Lernen, den Verstand zu beherrschen

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21:36 Then, of course, there is a Strategy of “watching the mind“. Which is one of the misleading strategies. Who is watching the mind? The observer of course. He is watching the mind, that he can not control. The thought is arising, he sees it, he identifies it, create certain distance from the thought, and in his mind labels it as a thought.

From its point of reference, he labels thought as a thought. And there is a very tiny space, a tiny gap, what appears as if the mind has stopped. But another thought immediately arises, so has to keep doing that endlessly – because he does not have a position in pure subjectivity. So he keeps constantly being lost in those thoughts.
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For instance, you are listening to this talk, your body is positioned in your meditation cushion, give you certain stability. But imagine, if you not have such a place of stability, it would be difficult, because you need to have a point of reference to yourself and the oberver does not have such a point of reference. So he is constantly struggling to distance himself from thoughts, but has very little success because of this feeble sense of me. And the result is over-concentration, because he is trying too hard. He is using too much external attention to cope with the mind.
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The truth is, the only way to master the mind, is to establish our pure subjectivity, to realize our identity independent from thoughts. And that identity can be realized on several levels. But in terms of our relationship with the mind, the most important is the awakening of the outer knower – because he is the subject to thoughts.
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If you identify with pure me of consciousness, you will experience yourself beyond the mind and the mind will gradually quit down but you will never fully master it. Meaning to some extent, the mind will control you. So, awakening of the outer knower is the final peace of the puzzle in transforming the mind and transforming our relationship with the mind.
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When the king is back, when the master is back in the house, everything comes naturally to order. But still there is a certain process of alignment of intelligence with the pure subjectivity of the knower. A certain fine cooperation is required for the mind to be fully integrated. And this is, what we call: “Learning the art of thinking“.
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Ich weiß, dass Anadi Recht hat, denn ich kann sehen und fühlen, wie der Verstand in mir arbeitet und warum er von mir beherrscht wird und nicht ich von ihm. Aber ich könnte das nicht so genau beschreiben und ich kenne auch niemanden, der das so exakt beschreiben kann, wie er! Selbst Maharshi und Maharaj haben in Bezug auf den Verstand immer nur schwammige Antworten gegeben.
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Die Essenz des Ganzen lässt sich auf einen Satz reduzieren: Lerne Deinen Verstand zu beherrschen – oder er beherrscht Dich! Und wenn der Verstand Dich beherrscht – was bedeutet dann das, was Du sagst und tust? Was bist Du dann? Bewusst? Beherrscher Deines Lebens? Oder nur einer von 7,5 Milliarden hilflosen, vom Verstand gebeutelten Menschen?
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Letztlich kann man die “innere Kunst” genausowenig “einfach so” beherrschen, wie meisterhaft zu malen oder zu dichten. Alles will gelernt sein und zum Lernen braucht man Hingabe und Konzentration. Das werden nur dümmliche Advaita-Proleten ablehnen – vorzugsweise solche, die sich unmittelbar nach einem blitzartigen Aufzucken des Nichts auf ein Podium hocken und “Satsang” geben.
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Um das einmal völlig klar zu machen: Das Nichts oder die Leere ist die unterste Ebene der Quelle, das Nichtmanifeste, eine Ebene tiefer als das Bewusstsein oder der Ozean, in der die Manifestation stattfindet. Und so, wie ich das erlebt habe und auch von anderen Menschen mitbekommen habe, besteht diese Erkenntnis meist nur aus einem einmaligen Aufblitzen: Die Kräfte lassen nach, alles fällt ab, der Verstand setzt schlagartig aus, das Bewusstsein stellt seine eigene Abwesenheit fest (der Wissende ist weg) – und dann ist da nur noch NICHTS – für einen winzigen Moment ist da LEERE.
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Das wird in der spirituellen Szene als “Erleuchtung” bezeichnet. Aber Erleuchtung ist nur dann echt, wenn sie dauerhaft ist und dann ist da immer Erleuchtung – ununterbrochene und dauerhafte Verbindung mit dem Absoluten und Universellen: “Klack” der Lichtschalter wird von “aus” auf “ein” gestellt und dann brennt das Licht dauerhaft. Ein Aufblitzen ist dagegen: “klack-klack” – “ein-aus“. Jeder, mit zwei funktionierenden HIrnzellen wird anhand dieser Beschreibung verstehen, dass dem “Ein-Aus” eine lebenslange Übung zu folgen hat, ansonsten bleibt das lediglich eine Erinnerung: “Da war doch mal was…
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Viele alten Meister weisen darauf hin, dass man nichts tun müsse, dass bereits alles “da sei“. Wenn man “von dort nach hier” schaut, ist das auch so – aber wen man “von hier nach dort” schaut, dann steht dem etwas entgegen: unsere geistige Unvollkommenheit – und die muss weg. Weiterhin weisen viele alten Meister darauf hin, dass derjenige, der das anstrebt, das Ego sei.
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Aber wie kann das Ego etwas anstreben, wenn es doch nur ein Konstrukt des Inneren ist? Es ist das Innere, maskiert mit dem Ego, das zu seiner eigenen Vollkommenheit strebt. Zu sagen, “das Ego ist schuld“, ist genauso dumm, wie zu sagen: “der Hammer oder die Zange ist schuld” – es ist immer die Hand, welche das Werkzeug führt. Und “die Hand“, welche das Ego führt und dirigiert ist das Innere.