Lichtuniversum

Heute Morgen wachte ich um etwa vier Uhr auf und erlebte ein inneres Universum aus ungeheuer vielen Lichtpunkten, die ununterbrochen in verschiedenen Mustern erschienen und wieder verlöschten.

Es gab einmal eine IBM 1800, die hatte ein Prozess-Panel, mit dessen Hilfe man genau sehen konnte, was gerade im Computer geschah. Das wirkte fast genau so – nur sind es in meinem Erleben ungeheuer viel mehr flimmernde Lichtpunkte.

weiterlesen

Kaskade der Existenz

  • Sein ist Gewahr-Sein (Awareness) ist Präsenz ist Leben ist Liebe. Gewahrsein ist still, leer, nichtmateriell, nichtlokal, nicht sichtbar, nicht greifbar, nur als ICH BIN fühlbar. Alles andere ist immer nur eine Er-Scheinung (Display) in diesem ewigen Gewahrsein und nicht davon getrennt. Zum besseren Verständnis könnte man das mit einem Kino vergleichen, wobei das Gewahrsein der Raum ist, der Projektor, die Leinwand (Hardware) und die leuchtenden und flüchtigen Bilder darauf sind die von der “Hardware” erzeugten Erscheinungen (Software).
    .
  • Basis-Erfahrungen sind Bewusstheit, Stille, Unbeweglichkeit, Zeitlosigkeit, Raumlosigkeit und unpersönliche, impermanente und hochfrequente Lichtblitze und Vibrationen bzw. sinusartige Schwingungen – die alle im leeren Gewahrsein aufscheinen.
    .
  • Ideen und Vorstellungen (Informationen) über die scheinbare Wirklichkeit bilden im Hirn (virtuelle Maschine, lokaler Traum-Mechanismus im globalen Traum) eine virtuell erfahrbare Wirklichkeit und überdecken und verdrängen damit die zugrunde liegenden Basis-Erfahrungen.
    .
  • Sich gegenseitig triggernde und überlagernde Gedankenschleifen über die Wirklichkeit und deren Eigenschaften und Interaktionen überdecken den Fakt, dass das virtuelle Hirn diese scheinbare “feste und dauerhafte Realität” selbst erzeugt.
    .
  • Der automatische und endlose Denkprozess erzeugt eine scheinbare Entität, die als “Ich, der Erfahrende, Denkende und Handelnde” erfahren wird.
    .
    weiterlesen

Lichtblitze

In den letzten beiden Wochen waren wir mit dem Wohnmobil an Mosel und Rhein unterwegs. Da war sehr viel Zeit und Muße, um exakte Beobachtungen anzustellen. Das führte dazu, dass auch immer wieder Halbschlaf-Erfahrungen entstanden, die jeweils noch tiefere Einblicke in die Mechanik dieser Welt ermöglichten. Auch in der letzten Nacht war das wieder so und daher muss der gestrige Eintrag ergänzt werden:

weiterlesen

Wellen

Letzte Nacht wurde im Halbschlaf deutlich gesehen, dass sämtliche Erscheinungen nicht wirklich real sind, sondern nur so etwas, wie “kleine Wellen”  im Wasser. Vibrierende, modulierte Lebensenergie. Das ganze Universum erscheint wie eine ungeheure Vielfalt von Wellen und Wirbeln, die ständig erscheinen und verschwinden. Das wirkt ähnlich wie Fernsehbilder, die 100 Mal pro Sekunde erzeugt werden und vom jeweils nächsten abgelöst werden.

weiterlesen

Verben

Nur Verben beschreiben die Wirklichkeit adäquat. Also nicht: “Ich laufe” oder “Er läuft” sondern einfach nur “laufen“. Denn, wenn man wirklich genau schaut, gibt es nur Erscheinungen und ihr Verschwinden, also Vorgänge – aber niemanden, der etwas tut. Tun ohne Tuer. Und wo es keinen Tuer gibt, gibt es auch keinen Veränderer.

Seele“, “Selbst” und “Ich” sind Substantive und daher keine Handlung, sondern scheinbar feste oder gefrorene Prozessanteile. Ein gefrorener Prozess ist aber ein stehender Prozess, also kein Prozess und das ist der Tod. Das heißt, dass eine scheinbare Entität immer eine virtuelle Leiche ist. Und der scheinbare Tod der scheinbaren Entität (Ich, Seele, Brahman) ist  die Rückkehr in den Fluss des umfassenden, nichtlokalen, anonymen Lebens-Prozesses.

Mit anderen Worten: wenn nur noch Bewegungen und Erscheinungen gesehen werden aber niemanden, der sieht, dann wird richtig gesehen. Das wird so gesehen, wenn von innen heraus erkannt wird, dass es innen kein Ich gibt und dass innen und außen nicht getrennt sind, weil es keine Grenze zwischen innen und außen gibt. Es gibt also weder innen, noch außen, sondern nur das Nichts der Leere, in der und aus der alles wechselweise erscheint und nicht erscheint.

