Der Geist/Verstand ist der Buddha

Der Geist ist der Buddha, während das Nachlassen des begrifflichen Denkens der Weg ist.

Viele haben Angst, ihren Geist leer zu machen. Sie fürchten in die Leere zu fallen, und wissen nicht, dass ihr eigener Geist die Leere ist. 

Jede bestehende Erscheinung ist eine Schöpfung des Denkens. Ich brauche nur meinen Geist leer zu machen, um zu sehen, dass alle leer sind.

Wenn die Gedanken sich erheben, erheben sich alle Dinge, und wenn die Gedanken schwinden, schwinden alle Dinge.

Plötzlich aber der Tatsache gewahr zu werden, dass euer eigener Geist Buddha ist und nichts zu erreichen, keine einzige Handlung zu vollbringen ist, das ist der höchste Weg.

Ihr wisst nicht, dass euch in dem Augenblick, in dem ihr das begriffliche Denken aufgebt und ihr eure Unruhe vergesst, Buddha erscheinen wird; denn der Geist ist Buddha, und Buddha ist alle Lebewesen. [Huang-Po]

Die unwirkliche Welt ignorieren

[…] Meine Unfähigkeit, Bhagavans bohrende Frage zu beantworten, beendete unsere Unterhaltung. Aber als ich in der Nacht in meinem Bett lag, kam Bhagavan und setzte sich zu mir. Ich stand sofort auf und setzte mich neben ihn. “Rangan, kannst Du nicht schlafen?“, fragte er. “Bedrücken Dich die finanziellen Probleme Deiner Familie? Würden Dir zehntausend Rupien genügen?

Ich konnte wieder nicht antworten. Bhagavan sagte: “Ein Mann träumt, dass er geschlagen wird und Schmerzen hat. Während des Traumes sieht das alles wirklich aus. Aber wenn er aufwacht, lacht er darüber. So ist es auch, wenn man zur Erleuchtung aufwacht. Man erkennt, dass diese Welt nur ein Traum ist.

Ich spürte, dass Bhagavan mir damit sagen wollte, ich solle mich nicht zu sehr um die Angelegenheiten einer Welt sorgen, die letztendlich unwirklich ist. [Ramana Maharshi und seine Schüler, Band 2]

Subjektivität

In diesem Beitrag beschreibt Franklin Merrell Wolff, wie die Subjektivität sich selbst entdecken kann. Das geschieht, wenn der erkennende Bewusstseins-Fluss von der Subjektivität zum Objekt sich umkehrt, zurück auf die Subjektivität. Gewahrsein erkennt dann Gewahrsein und verbleibt bei diesem Vorgang.

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Das “Ich” ist die Ursache allen Übels – Update

Ohne ein “Ich” ist es unmöglich, “sich” an irgend etwas anzuhängen oder etwas ändern zu wollen, was nicht so ist, wie “ich” es will – denn es ist offensichtlich keiner da, der das könnte. Mit anderen Worten: Ohne die Vorstellung eines “Ich”, das in Relation zu irgend etwas gehen könnte, gibt es nur Stille, Frieden und Freiheit.

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Wir sehen das, was nicht IST – Update

Wir sehen, hören, fühlen nicht das, was IST,
Sondern das, was nicht IST.

Wir sehen die Er-Scheinungen auf der Leinwand
Aber nicht die Leinwand (Bewusstsein) selbst.

Alles, was irgendwie wahrnehmbar ist, IST NICHT.
Alles, was nicht wahrnehmbar ist, IST.

Aber beides IST untrennbar IN EINEM:
Sein und Nicht-Sein ist identisch.

GOTT und “Welt” sind EIN und DASSELBE,
So dass jegliche Suche für den Arsch ist!

Warum passiert dann Suche trotzdem?
Weil sie Teil des ablaufenden Simulations-Programmes ist.

GOTT ist die Straße, das Auto, der Fahrer und das Fahren,
Die Küche, der Topf, der Koch und das Essen,
Die Wähler, das Parlament, die Regierung und die Gesetze,
Der Computer, der Programmierer, das Programm und dessen Ergebnisse.

Es gibt nichts anderes, als DAS.

Darum sagte Shankara:
1. Erkenntnis: Brahman ist wirklich (Bewusstsein=Leinwand);
2. Erkenntnis: Das Universum ist eine Illusion (Er-Scheinung);
3. Erkenntnis: Brahman IST das Universum. (Leinwand und Erscheinung in Einem)

Was bedeutet das für den Menschen?

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Nachts BIN ICH und sonst gar nichts

Heute Nacht lag ich, wie so oft in den letzten Monaten, stundenlang ohne Gedanken, Körpergefühl und Wahrnehmung einfach nur da. Wer das auch nur einmal erlebt hat, kann nie wieder auf den Gedanken kommen, der Körper oder die Person zu sein. Es war einfach gar nichts da – nur ICH und ICH war die grenzenlose Weite ohne auch nur einen Funken von Objektivität. ICH und sonst gar nichts.

Unterscheidung von ICH und Nicht-ICH

Analogie: Um Wasser zu erkennen, muss man einmal Wasser gefühlt haben. Seine Nässe, seine Kühle, die Fließfähigkeit. Wenn man das einmal erlebt hat, dann kann man Wasser auch in Mischungen und anderen Aggregatszuständen erkennen. Zum Beispiel spürt man eindeutig den Unterschied zwischen absolut trockenem Sand und feuchtem oder nassem Sand. Oder wenn man Schnee oder Eis in die Hand nimmt, spürt man nach kurzer Zeit die Nässe des Schmelzwassers. Diese Nässe ist das spürbare Merkmal von Wasser, das man in jeder Mischung eindeutig erkennt. Es gibt da mehrere Erklärungsmöglichkeiten, zum Beispiel “Salzgeschmack“, “Zuckergeschmack” oder “Zitronengeschmack“.

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Wer ist ICH?

ICH ist niemand. ICH ist das reine leere Bewusstsein, das sich selbst als pure Wahrnehmung erfährt. ICH ist insbesondere nicht das Ego, nicht die Person, nicht der Körper, nicht der Verstand, kein Objekt, kein Subjekt, weder außen, noch innen – sondern reine, pure Subjektivität, das einzige, was IST – in dem ALLES er-scheinen kann aber nicht muss.

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