Gewahrsein

Gewahrsein ist eigentlich eine Kombination aller Wahrnehmungs-Aspekte in EINEM. Sie vereint den Prozess der Wahrnehmung, den individuellen Seher (Subjekt, “Ich“) und das individuell Gesehene (Objekte) – als den Inhalt des unpersönlichen, eigenschaftslosen Sehers (ICH). Erfahrung: Die Welt ist IN mir.

weiterlesen

Fokus der Aufmerksamkeit

Man kann seine Aufmerksamkeit auf das Schöne richten, zB auf eine Rose – und nebenbei bemerken, wo die Stacheln sind, um sich nicht zu stechen. Oder man kann seine Aufmerksamkeit voll auf die Stacheln richten und dabei übersehen, was die Rose für ein Kunstwerk des Lebens ist.

weiterlesen

Zur Gesellschaft

Mir ging es in der Kindheit nicht besonders gut. Schläge gab es öfter aber auch Erniedrigungen in Kindergarten und Schule. Der Begriff “Schul-Kameraden” sagt mir gar nichts, “Schul-Feinde” trifft es besser. Es ist also durchaus nicht so, dass das unbekannt wäre.

weiterlesen

Klärung von Unklarheiten

Sollte hier irgend etwas unklar sein oder falsch gesehen werden, dann kann ich darauf wetten, dass auf einer oder gar mehreren Seiten eine Erklärung gepostet werden wird. Das ist schon so oft passiert, dass ich das als relative Gesetzlichkeit ansehen muss.

weiterlesen

Der eigenschaftslose Seher

Warum ist es so schwierig, von seinem scheinbaren Sein als relatives, festes und unabhängiges Wesen abzusehen? Weil der wahre Seher vollkommen eigenschaftslos und unpersönlich ist. Daher ist es möglich, ihm alle Arten von Eigenschaften überzustülpen, bzw. anzudichten – unter anderem, eine Ich-Person zu sein.

Dieser Seher schaut immer durch die Augen, ob da Selbsterkenntnis ist oder nicht. Das Gleiche gilt für die Lebenskraft: sie erzeugt immer das relative Wesen und animiert es, ob da Selbsterkenntnis ist oder nicht. Und das gilt auch für die Handlungen: sie werden immer von der Lebenskraft ausgeführt – ob da Selbsterkenntnis ist oder nicht.

Selbsterkenntnis ändert somit nicht das Sein als scheinbar relatives Wesen, sondern ermöglicht, klar und eindeutig zu erkennen, was einer wirklich ist und was er nicht ist – und was er kann und was er nicht kann.

Fragmente, ein Gespräch über Non-Dualismus und andere Aussagen

Ruwenda: Wir habe letztens über solche Aussagen wie „absolute Freiheit“ besonders im Kontext zu „Befreiung oder Erfahrung der Befreiung“ gesprochen. Weiterhin ob diese und andere Aussagen dazu wahr sind und besonders warum überhaupt solche Sätze benutzt werden…. „da ist niemand der etwas tut oder lässt, bewirken könnte… die Quelle drückt sich als du aus und du bist schon Wirkung… usw.“

Nun, direkt gesagt ist die Aussage “da ist niemand“ genauso falsch wie die Aussage “da ist jemand“, da sie sich aufeinander beziehen und somit von einander abhängig sind. Gegenseitige Abhängigkeit repräsentiert aber relative Umstände und ist dualer Natur. Die absolute Wahrheit jedoch ist sogar jenseits von Non-Dualität da sie keinerlei Qualitäten aufweist.

Insofern ist diese Aussage zu…  niemand ist… prinzipiell unwahr bzw. Nicht-Wahrheit.

Hier wird allerdings trotzdem die Aussage  „da ist niemand… “ bevorzugt, da sie scheinbar in eine Richtung weist die gerne als Wahrheit benannt wird. Diese Aussage scheint also in eine bestimmte Richtung, die Befreiung und Freiheit genannt werden könnte, zu zeigen. Das wird hier als „richtiger“ gesehen. Wenn du jetzt nachfragst und wissen möchtest für „wen“ wenn es doch „niemanden“ gibt, wird das ganze Paradox sichtbar. Dann sind wir genau am Punkt.

