Nicht zu kämpfen ist feige!

Ich habe gerade einen Artikel gelesen, in dem ein verheirateter Mann die Frage stellt, ob es besser wäre, einen Angreifer abzuwehren oder sich von ihm im Meditationssitz erschießen zu lassen.

Bedeutet eine spirituelle Entwicklung automatisch den Verzicht auf den gesunden Menschenverstand, zugunsten eines universellen Annehmens von allem und jedem? Selbstverständlich nicht! Wir alle leben hier auf diesem Planeten, müssen uns irgendwie am Leben halten und versuchen, so gut, wie möglich zu leben. Das beinhaltet normalerweise auch das Eingehen einer Beziehung und die Zeugung und das Aufziehen von Kindern – damit einher geht normalerweise auch die Liebe zum Partner und zu den eigenen Kindern.

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Wer?

Wer? Das ist in der Selbsterkenntnis, die Frage aller Fragen – weil in den allermeisten spirituellen Richtungen dieser „wer“ als Ego verunglimpft wird. So, als ob es im Menschen nur das Ego gäbe aber kein geistiges Individuum. Genau das ist es, was die persönliche Erkenntnis so wichtig macht, die Individualität und Subjektivität des eigenen Bewusstseins, zu erkennen, die Tatsache, dass ICH existiere und da bin.

Das Problem bei der unpersönlichen Erkenntnis besteht nämlich in der Entwicklung von Fatalität. Der Erkennende erkennt fälschlich, dass da gar kein Erkennender ist – obwohl ja eindeutig jemand da ist, der genau das erkennt – und sagt sich: „Da ist ja niemand, was soll ich dann noch hier?“ Der Oberhammer ist es dann, wenn der real vorhandene Gewahrende aller Objekte und Subjekte auch noch als „spirituelles Ego“ abgelehnt wird.

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Erbärmliche Existenz

Das, was „normale Menschen“ als gute und anzustrebende Existenz bezeichnen, ist in Wirklichkeit nur ein erbärmliches Dahinvegetieren. Sie besitzen kein Bewusstsein ihres Inneren: keine Individualität, keine Subjektivität, kein Bewusstsein ihres Bewusstseines, keine Stille, keinen Frieden und keine Leere. Sie besitzen dafür in großen Mengen: unsägliches Leid, Lärm, Konsumdrang, Kollektivzwang, Unbewusstheit und Egomanie.

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Zwei grundsätzliche Arten von Erkenntnis

Es gibt offenbar so viele verschiedene Ausprägungen von Erkenntnis, wie es Menschen gibt. Aber soweit ich weiß, gibt es mindestens zwei grundsätzliche Arten von Erkenntnis, zumindest habe ich diese beiden Arten erlebt:

  1. Die unpersönliche, in der das Nichts der Leere erkannt und das Ego-Ich als Konstrukt entlarvt wird.
  2. Die persönliche, bei der die Individualität und Subjektivität des eigenen Bewusstseins als ICH erkannt und das Ego-Ich als Konstrukt entlarvt wird.

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Ablenkung vom Innenraum

Das heutige Leben der Massen-Menschen besteht fast nur noch aus Ablenkungen. Es scheint aber noch Menschen zu geben, die das merken und sich diesem Trend verweigern. Gerade habe ich einen Artikel eines Fokus-Autoren entdeckt, der noch ein altes Nokia-Handy 3310 besitzt und kein Smartphone. Mein Handy ist noch älter, es ist ein Nokia 1112 Baujahr 2007, das außerdem fast immer abgeschaltet ist. Es macht genau das, was ich will: es lässt mich in Ruhe, wenn ich meine Ruhe haben will, also fast immer – und es ist bereit, wenn ich mit jemanden in Verbindung treten will, also fast nie.

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Es gibt keinen Tod

Aufgrund zweier plötzlichen Sterbefälle in der nahen Verwandtschaft, möchte ich wieder einmal über den Tod schreiben. Die meisten Menschen glauben, dass das, was sie im Spiegel sehen und das, was sie als Gegenüber sehen, das ist, was tatsächlich lebt und stirbt. Wenn man aber dahin kommt, in sich das zu entdecken, was tatsächlich lebendig ist – das subjektive Bewusstsein, dann erkennt man irgendwann auch, dass der Körper zwar im Kontext der pseudo-physischen Erscheinungswelt vorhanden und lebendig ist – dass er aber vollkommen abhängig vorhanden ist.

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Es gibt nur ICH

Das Denken in Hierarchien entsteht ganz natürlich, wenn Kleinkinder erkennen, dass sie von der Mutter und der Umwelt getrennt sind. Vorher war da nur ein einziges, großes Ganzes – und plötzlich zerfällt das Ganze in Teile: „Ich„, „Mutter„, „Vater„, „Bruder„, „Geschwister„, „Umwelt“ oder „Untergebener der Obrigkeit„. So zu denken ist für unreife Menschen und Menschen ohne spirituelle Erfahrung normal.

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Aufgehoben

Die letzten acht Tage waren wir im Südwesten unterwegs: Breisach (Breisgau), Burkheim (Kaiserstuhl), Hüfingen/Donaueschingen, Beuron. Von den Unwettern der letzten Tage blieben wir verschont – nur an einigen Tagen regnete es leicht und immer nur für kurze Zeit.

Während der ganzen Zeit hatte ich viele Träume, obwohl ich schon seit Längerem fast gar keine mehr habe. Vorgestern wachte ich mitten in der Nacht auf und sah innen Licht und spürte ein sehr starkes Gefühl des Aufgehoben-Seins. Ich wusste, dass ich nicht getrennt existiere, dass ich untrennbar mit dem Universum verknüpft bin und dort sehr gut aufgehoben und behütet bin.

Dann spürte ich, dass ich nichts brauche – überhaupt nichts, nicht einmal dieses Leben. Ich freute mich über meine Existenz aber ich brauchte sie nicht und war bereit, sie unmittelbar, im gleichen Moment, aufzugeben. Das Ganze dauerte vielleicht eine Stunde und lief ohne Gedanken ab – und während der ganzen Zeit fühlte ich ein starkes, energetisches Strömen im gesamten Körper.

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Innere Unfreiheit = äußere Unfreiheit

Wer innen unfrei ist – das heißt, wer kein Bewusstsein seines Innenraumes besitzt, sondern nur nach Außen hin – der ist sich selbst gegenüber vollkommen unbewusst – wie ein außengesteuerter Roboter. Wie soll solch ein Mensch Freiheit im Außen wollen? Um das zu wollen, muss er erst einmal den Wert der Freiheit im Innen schätzen. Daher kann jemand, der diesen Wert nicht erkennen kann, weil er innen in tiefster Unfreiheit lebt – auch den Wert äußerer Freiheit nicht schätzen.

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