Reibung IST der Schleier

Jede Art von Reibung, egal ob an inneren oder äußeren Erscheinungen ist jeweils ein Schleier, der verhindert, dass die innere Realität tatsächlich und zutiefst erfahren werden kann. Warum? Weil Reibung auf egoischer Aktivität basiert. Wenn mir etwas an mir nicht gefällt, und ich versuche es zu ändern: Reibung. Wenn mir etwas an mir so sehr nicht gefällt, dass ich es unten halten muss, damit ich es nicht mehr sehe: Reibung. Wenn mir etwas an der Welt nicht gefällt, dass ich versuche es zu ändern: Reibung. Wenn mir etwas an der Welt so sehr nicht gefällt, dass ich es wegdrücken muss: Reibung. Der Versuch, Erleuchtungszustände erreichen zu wollen: Reibung. Weder kurzlebige, noch dauerhafte „Erleuchtung„, kann man „machen„, sie stellt sich automatisch ein – wenn der Weg frei ist. Und was blockiert den Weg? Reibung und Unbewusstheit.

weiter lesen

Den Krieg beenden

Wer den Krieg in der Welt beenden will, muss zuallererst den Krieg in sich selbst und gegen sich selbst beenden. Das bedeutet, dass der äußere Krieg solange nicht beendet werden kann, solange die Mehrheit innerlich weiter Krieg mit sich spielt. Damit meine ich die Ablehnung von eigenen Anteilen, worauf die nach außen projiziert und dort bekämpft werden. Letztlich ist dieser innere Kampf tatsächlich Ursache für den Krieg im Außen.

Gleiches gilt natürlich auch für die allgemeine politische Unfreiheit und Abhängigkeit. Der ursächliche Grund für diese Zustände ist tatsächlich Unbewusstheit, Ablehnung eigener Anteile und Projektion nach außen. Nur, wer innerlich unbewusst ist, schadet sich selbst. Leider kann man aber den Menschen Bewusstheit nicht als Medikament verabreichen. Bewusstheit, Selbstakzeptanz und Selbstliebe müssen wachsen und das tun sie nur, wenn der entsprechende Mensch das will und fördert.

weiter lesen

Input triggert Erkennen

Es ist offenbar so, dass ich Input von außen brauche, damit Erkenntnisse hochkommen. Wenn ich einfach nur still in mir BIN, dann kommt oft gar nichts hoch – außer etwas vorheriges arbeitet noch und hat sich noch nicht gezeigt. Wenn aber ein Input da ist, ein Reiz, dann kommt etwas dazu hoch und das wiederum triggert weitere Erkenntnisse. Dann wird etwas geschrieben und das wiederum triggert andere, ihrerseits etwas zu tun und das triggert wieder etwas in mir. Das bedeutet: Erkennen erzeugt anderes erkennen – im Umweg über die „Welt“ im Bewusstsein.

zeichnende_Haende

[Bildquelle: Wikipedia]

weiter lesen

Weltverbesserung ist nach außen projizierte Selbstverbesserung

Weltverbesserung ist nach außen projizierte Selbstverbesserung – genauso wie der Welt-Krieg ein nach außen projizierter Selbst-Krieg ist und der Menschen-Mord ein nach außen projizierter Selbst-Mord. Die Welt ist das nach außen projizierte Selbst-Erleben. Das was man mit sich selbst tut, erscheint auch in der Außenwelt. Das ist mir gerade schlagartig klar geworden.

Wenn man sich so annimmt, wie man eben ist und die unterbewussten Anteile sichtbar gemacht hat, hört man auf, sich selbst zu schlagen für etwas, was einem von außen eingetrichtert wurde. Wenn man damit aufhört, sich selbst ununterbrochen zu belügen, zu betrügen, zu verraten – sich selbst zu schaden – geschieht immer noch das gleiche in der Welt. Da man aber sich selbst so angenommen hat, wie man eben ist, tut man sich weder innen, noch außen etwas an. Dann muss man weder im Innen noch am Außen irgend etwas verändern. Der Welt-Spiegel ist nach wie vor voll Blut und Scheiße – aber das sind nicht mehr meine Produkte.

Aus höherer Ebene gesehen sind es natürlich sehr wohl meine Produkte – aber aus Sicht der Welt gesehen sind sie das nicht. Also kann ich sagen: Blut und Scheiße sind meine Produkte und sind nicht meine Produkte. ICH BIN und ICH BIN DIE WELT – und gleichzeitig kann „die Welt“ mich mal am Arsch lecken!

Ich bin und ich bin die Welt – aber es gibt keine Menschen darin – oder: Da draußen ist niemand!

