Den Antrieb auf dem spirituellen Weg liefern der Wunsch, mit sich selbst und dem Absoluten zu verschmelzen und die dabei auftretende Liebe und Wohlgefühle. Es ist der Weg, heim, zu sich selbst und zum eigenen Ursprung. Etwas wichtigeres kann und wird es niemals geben. Denn das Universum (die Erscheinungs-Welt) ist ein Produkt des Geistes und nicht umgekehrt. Darum kann das Universum nicht wichtiger sein, als das, was es in einem andauernden Strom von Kreativität hervorbringt.
Exemplarisch unbewusst
Ich habe gerade einen Artikel angelesen, der exemplarisch ist für unbewusstes Denken. Zitat: „[…] Bei genauer Betrachtung funktionieren die Menschen wie ein Diaprojektor. Wir gehen davon aus, dass unsere Gedanken in uns entstehen. In Wirklichkeit sind unsere Gedanken wie Dias, die von anderen in einen Projektor eingeschoben werden und die wir dann auf einer Art inneren Leinwand sehen. Diese Bilder lösen dann in uns Emotionen, wie beispielsweise Wut, Freude, Hass, Trauer usw. aus. Wir identifizieren uns mit diesen Bildern, die eigentlich nichts mit uns zu tun haben.„
[…] „Jetzt ist die Zeit gekommen, durch Achtsamkeit zum Beobachter der Gedanken zu werden. Wir werden dann feststellen, dass quasi eine fremde Hand die Dias in unseren Kopf einschiebt und „unser“ Denken nur ein Produkt der Medien ist.“ Zitatende.
Nur inneres Sein ist Erfüllung
Innen zu leben, die inneren Zentren zu verkörpern und sich daraus dem transzendenten Ich Bin hinzugeben, ist vollkommene Erfüllung. Selbstliebe, Selbstrespekt, Liebe zum transzendenten Ich Bin – das sind absolute Werte, die zur Erfahrung absoluter und bedingungsloser Liebe führen.
Die Bedeutung der Erscheinungs-Welt
In den letzten Tagen wird zunehmend klarer, was die Welt und die Menschheit wirklich sind. Die Menschheit ist ein Potential-Pool zur Entwicklung echter, voll bewusster Individualität, die in der Quelle verwurzelt ist. Und die Erscheinungs-Welt ist die notwendige Umgebung, um bei einigen Menschen eine innere Entwicklung anzustoßen, um dieses Ziel zu erreichen.
Fragen über Bewusstsein
Erwecke die Dringlichkeit das wahre ICH zu werden
„An ihre große Gräberstraße setzte ich mich und selber zu Aas und Geiern … Dort war’s auch, wo ich das Wort „Übermensch“ vom Wege auflas, und daß der Mensch etwas sei, das überwunden werden müsse, – daß der Mensch eine Brücke sei und kein Zweck … Ich lehre euch den Übermenschen … Was ist der Affe für den Menschen? Ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham … Und ebendas soll der Mensch für den Übermenschen sein: ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham. Einst wart ihr Affen, und auch jetzt noch ist der Mensch mehr Affe, als irgend ein Affe“ [Friedrich Nietzsche]
Das Bewusstsein klammert
Heute Morgen ist bei mir der Groschen gefallen, warum man mit dem Hören auf den inneren Ton in der Lage ist, den Gedankenstrom zu stoppen. Das liegt definitiv daran, dass das Bewusstsein klammert – es klammert sich an jede Wahrnehmung, die es erfassen kann, um sein Überleben zu sichern. Und da die meisten Menschen vollkommen unbewusst sind und die innere Subjektivität des Bewusstseins nicht fühlen können, ist das Bewusstsein gezwungen, einen andauernden Gedankenstrom zu erzeugen, als Grundlage seiner Existenz.
Dieser Drang, diese Sucht nach Wahrnehmung ist wohl auch ein Grund für die immer mehr zunehmenden Input-Kanäle, wie Zeitungen, Radio, Fernsehen, Handies, Computer und Internet. Dazu gehören aber auch alle nach außen gerichteten Tätigkeiten und Einrichtungen, die nicht für das Überleben notwendig sind, wie Politik, Hobbies, Freunde, Vereine etc.
Wahrnehmung der eigenen Identität
Bewusstsein benötigt immer Bewegung und Wahrnehmung – ein Bewusstsein ohne Wahrnehmung gibt es nicht. Da die Mehrheit der Menschen nicht in der Lage sind, die Subjektivität ihres Bewusstseins wahrzunehmen, unter anderem, weil sie vollkommen unbewusst sind, benötigt dieses einen andauernden Gedankenstrom, um sich selbst aufrecht zu erhalten. Im Umkehrschluss ist ein unbeherrschter und impulsiver Gedankenstrom ein sicheres Indiz dafür, dass die Subjektivität des Bewusstseins nicht gefühlt wird. Das Beobachten der Gedanken ändert daran nichts.
Wahrnehmungsmodi mit offenen Augen
Die korrekte Funktion des Bewusstseins mit offenen Augen ist dann gegeben, wenn alle vier Zentren vorne und das reine Ich des Bewusstseins am Hinterkopf gleichzeitig gefühlt werden und vertikal rasten. Hinzu kommt, dass das reine Ich des Bewusstseins horizontal mit dem universellen Bewusstsein verbunden sein muss. Aus dieser rastenden Position aller Zentren heraus muss die Außenwahrnehmung erfolgen – was bedeutet, dass der Außen-Beobachter kein unabhängiges Zentrum ausbilden darf, sondern aus den anderen Zentren heraus als deren Ausdruck erfahren wird.
Der Unterschied zwischen Beobachter und ICH
Hier habe ich schon einmal beschrieben, wie sich die einzelnen Zentren anfühlen. Es gibt zwei Beobachter-Zentren in unmittelbarer Nähe des bewussten Ich. Das Zentrum für die äußere Aufmerksamkeit befindet sich etwa drei Millimeter vor dem Kern des bewussten Ich, horizontal Richtung Stirn. Das Beobachter-Zentrum für mentale Aktivitäten, befindet sich ebenfalls etwa 3 Millimeter vom Kern des bewussten Ich entfernt, allerdings diagonal nach vorne-oben. Beide haben eine eigene Identität und sind äußerst scharf abgegrenzt, wie Nadelspitzen.