Wahrheit für Egos unverständlich

Hier habe ich beschrieben, wie UG von Wissenschaftlern falsch verstanden wurde. Gerade eben ist mir klar geworden, warum Wahrheit von Egos nicht verstanden werden kann. Ein Ego ist die Vorstellung, eine vom Leben getrennte Person zu sein, die in der Lage ist, ihr Leben eigenverantwortlich zu bestreiten. Ein Ego oder eine Person ist buchstäblich nichts anderes als genau diese Vorstellung. Völlig substanzlos, völlig unwirklich, unwirklicher als ein Gestorbener – denn dieser war ja einmal belebt, also existent. Aber das Ego existiert schlicht und einfach nicht – nur als geistiger Konstrukt in der Gedankenwelt.

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SELBST-Gespräche

Mit sich selbst zu sprechen ist nicht identisch mit chaotischem Denken. Ich mache das oft, um mir über bestimmte Dinge, die mich selbst betreffen, klar zu werden. Ich tue das meistens nicht in Gedanken, sondern laut, zum Beispiel, wenn ich alleine mit dem Hund draußen bin. Einfach deshalb, weil dann das Gefühl da ist, dass da tatsächlich ein Zweites ist (das Unbewusste), mit dem ich mich da austausche. Damit hebe ich unbewusste Prozesse ins Licht des Bewusstseins und kann sie dann bewusst verarbeiten. Das könnte man wahrscheinlich auch in Form von Bildern tun – aber hier ist das nicht möglich – hier gibt es nur Worte und SCHAUEN.

In Bezug auf allgemeine Erkenntnisse mache ich das aber nicht. Da SCHAUE ich einfach nur in die STILLE und lasse mich von dem überraschen, was da kommen mag oder auch nicht.

Im Grunde genommen ist das ein ununterbrochenes Treffen dessen, was ich wirklich bin. Ich schaue in die STILLE, erfahre mich als die STILLE, den FRIEDEN und spreche mit mir selbst – also mit der STILLE. STILLE erkennt ununterbrochen STILLE. Wie ist völlig gleichgültig – wichtig ist nur, DASS es geschieht.

Frieden, egal, wie

Es ist vollkommen egal, wie man sich selbst von der Person und vom Verstand distanziert – wichtig ist ausschließlich, dass es funktioniert und dass man im Frieden mit sich selbst ankommt. Beim Zen wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass es beinahe unmöglich ist, den Verstand ruhig zu bekommen. Das stimmt auch – ich habe es ja auch nur temporär geschafft. Der endgültig Cut „wurde gemacht“ – aber nicht von „mir“ – es ist „mir“ geschehen.

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Dunkelheit, die sich selbst sieht

Die Fähigkeit, die Dunkelheit zu durchleuchten, beruht darauf, dass sie sich selbst erkennen kann. Es ist nicht so, dass da ein „Licht in der Dunkelheit erscheint„, wie es zum Beispiel in der Bibel steht: „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen.

Die Dunkelheit kann sich selbst erkennen und „dieses Erkennen“ ist das „Licht, das die Dunkelheit erhellt„. Das kann völlig klar gefühlt werden. Die Dunkelheit ist dunkles Bewusstsein und „das Licht darin“ ist seine inhärente Fähigkeit, sich selbst zu erkennen.

Dagegen ist das helle Licht ein symbol für Unbewusstheit und den aktiven Verstand. Wenn aber der Verstand vollkommen schweigt und gleichzeitig die Dunkelheit gefühlt und durchleuchtet wird, dann könnte man sagen, „dass im hellen Licht (Unbewusstheit) die Dunkelheit (Bewusstheit) erscheint„. Das bedeutet die Einheit von Licht und Dunkelheit – von Unbewusstheit und Bewusstheit.

Die Bretter fallen

Zur Zeit scheinen ganze Stapel von Brettern zu fallen. Immer wieder wache ich mitten in der Nacht auf – scheinbar ohne Ursache – und wie aus heiterem Himmel kommt irgend etwas Neues zu mir, was ich bis dahin noch nicht sehen konnte. Es ist nicht so, dass ich über diese Dinge auch nur eine Minute nachdenke – sie kommen ganz von selbst – ohne jede Beeinflussung oder Mühe.

Es gibt da einen Spruch, der das auf den Punkt bringt: Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.

Licht und Dunkelheit

Es gibt zwei grundlegend andersartige Arten zu sein: Aufbauend und Zerstörend. Jeder herkömmliche Mensch würde sofort sagen, dass er zur Gattung der Aufbauenden gehört. Das Aufbauende ist das Helle, das Aktive, Ruhelose, das Getriebene, das immerzu-schaffen-Müssende, das Zeitliche – das Denkende. Es kann nichts lassen, wie es ist, muss immer TUN und VERÄNDERN und daher muss es auch immer versuchen, an der Welt herumzuschrauben.

Das Zerstörende ist das Dunkle, die leuchtende Finsternis, der Abgrund, das Bodenlose, die Liebe, die Stille, der Frieden, die Ewigkeit, das Unbewegliche, das Nicht-Denkende.

Die auflösende Dunkelheit bringt das helle Licht hervor – und dieses helle Licht ist das aufbauende Element.

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Der Einheits-Körper

Die Welt ist nur eine Erscheinung in der Wirklichkeit oder auf ihr. Es gibt sie – aber nicht als Sammlung getrennter Einzelheiten, sondern nur als Gesamtheit, als Einheit. Jeglicher Eindruck von Trennung ist immer falsch und muss überwunden werden. Die Welt ist so etwas wie EIN Wesen – das nur aus unserer Perspektive wie eine Vielheit erscheint.

Man kann sich das ganz einfach klar machen: Man stelle sich vor einen Spiegel und schaue das Bild darin an. Da ist ein Körper – oder besser eine Körperoberfläche. Auf dem Kopf sind viele Haare. Im Körper sind Billiarden an Zellen und Bakterien. Wenn eines der Haare oder eine der Zellen im Körper, um sich schauen würde, was würde es da sehen? Eine ungeheure Vielheit – aber keinen Körper. Die gleiche Sicht, wie die Zelle, die Sicht auf die Einzelheiten, benutzen wir, wenn wir auf „die Welt“ schauen.

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Die Trennung

Die Trennung von dem, was Einer wirklich ist, besteht nur darin, dass er denkt, etwas anderes zu sein. Diese Gedanken basieren unter anderem auf gewissen Spannungs- und Kontraktions-Gefühlen, was den Eindruck erzeugt, im Körper zu sein. Das wiederum wird unterstützt vom Unvermögen der meisten Menschen, ihr eigenes Bewusstsein mit dem inneren Fühlsinn zu fühlen.

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