Suche nicht

„Es“ kann nicht gefunden werden, weil jeder „es“ schon ist. Daher ist jede Suche nicht nur sinnlos, sondern auch noch schädlich. Denn eine Suche erschafft ein Ego, das sucht.

Das Gegenteil aber funktioniert: Sei ein Hohlraum – völlig leer, von Identifikation, Ego, Gedanken, Meinungen, Sorgen, Abneigung und Anziehung. Dann ist da nur Leere und diese Leere zieht das Wirkliche magisch an, denn das Wirkliche ist ebenfalls leer. Leer von Identifikation, leer von Ego, leer von „Ich“, leer von objekthaftigkeit. Das Wirkliche ist reine Existenz, ohne jeden objekthaften Charakter – man kann nicht sagen, was es ist, man kann nur sagen, dass es ist.

Die Selbst-Kontraktion

Was ist dieses „Ich“ eigentlich? Es ist im Wesentlichen ein körperliches Gefühl, eine oder mehrere Kontraktionen im Körper und das Wissen um persönliche Daten. Wenn man die Übung zum Vereinigen der Räume macht, dann spürt man deutlich, wo diese Kontraktionen sitzen. Bei mir zum Beispiel im Augenbereich. Entspannt sich dieser, dann lässt das Gefühl stark nach, im Körper zu sein. Dann fühlt es sich eher so an, als ob der Körper im Bewusstseins-Raum enthalten ist.

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Der Körpertempel

Ich weiß noch, dass ich nie verstanden habe, was der Begriff „Der Körper ist Dein Tempel“ bedeuten soll. Jetzt weiß ich es – nein – jetzt fühle ich es! Seit ich gestern damit angefangen habe, bewusst in jede Bewegung hinein zu gehen – sie also nicht zu sehen, sondern zu spüren, zu fühlen, zur Bewegung zu werden – hat sich das Körpergefühl total geändert.

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Das Fühlen Sein

Ich habe über lange Zeit einen inneren Beobachter kultiviert. Der hat zwar kaum noch seinen Senf zu den Erscheinungen dazu gegeben – sprich er hat die Klappe gehalten – aber er ist immer noch da und beobachtet, was passiert. Es ist aber nicht so, dass eingegriffen wird. Beim Reden zum Beispiel ist nicht einmal eine Millisekunde vorher bekannt, was gesagt werden wird. Sprechen geschieht einfach, genauso wie alles andere.

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Wechselnde Zustände

Heute Morgen war das Körpergefühl sehr leicht und der Fokus war viel weniger auf dem Körper gelegen, als sonst. Auch das Gefühl beim Wahrnehmen war eher fließend und der Bewusstseinsraum erschien viel weiter als sonst. Später bei der Arbeit, kam es dann wieder zur verstärkten Fokussierung auf den Körper – so wie es bisher immer der Fall war. Ich kann mich nicht erinnern, solche Schwankungen schon einmal erlebt zu haben.

Was sich stark geändert hat, das ist die absolute Gewissheit, dass sämtliche Wahrnehmungs-Objekte nur innerhalb des Bewusstsein sind – das trifft auch auf den Körper zu. Ich weiß, dass früher immer automatisch angenommen wurde, dass alles außerhalb des Körpers, „da draußen in der Welt“ ist. Und es war die Gewissheit da, dass „ich“ ein Bewusstsein habe. Das ist ganz klar nicht mehr der Fall. Es fühlt sich  jetzt alles „innen“ an und wenn ein „ich“ gefühlt wird, dann ist es eindeutig im Bewusstsein lokalisiert und nicht umgekehrt.

Seit Sonntag Morgen treten immer wieder subtile Gefühle auf der Kopfhaut am Scheitel und auch zwischen den Augen auf, wie wenn Ameisen oder Käfer darüber laufen. Aber immer, wenn ich hinfasse ist da nichts. Es dauert dann eine Weile, dann fängt das wieder an. Ich machte mir einige Gedanken darüber und recherchierte einige Stunden lang im Internet.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei dem massiven Energieausbruch am Samstag Abend nur um einen Kundalini-Durchbruch gehandelt haben. Diese massive Energie ist während dem Vorfall am Samstag bis ganz nach oben gegangen. Die taktilen Gefühle auf dem Schädel und zwischen den Augen deuten stark darauf hin. Und möglicherweise sind auch die Schwankungen im Bewusstsein darauf zurückzuführen.

Da ist etwas im Gange – und ich muss erneut staunen, wie intelligent das alles geordnet ist und abläuft. Am Samstag war eindeutig ein Punkt erreicht, an dem die Energie vor einem entscheidenden Durchbruch stand. Ich wusste das ganz klar – wenn ich auch nicht weiß, woher. Es war für kurze Zeit ein sehr helles Licht sichtbar – und dann wusste ich: „jetzt explodiert gleich etwas…“ Aber irgend etwas scheint nicht zusammen gefunden zu haben und so wurde es abgebrochen.

Ich fühle mich in den Armen der Shakti unglaublich sicher, denn alles, was bisher geschah, war zu meinem Besten. Dafür bin ich unendlich dankbar! Ich habe ja nie irgendeine Übung gemacht, weder Yoga noch Meditation – habe nur auf den inneren Ton gelauscht. Meine Kenntnisse auf diesem Gebiet sind daher ziemlich dürftig. Umso erstaulicher ist es, dass sich alle diese Ereignisse von selbst ausgelöst und entfaltet haben. „Ich“ habe damit absolut nichts zu tun – allenfalls als „Opfer“ eines bevorstehenden „Ich“-Todes. Das ist allerdings kein Tod – sondern eine Geburt – die Shakti will Shiva&Shakti vereinigen…

Danke!

Offene Weite oder Fließen

Ich habe den gestrigen Beitrag „Das Feld“, gestern Abend noch mehrmals geändert. Zum Einen, weil ich bei der Gita etwas verwechselt hatte: der Ausdruck „das Feld“ und „der Kenner des Feldes“ bezieht sich auf den dualen Konstrukt des Ich-Bewusstseins. Dies ist ganz klar ein mentaler Konstrukt, der die Wirklichkeit der Einheit allen Seins in zwei aufspaltet und so ein „individuelles Bewusstsein von etwas“ erzeugt. Das habe ich im Beitrag korrigiert.

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Das Feld

Der Körper wird in der Bhagavadgita das Feld genannt und wer diesen kennt, wird Kenner des Feldes genannt. Daraus ergibt sich für mich, dass Kenner und Feld zwei sein müssen. Die Gita bezieht sich hier nicht auf die tatsächliche höchste Realität, sondern auf die menschliche Erfahrung der Dualität, also auf das individuelle Subjekt und das von ihm gesehene Objekt. Das ist ein mentaler Konstrukt: „Sich etwas bewusst zu sein“ sagt aus, dass da jemand ist, der etwas von sich getrenntes erkennt. Das ist die Dualität des Ich-Bewusstseins. Ich und du – Ich und das. Dualität ist eine mentale Abspaltung – die Erzeugung eines vom Gesehenen getrennten Sehers. Das ist nicht die Wirklichkeit. Weiterlesen