Der Schleier, der die Wirklichkeit verbirgt

Heute Nacht bekam ich in einem Forum einen Link zu diesem Video, als Hinweis auf eine Frage, die ich gestellt hatte. Nachdem ich es heute Morgen intensiv angeschaut hatte, realisierte ich unmittelbar, was hier falsch gelaufen ist:

Es scheint, dass ich “mich” (in einer subtilen Sicht) aus der Gleichung genommen habe. Ich habe “mich” lediglich als passiven Daten-Endpunkt gesehen, der Daten empfängt, aber keine Daten zurücksendet.

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Selbst und Nicht-Selbst

Es gibt über alle Traditionen hinweg viele unterschiedliche Sichtweisen und Dispute bezüglich des sogenannten “Selbst” und des “Nicht-Selbst“. Das beruht einfach darauf, dass die Natur des Absoluten und des “Selbst” nicht “wissbar” ist – was natürlich automatisch zu massenhaften Spekulationen führt.

Nicht-Selbst” ist die eindeutig feststellbare Abwesenheit eines “persönlichen Selbst” also “ich selbst” – was aber nicht bedeutet, dass nichts da ist oder etwas fehlt – außer dem mentalen Konstrukt (Worte, Vorstellung, Gefühl) “ich selbst“. Für jemanden, der sich als “ich selbst” versteht und erfährt, ist das aber nicht akzeptierbar oder auch nur verständlich.

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Der Grund für Selbsterkenntnis

Der Grund für ein Engagement in Selbsterkenntnis ist niemals nur reines Interesse, wie man vielleicht Interesse an Fußball oder Tennis hat. Es ist ein massiver innerer Druck, der einen antreibt – oft schon das ganze Leben lang – hier war das so. Und dann wird gesucht und gesucht, ohne dass gewusst wird, nach was gesucht wird.

Erst dann, wenn der Such-Vektor in Richtung Selbsterkenntnis weist und sich erste “Ergebnisse” zeigen, wird gespürt, dass es sich endlich “richtig” anfühlt. Sicher ist es so, dass sich die Ergebnisse in Form von Glückseligkeit/Bliss zeigen und in innerer Präsenz, Ruhe, Stille und Frieden und dem absolut klaren Wissen, was “ich” bin – aber das Wichtigste ist, dass endlich das Gefühl da ist, den eigentlichen Sinn des Lebens gefunden zu haben: “hier bin ich richtig, da hat es mich immer hin gezogen“. Dann fällt die hartnäckige Suche nach Neuem ab und Selbsterkenntnis entfaltet sich.

Hier ist noch wichtig, dass das alles nichts mit irgendwelchen Lehren oder gar Lehrern zu tun hat. Das, was sucht, ist der Ursprung, der sich selbst sucht und das hat weder etwas mit Worten/Lehren zu tun, noch mit Personen/Lehrern. Das was sucht, ist alles, was ist und hat daher genug Kraft, Macht und Wissen, um sich selbst zu befreien. Es mag einiger Hinweise und Zeiger bedürfen – aber wenn die Richtung erkannt wird, fängt das Ding an zu rollen…

The Nisargadatta-Gita

PDF-Buch von Pradeep Apte: The Nisargadatta-Gita

194. Catch hold of the ‘I am’ and all obstacles will evaporate, you will be beyond the realm of body-mind.

The Guru speaks from his own experience, he has gone to great lengths to make you understand the ‘I am’. The first thing that the Guru does to every seeker that comes to him, is to make him understand the ‘I am’. On the clarity of this understanding is based the entire foundation of the practice and progress. Unless you understand the true importance of the ‘I am’ you will not pay heed to it or make attempts to catch hold of it. The ‘I am’ is impersonal and without name and form, the moment you catch hold of it and become one with it, you too achieve the same status. On becoming one with the ‘I am’ you go beyond the realm of body-mind.

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Das “Ich Bin”-Gefühl ist eine Wahrnehmung

Das Gefühl der Existenz, das “Ich Bin”, ist eindeutig eine Wahrnehmung. Es ist im Prinzip das Gefühl des leeren Mental-Teiles – also so etwas wie ein nicht-konzeptioneller, leerer Gedanke – etwa wie eine “stehende Welle“.