Ich lach mich scheckig…

Warum schweigen die Lämmer?

Demokratie ist heutzutage nur noch eine Zuschauer-Demokratie und nicht mehr abwählbar. Demokratie wird von multinationalen Konzernen als geschäftsschädigend wahrgenommen. Demokratie ist nur „zulässig„, solange die Wirtschaft von demokratischen Entscheidungsprozessen verschont bleibt, das heißt, solange die Demokratie keine ist. Der Neoliberalismus ist erklärtermaßen weltweit der größte Feind der „Demokratie„. Für die Stabilität des gegenwärtigen Status politischer Eliten ist es jedoch wichtig, die Illusion von Demokratie als einer „neccessary Illusion“ aufrechtzuerhalten. Notwendige Voraussetzung: eine weitgehend entpolitisierte und von Apathie und Zynismus befallene Bevölkerung.

Die oben genannte „Voraussetzung“ wurde durch Schule und Ausbildung erreicht – also durch gezielte Verbildung und Verblödung. Man denke nur daran, dass in Schule, Ausbildung und Studium Multiple-Choice-Fragen eingeführt wurden. Was dazu führt, dass man nicht mehr selbst denken muss, denn die Lösung steht ja schon dort – man muss sie nur richtig erinnern. Damit soll verhindert werden, dass die Menschen lernen selbstständig zu denken, beziehungsweise dieses verlernen. In der heutigen Schule und Ausbildung werden somit gezielt denkunfähige Idioten herangezüchtet.

Man erkennt das auch daran, dass heutzutage praktisch alle mit dem Handy vor der Nase herumlaufen. Ich habe auch ein Handy aber ein reines Telefon-Handy und kein Smartphone – und das ist zu 99% aus. Ich schalte es nur dann ein, wenn ich mobil telefonieren muss. Wie bitte will man solche Menschen dazu bringen, sich zu ändern, sich für Politik zu interessieren, die Machenschaften in Politik und Business zu durchschauen, wenn diese Menschen nicht mehr selbstständig denken können, sondern nur vorverdauten und auf politische Korrektheit ausgerichteten „Informationsbrei“ verarbeiten können?

Wie man an dem Video sieht, sind die Informationen ja alle vorhanden – aber niemand scheint sich wirklich dafür zu interessieren – zumindest bekommt man nichts davon mit. Wer mag, kann sich ja abmühen, „die Welt zu ändern„! Ich habe das jahrelang gemacht, als ich noch glaubte, etwas ausrichten zu können. Heute glaube ich das nicht mehr, unter anderem, weil ich erfahren durfte, dass die Welt geistigen Ursprungs ist und vom Geist gesteuert wird – und daher tue ich auch nichts mehr in diese Richtung.

Ich konzentriere mich stattdessen nach innen und gehe immer tiefer. Gemäß dem Motto: Rette Dich selbst, dann rettest Du die Welt. Frieden und Freiheit kann es immer nur für Einzelne geben und zwar ausschließlich innen. Wer das wirklich und permanent weiß, kann unmöglich zur Weltverbesserung tendieren.

„The Work“ für Weltverbesserer

Glaubenssatz: Die Menschen sollten bewusster sein, sich erneuern und ihre Kultur verteidigen.

  1. Ist das wahr, ist das wirklich wahr? Werde still und fühle nach innen.
  2. Kannst Du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Wie reagierst Du, was passiert, wenn du an diesen Gedanken glaubst?
  4. Wer wärst Du ohne diesen Gedanken?
  5. Drehe den Satz um und fühle in Dich hinein:
    Ich sollte bewusster sein und mich erneuern…
    Ich sollte die unbewussten Menschen verstehen, die sich nicht erneuern.
    Die Menschen sollten nicht bewusster sein und sich erneuern.

Die inneren Defizite werden nach außen projiziert

Genau das sehen wir überall. Warum gibt es im Außen Krieg? Weil das falsche Selbstbild im Innern das SELBST bekriegt. Warum gibt es Raub und Diebstahl? Weil der Verstand Erkenntnisse des Inneren raubt und als seine eigenen Erzeugnisse verkauft. Kann irgend jemand etwas daran ändern? Ja, jeder für sich selbst! Nutzen irgendwelche Worte, um diesen Prozess zu beschleunigen? Nutzt es etwas, eine Schnecke anzufeuern, damit sie schneller über die Straße rutscht? Sie rutscht doch bereits in Höchstgeschwindigkeit! Da lässt sich gar nichts beschleunigen – jeder macht genau das, was er jetzt machen kann – etwas anderes ist unmöglich.

