noch vor dem Anderen – im Gegenteil, es herrscht eine heitere Ruhe. Das war zwar schon vorher so – aber irgendwie ist auch ein Gefühl dabei, dass sich etwas löst bzw gelöst hat. Nicht in mir, sondern in der globalen Situation. Es ist zwar fühlbar aber nicht greifbar, kann also nicht genau analysiert werden.