Was zwanghaftes Denken wirklich ist

Das zwanghafte Denken zu beobachten und sich davon zu distanzieren ist, drastisch ausgedrückt, wie:
Zuzusehen, wie man ununterbrochen in die Hose scheißt (zwanghaft denkt), weil man den Schließmuskel (das Bewusst-Sein) nicht beherrscht. Um sich davon zu distanzieren, würde man nun dieses ununterbrochene Scheißen ignorieren, denn schließlich passiert das ja „eindeutig von selbst„. Das nutzt aber nichts, denn man muss sich trotzdem nach jedem Scheißen waschen und neue Unterhosen anziehen – ansonsten stinkt man und es brennt am Arsch.

Jeder wird sofort zugeben, dass es besser ist, das Scheißen nicht nur zu beobachten und zu verdrängen, sondern zu lernen, den Schließmuskel zu beherrschen – womit das Problem endgültig behoben ist. Ich bitte dieses Beispiel wörtlich zu nehmen, weil das zwanghafte, endlose Denken nichts anderes ist, als sich selbst ununterbrochen zu beschmutzen und zu schaden.

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DIREKTE Annäherung an mich selbst

Man kann sich auf viele verschiedene Arten an sich selbst annähern. Man kann versuchen die Welt zu verstehen, um schließlich zu erkennen, dass sie geistigen Ursprungs ist und sich dann nach innen wenden. Dann kann man alte Schriften lesen und hoffen, sich durch das Lesen an sich selbst anzunähern. Man kann sich auch beobachten, in der Hoffnung, das Beobachtete durch Ignoranz überwinden zu können. Man kann auf viele verschiedene Arten meditieren. Man kann sich irgend einer Religion anschließen oder irgendwelchen spirituellen Lehren, wie zum Beispiel Advaita etc. Man kann alles mögliche tun – wenn man genug Zeit dazu hat.

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Weiterentwicklung bedeutet Verfeinerung – Update

Je länger ich es auf mir wirken lasse, dass reine Beobachtung zur Einheit führen soll, umso mehr fällt mir auf, dass das völliger Nonsens ist. Das liegt daran, dass dabei keinerlei Fortschritte in Richtung subtilere Wahrnehmungen gemacht werden können, weil der Fokus immer auf die Beobachtung durch den Beobachter liegt. Der Beobachter ist in seiner „menschlichen“ Form aber so etwas wie ein kristallisiertes Energiefeld oder Energieknoten. Er hat eine so starke Präsenz erreicht, dass die Wahrnehmung der feineren und feinsten Ebenen vollkommen unmöglich ist.

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Mehrere gültige Arten zu Sein

Es gibt mehrere Arten, wie man sich selbst und die Welt erleben kann. Heute Morgen, beim Spaziergang mit dem Hund, vergaß ich ganz bewusst die vorderen Zentren, verschob die ganze Energie an den Hinterkopf und dehnte MICH maximal nach hinten und in alle Richtungen aus. Plötzlich hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass ICH die Welt anschaue, sondern, dass die Welt sich selbst anschaut. Das hielt jedoch nicht lange an und pendelte dann immer wieder von einem Pol zum andern: ICH sehe die Welt – die Welt sieht sich selbst.

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Beobachten alleine bringt nichts

Ich habe genau eine Zuschrift bekommen, von jemandem, der sich längere Zeit selbst beobachtet hat und ebenso, wie ich feststellen musste, dass dies vergebens war. Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das bringen soll, weil ich keinerlei Interesse daran habe, mich selbst zu beweihräuchern. Schließlich sind das ja nicht meine eigenen Erkenntnisse, sondern die von Anadi und ich benutze sie nur und schreibe auf, was ich bei ihrer Anwendung erlebe. Aber ich denke, dass die Aussagen des Mails so klar und wichtig sind, dass ich sie bringen sollte. Dieser Mensch hat es einfach getan, er hat den alten Mist, dem er anhing, weggeworfen, sich neu orientiert und es einfach probiert – und es funktioniert. Ich freue mich für ihn.

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Dunkel gegen Hell

Ich habe gerade einen Artikel gelesen, in dem es um die Ursachen des Kommunismus geht – laut Artikel ist das der „Satanismus„. Das ist aber nur eine sekundäre Ursache, die wiederum eine Ursache hat. Solange man die wahre Ursache dieses Selbsthasses (Welthass=Selbsthass) in der Erscheinungs-Welt sucht, wird man sie nicht finden, sondern nur immer weitere, sekundäre Ursachen.

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Sei, was Du bist.

Das wirkliche Problem mit dem Beobachten ist, dass da immer jemand da ist, der beobachtet – aber er sieht sich nicht selbst, sondern nur das Beobachtete. Und weil er sich nicht selbst sieht und fühlt, denkt er, dass da niemand ist. Das ist aber natürlich nicht wahr, denn da muss jemand oder etwas sein, das beobachtet, ansonsten gäbe es nicht die Erfahrung des Beobachtens.

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Beobachten oder sich des Beobachters bewusst werden?

Ich habe mich jahrelang selbst beobachtet, nach der „Doppelpfeilmethode“ von Gurdijeff. Dabei geht ein Teil der Aufmerksamkeit nach außen und ein anderer Teil nach innen. Das funktioniert auch und es stellt sich mit der Zeit auch eine temporäre Präsenz ein. Aber auch nach jahrelanger Beobachtung änderte sich nicht wirklich etwas. Der Verstand drehte sich immer noch um sich selbst und das Ego war immer noch nicht entmachtet. Das gleichzeitige Beobachten nach innen und außen habe ich trotzdem beibehalten, weil es aufgrund langjähriger Gewöhnung automatisch weiter lief – und weil in der Selbst-Erkenntnis, wie ich sie jetzt betreibe, ebenfalls eine innere und eine äußere Aufmerksamkeit verwendet wird.

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Präsenz alleine reicht nicht

Präsenz (Awareness) ist das andauernde Da-Sein im inneren Raum. Solange aber nicht bekannt ist, wer anwesend ist, kann man das als sinnlos abhaken. Gleiches gilt für Konzentration – sie kristallisiert nur den Beobachter im Bereich der Stirn aber führt nicht zur Entdeckung der Subjektivität des Bewusst-Seins.

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