Oft fallen mir Erkenntnisse erst direkt beim Schreiben ein und anschließend vergesse ich sie wieder. Das ist aber nicht schlimm, denn wenn es in einer anderen Situation nötig sein sollte, dann wird diese Erkenntnis wieder auftauchen. Das hat nichts mit dem normalen Gedächtnis zu tun – das Erkennen ist identisch mit mir – ich erkenne aus mir selbst. Alles was gedanklich erinnert wird, ist nichts anderes, als eine wertlose Konserve. Erkenntnis ist immer neu, immer frisch, immer lebendig – ansonsten ist es eine wertlose Konserve.

Egal, wo ich hinschaue, immer kann ich etwas lernen.

Wer die Aufmerksamkeit zu 100% außen hat, sieht innen nichts – und umgekehrt. Das hat etwas mit Wichtigkeit und Wertmaßstab zu tun. Wer also die Welt für wichtiger als sein eigenes Inneres hält, wird immer versuchen, diese zu ändern, zu verbessern oder zu entwickeln, denn das ist ja „wichtig„. Wer das Innere für wichtiger als die Welt hält, wird genau umgekehrt agieren. Um das zu ändern, muss man sich nur diesen Mechanismus jedesmal bewusst machen, wenn er auftaucht – dann hat er verloren…

Weltverbesserung ist Absicht – und Absicht entspringt dem falschen Selbstbild. Wäre das Bestreben der Weltverbesserung tatsächlich ein direkter Ausdruck von „Lebenskraft„, „dem Absoluten“ oder „Gott“, dann würde es keine Beschwerde über das „Fehlverhalten der anderen“ geben – man würde einfach tun, was gerade zu tun ist – oder auch lachen oder weinen – was eben gerade anliegt. Ich konnte das lange Jahre nicht realisieren und war immer wieder auf diese Schiene eingebogen. Aber langsam fängt es an tiefer einzusinken. Und interessanterweise lernte und lerne ich das auch aus dem Verhalten von anderen. Beobachten, fühlen, sacken lassen, erkennen, loslassen.

In Bezug auf Selbsterkenntnis hat alles eine Bedeutung, egal, ob man das sofort bemerkt oder nicht – und bei jedem Hinschauen kommen weitere Details hoch. Wenn man so will ist das Leben ein Lehrfilm, der einen zur Selbsterkenntnis bringen will – man muss nur hinschauen, erkennen und zulassen.

Könnte es nicht sein…

dass das, was wir in der Welt sehen und erleben, alles gewollt ist? Aus welchem Grund auch immer. Niemand kann die Welt verändern, weil jeder die Welt ist – ein vollkommener SELBST-Ausdruck. Paul Brunton hatte, wie mir scheint, recht tiefe Erfahrungen – aber er hat nicht begriffen, dass die Welt ein vollkommener Selbst-Ausdruck ist, dass sie genauso ist, wie sie ist und niemals anders sein kann, als sie in jedem Augenblick ist. Ist das wirklich so schwer zu begreifen?

weiter lesen

Yaeko Iwasaki

In der Geschichte des heutigen japanischen Zen-Buddhismus leuchtet kein Name mit größerem Glanz als jener eines fünfundzwanzigjährigen Mädchens, YAEKO IWASAKI. Sie fand nach etwa fünf Jahren Zazen, während derer sie zum großen Teil auf dem Krankenlager übte, am 23. Dezember 1935 Erleuchtung und vertiefte dann in den folgenden fünf Tagen diese geistige Schau in einem Maße, wie es im heutigen Japan selten ist. Eine Woche später, in Erfüllung ihrer eigenen Vorahnung, war sie tot. In Indien würde sie zweifellos feierlich als Heilige erklärt worden sein und von Tausenden verehrt werden. In Japan ist die Geschichte ihres furchtlosen Lebens und seiner krönenden Vollendung kaum außerhalb der Zen-Kreise bekannt. [Quelle]

weiter lesen

Die armen Gläubigen

Ich hatte gerade ein Gespräch mit einem alten Mann aus meinem Ort, der ein gläubiger Christ ist. Er spricht gern über seinen Glauben und dass heutzutage so wenig Menschen in die Kirche gehen. Ich habe ihn eine Weile reden lassen. Als er damit ankam, dass der Papst in letzter Zeit auch nur noch Mist daher redet, obwohl er eigentlich der Stellvertreter Gottes auf Erden sei, entgegnete ich trocken: „Seit wann braucht das einzig existierende Wesen, das alles das hervorbringt, was wir sehen und nicht sehen, einen „Stellvertreter“? Das ist doch vollkommen unlogisch!

weiter lesen