Wenn die einzelnen Wahrnehmungen untersucht werden, fällt auf, dass sich alle Sinnesobjekte gleich anfühlen, wenn sie von innen betrachtet werden. Zwar ist eine Hörwahrnehmung erfahrungsgemäß etwas völlig anderes, als eine Seh- Tast- oder Geruchs-Wahrnehmung – aber das “Kontaktgefühl” oder “Identitätsgefühl” damit, ist exakt gleich und auch das gleiche, wie das Kontaktgefühl mit dem “Ich Bin”-Gefühl.

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Denken ist Täuschung

Einer der größten realisierten, buddhistischen Meister, die der Planet gesehen hat, ist Tilopa. Er lebte vor fast tausend Jahren. Er erkannte den nicht-dualen Bewusstseinszustand, der in seiner Tradition Mahamudra (das große Siegel) genannt wird. Hier sind seine sechs praktischen Ratschläge für den direkten Zugang zu Mahamudra:

  1. Erinnere dich nicht. (Don’t recall)
  2. Stell dir nichts vor. (Don’t imagine)
  3. Denke nicht nach. (Don’t think)
  4. Untersuche es nicht (Don’t examine)
  5. Kontrolliere es nicht. (Don’t control)
  6. Ruhe. (Rest)

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Das Körperbewusstsein sieht und ICH sehe dass es sieht.

Heute Nacht gab es wieder eine Verschiebung. Diesmal war gleichzeitig mit dem normalen Bewusstsein ein übergeordnetes Bewusstsein vorhanden, von dem aus gleichzeitig gesehen wurde.

Das übergeordnete Bewusstsein enthält das normale Körperbewusstsein, wie ein großer Raum eine kleine Seifenblase (neben anderen). Aus dieser Perspektive wurde gesehen, dass das Körperbewusstsein tiefer liegt, wie in einer “Senke” und dass jede mentale Bewegung darin es ein wenig “dunkler” und “undurchsichtiger” machte – bzw. “Aufmerksamkeits-anziehender“. Versuchsweises Denken ergab, dass das Körper-Bewusstsein nahezu undurchsichtig wurde und sich komplett in sich selbst zurück zog. Wohingegen bei vollkommener innerer Stille und Regungslosigkeit das Körperbewusstsein nahezu transparent war und automatisch zur Erkennung des Überbewusstseins als raumartiges DAS führt.

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Die Natur des Bewusstseins ist Stille, Leere und Nicht-Denken

[…] Vimukti Bodhisattva wandte sich an den Buddha: “Herr! Wenn ein Lebewesen der Nicht-Schöpfung (gedanklicher Objekte) treu bleibt, würde dies bedeuten, dass die Nicht-Schöpfung der Dharmas erkannt wurde?”

Der Buddha antwortete: “Indem er absichtlich in der Nicht-Schöpfung bleibt, würde er tatsächlich etwas erschaffen. Warum? Nur wenn man sich nicht an der Nicht-Schöpfung fest hält, ist das die wahre Nicht-Schöpfung.

Bodhisattva, sich an der Nicht-Schöpfung fest zu halten, schafft (aktiviert) [den Verstand], um die Schöpfung auszulöschen! Wenn sowohl die Schöpfung als auch das Aussterben ausgelöscht werden, kann die Schöpfung nicht stattfinden und der Verstand (mind) wird leer und ruhig sein, ohne irgendeinen Aufenthaltsort. Nur ein wahrer nicht-bleibender Verstand ist nicht-erschaffend.

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Pointing out innate Mind-Essence

Das Folgende ist eine Pointing-out-Instruction aus dem Buch “Clarifying the Natural State – A Principal Guidance Manual for Mahamudra“. Absolut klar und eindeutig ausgedrückt, besser geht es nicht! Das PDF-Buch ist unten verlinkt.


S.40: Let your mind be as it naturally is without trying to correct it. Now, isn’t it true that all your thoughts, both subtle and gross, subside in themselves? Rest evenly and look to see if this mind doesn’t remain calm in its own natural state.

The master lets the disciple look.
That’s called shamatha.

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