Lernprozess

  1. Ich gehe eine Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Bürgersteig
    Ich falle hinein.
    Ich bin verloren und hilflos, das ist nicht mein Fehler.
    Es dauert eine Ewigkeit, um aus dem Loch heraus zu kommen.
    .
  2. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Bürgersteig.
    Ich tue so, als ob es nicht da ist.
    Ich falle wieder hinein.
    Ich kann nicht glauben, dass ich im gleichen Loch sitze – aber das ist nicht mein Fehler.
    Es dauert eine lange Zeit um wieder aus dem Loch heraus zu kommen.
    .
  3. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Bürgersteig.
    Ich sehe, dass es da ist.
    Ich falle wieder hinein – das ist ein antrainiertes Verhalten.
    Meine Augen sind offen – ich weiß wo ich bin.
    Das ist mein Fehler.
    Ich komme sofort wieder aus dem Loch heraus.
    .
  4. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Bürgersteig.
    Ich gehe um das Loch herum.
    .
  5. Ich gehe eine andere Straße entlang…

Bei manchen Menschen dauert es endlos lange, bis sie sich darauf besinnen, eine andere Straße zu benutzen. Aber das ist immer noch besser, als das zu tun, was die Massenmenschen immer tun: sie gehen immer nur eine Straße, nämlich die, die von 99.99% genutzt wird – weil sie nicht alleine gehen wollen. Deswegen sitzen die Massenmenschen auch zusammengepfercht in einem tiefen schwarzen Loch.

Wenn einer versucht, daraus zu entkommen, werden loyale Mitglieder der Masse (Sitten- und Moral-Wächter) versuchen, ihn daran zu hindern. Aber es gibt keine Gewalt, die dauerhaft verhindern kann, dass ein Liebhaber der inneren Freiheit diese benutzt und die Masse hinter sich lässt.

In der Bibel gibt es eine Stelle, an der sich Lots Frau, die zusammen mit ihrem Mann vor dem Untergang von Sodom und Gomorra gerettet wurde, aus Wehmut zu dieser Stadt umdreht – und zur Salzsäule erstarrt. Mit anderen Worten: Wer die Massen-Welt hinter sich lässt, muss seinen eigenen Weg/Straße gehen, ohne sich umzudrehen und erneut wehmütig auf die Massen-Welt-Straße zu schauen.

Jedes vom Leben projizierte Wesen ist eine spezielle Perspektive, mit dem sich das Leben an dieser Stelle, mit diesen Umständen selbst erfährt. Kein Wesen  ist jemals auch nur einen Mikrometer vom Leben getrennt – weil das Leben “jeder” IST. Daher schaue ich nur auf “meine” Straße.

Am weitesten weg von Natürlichkeit

ist der normale Mensch – denn der lebt nur im Verstand und hat keinerlei Zugang zu innerem Wissen. Jede Mücke, jeder Floh und auch alle höheren Tiere sind da weitaus näher an Natürlichkeit. Die leben einfach den Moment, wie er gerade ist und ziehen ihren Nutzen daraus.

Wenn ein Gnu von einem Löwen gerissen wird, dann empfindet es den Schmerz und das ist Leid. Aber es denkt dabei nicht daran, was es noch alles machen wollte oder dass die Welt einfach nur Scheiße ist – und leidet zusätzlich noch daran. Es stirbt einfach und Teil dieses Sterbens ist der Schmerz des Gerissen-Werdens aber nicht mehr.

Beim Menschen überwiegt der emotionale Schmerz, der aus dem Denken entsteht, um Größenordnungen den tatsächlich physisch entstehenden Schmerz. Das kann zwar nicht vermieden werden, denn wenn Zwangsdenken da ist, dann ist es da – aber man könnte es als das erkennen, was es ist und einfach daran vorbei sehen.

Dass einem die Welt nicht gefällt ist auch nur ein Gedanke, der emotionalen Schmerz erzeugt – und zwar solange, wie man die Welt nicht als Anhäufung von Wahrnehmungen und als Spielwiese sehen kann oder will. Aber auch an diesem Gedanken kann man vorbei sehen – es ist doch nur ein Impuls im Gehirn, der nicht zuschlägt, wenn man ihn ignoriert.

Spielerische Leichtigkeit

Es geht nie darum, sich zu etwas zu zwingen (wer zwingt wen?) oder etwas zu unterdrücken. Das funktioniert ganz einfach nicht – weil nur Wahrnehmung da ist aber kein Wahrnehmender.

Es geht um eine schwebende Leichtigkeit im Gegensatz zur niederdrückenden Schwere – wie sie das herkömmliche Weltbild vermittelt. Die braucht man nicht zu machen, denn die ist ja da, wenn man die Welt einfach als das ansehen kann, was sie ist: Ein herrlich verrückter Konstrukt, eine sich selbst ausdrückende und genießende Spielwiese, auf der alles passieren kann und nichts.

weiterlesen

Im Auge des Sturms

Außen herum” wirbelt das Leben in Form von Bewegungen und Ereignissen. “Innen” ist absolute Schwärze, Stille, Frieden. Wer das erkennen kann, braucht einfach nur in dem zu ruhen, was innen vorgefunden wird. Natürlich wird es immer wieder dazu kommen, dass irgendwelche “interessanten Wahrnehmungen” die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dann geht diese für kurze Zeit “nach außen“. Aber da das “Innere” eine enorme Gravitation aufweist, fällt die Aufmerksamkeit nach dem Abflauen des “äußeren Interesses” automatisch wieder nach “innen” zurück.

weiterlesen