So kann durch Sprache und prinzipiell unwahre Aussagen, z.B. die Unwahrheit „der unhinterfragten Annahme eine feste, unabhängige Existenz zu haben“ sichtbar gemacht werden. [Bei Ruwenda weiter lesen]

weiterlesen

Innere Führung – Update

Letzte Woche muste außerplanmäßig ein Auto gekauft werden, da es am Dienstag beim alten Fahrzeug die Wasserpumpe zerbröselt hat. Und da das 20 Jahre alte Fahrzeug ohnehin dieses Jahr ersetzt werden sollte, wurde das bei diesem Anlass gleich gemacht. Ich überlegte zwar eine Weile, ob ich nicht doch die Wasserpumpe ersetzen sollte – aber es kam Null Energie auf, die Reparatur durchzuführen. weiterlesen

Akzeptanz

Die Welt ist immer genau so, wie sie von der Quelle intendiert und projiziert wird. Kritik basiert immer darauf – meist jedoch unterschwellig – dass sie etwas bewirkt – andernfalls wäre sie vollkommen sinnlos. Und da Kritik absolut nichts bewirken kann, weil sie die real wirkende Kraft nicht beeinflussen kann (Kritik sind nur geäußerte Gedanken), ist sie absolut sinnlos.

Es scheint tatsächlich sehr schwer verständlich zu sein, dass die Schöpfung an sich das Tuende ist und nicht die darin erzeugten “Wesen“, Planeten, Sonnensysteme, Galaxien und Universen. Jedes Wesen ist nur Erfahrender der auftretenden Bedingungen und nicht der Handelnde, Erzeuger oder Veränderer dieser Bedingungen.

Platt gesagt: Gott tut und die Wesen, als die er sich manifestiert, erfahren nur. Und das Erfahrene ist hinzunehmen – andernfalls rammt der Nicht-Hinnehmer seinen Kopf völlig sinnlos gegen eine massive Betonwand. Was ist stärker? Das Kind, das eine Knetfigur erzeugt oder die Knetfigur? Kann die Knetfigur sich selbst oder die Umstände ändern? Nein. Kann das knetende Kind die Knetfigur mit einer einzigen Bewegung zerstören? Ja. Kann das knetende Kind die Knetfigur ändern? Jederzeit und in jedem gewünschten Umfang.

Der Weg der Stille

Frage. Was ist der Weg der Stille?

Antwort. Es wird gesagt, dass das göttliche Bewusstsein von der absoluten Stille durchdrungen wird, aufgrund der unzerstörbaren Kraft der Konzentration, die ihm natürlich innewohnt. Diese Kraft ist so stark, dass sie das Bewusstsein zu einem räumlichen Nichts reduziert. Es überschreitet dann die Auswirkungen von Maya.

weiterlesen

Keine philosophische Weltanschauung

Wenn eine Erleuchtungserfahrung gemacht wird, dann wird gewöhnlich erkannt, dass es zwar so etwas wie Erleuchtung/Erkenntnis gibt – aber niemanden, der erleuchtet werden könnte.

Was bedeutet das im “weltlichen” Sinne? Dass es zwar gewinnen und verlieren gibt, aber keinen Gewinner und Verlierer. Es gibt Schuld und Unschuld – aber keinen Schuldigen und Unschuldigen. Es gibt aus relativer Sicht richtig und falsch – aber keinen Richtigmacher und Falschmacher. Es gibt Mord – aber keinen Mörder und kein Opfer. Es gibt praktisch überhaupt nichts objekthaftes – kein “ich“, kein “du” und keine “Welt” – sondern nur einen Bewusstseins-Strom, in dem alles als virtuelle Erscheinungen auftaucht.

weiterlesen