Selbsterkenntnis passiert von selbst

An meinem eigenen Beispiel erkennt man sehr genau, dass Selbst-Erkenntnis von selbst passiert. Alles, was hier bisher geschah, passierte von selbst und erst anschließend wird jeweils geschaut, um welche Erfahrung es sich handelt. Damit wird sämtlichen Übungen der Boden unter den Füßen weg gezogen.

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Flut weißer Umrisse

Vor drei Tagen schrieb ich über eine Bilderflut und Vibrationen. Die Vibrationen konnte ich einordnen, die Umrisse nicht. Gerade fand ich zufällig das darüber in Approching the great Perfection von Longchenpa:

The aim of meditative practice is to make the lamp of wisdom at the heart shine through the channels that connect it with the eyes, and hence appear as visions of light in the form of spheres (thig le) and chains (lu gu rgyud). The process is put very succinctly in GP:

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Körperliche Transparenz

Heute wachte ich gegen vier Uhr auf – und der Körper fühlte sich so transparent an, als ob er nicht existieren würde. Er erschien wie ein luftiges Oval, an dem oben ein Kopf zu kleben schien und unten zwei Füße. Unter dem Oval wurde der Kontakt zur Matratze gespürt und in dem Oval ein einziges vibrierendes Feld – und sonst nichts.

Die sonst immer vorhandenen Körperspannungen waren wie ausradiert. Der Körper konnte aber bewegt werden, so dass klar war, dass es sich nicht um einen Nacht-Traum handelt. Dieser Zustand blieb bis nach dem Frühstück erhalten. Als ich nach der Fahrt zum Büro aus dem Auto stieg, waren die Körperspannungen wieder da – sie wurden durch das vibrierende Feld hindurch gefühlt.

 

Gewahrsein erkennen – Update

Das Problem mit dem stillen Nur-Wahrnehmungs-Zustand (Gewahrsein, Wahrnehmungs-Funktion) ist, dass niemand ihn bemerkt, obwohl er allen Wahrnehmungs-Akten zugrunde liegt und daher inhärent ist. Ich habe heute eine Weile damit experimentiert und folgendes herausgefunden:

Wenn man die Augen eng macht und sich auf eine visuelle Wahrnehmung konzentriert, dann erfolgt eine Kontraktion im Kopf, hinter den Augen – das kann man deutlich spüren. Wenn man nichts spürt, einfach die Konzentration auf das visuelle Objekt verstärken, bis man etwas spürt. Um den Kontraktions-Effekt weiter zu verstärken, kann man auch die Augen zusammenkneifen, die Zähne zusammenbeißen oder andere Gesichtsmuskeln anspannen.

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Ein Raum, ein Geschmack

Alles IST in einem einzigen Raum, alles ist aus diesem Raum gemacht und darum hat auch alles in der Tiefe der Wahrnehmung den gleichen “Geschmack“, fühlt sich gleich an. Verbleibe als dieser nicht-objektive, weite, offene Raum.

Dann stellt sich das Denken ein, damit hört das Urteilen auf und die Gefühle und Emotionen beruhigen sich. Ergebnis: Stille, Frieden, Weite, Offenheit, Nicht-Objektivität, Gleichheit = Einheit.

Aber da der Raum keine Grenzen hat, ist es eher so etwas, wie eine weite Offenheit oder offene Weite. Es fühlt sich an, wie in einem Nichts zu schweben – oder vielmehr: ein schwebendes Nichts zu sein – das zwar als Nichtsheit und Leerheit erscheint aber voll von Leben ist.

Irgendwie ist da ein Knoten in den Fingern und der Zunge, denn es scheint unmöglich zu sein, dieses Gefühl adäquat auszudrücken.

Ah! Der richtige Weg ist, es NICHT auszudrücken! Und trotzdem muss versucht werden, dieses Nicht-Ausdrücken auszudrücken. Keine Ahnung, wer das verstehen soll – es ist eine gefühlte, direkte, selbstwissende Wahrnehmung, für die es scheinbar keine Worte gibt.

Leben manifestiert sich als Menschen

Ist es nicht verrückt, dass das niemand sehen will? Selbst jemand, der erkennt, dass da ein Potential ist, das man “Kraft“, “Macht” oder “Absolutheit” nennen kann, erkennt nicht, dass sich diese Kraft als “er” manifestiert und “er selbst als unabhängiges Wesen” gar nicht existiert. Wie ist das nur möglich?

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