In Bezug auf Willensfreiheit gibt es folgendes zu sagen: Die menschliche Person (Ego) hat keinerlei Willensfreiheit, denn sie ist lediglich ein psychischer Konstrukt, der sich einbildet, der Lenker zu sein. Das bedeutet, alles was einem unbewussten Ego-Menschen geschieht, läuft gemäß eines höheren Willens ab, im Rahmen des kollektivistischen Lebens, dem unbewusste Menschen ihrer Natur gemäß angehören. In diesen Menschen ist niemand drin, der bewusste Entscheidungen fällen könnte, weil deren Seele tief schläft (Maschinen-Menschen, Roboter) und daher erfolgt die Steuerung zentral.
Schöpfungs-Technik
Heute Nacht wachte ich irgendwann auf und fing spontan damit an, „mir“ in Gedanken die Technik der Schöpfung zu erzählen – allerdings nicht so, wie sie in der Bibel dargestellt wird. Ich gebe das so wieder, wie es sich mir gezeigt hat. Man sollte das alles nicht allzu wörtlich nehmen – es ist eher so etwas, wie ein ständig sich veränderndes Arbeitsmodell meines eigenen Verständnisses. Solange mein Verständnis noch nicht tief genug ist, wird das wohl auch immer wieder hochkommen und sich in immer neuen Facetten zeigen.
Von der Präsenz zum ICH
Präsenz ist, wenn einer vollkommen im Hier und Jetzt ist. Das ist die allgemein benutzte Formel für Präsenz. Wenn man soweit ist, muss man aber umschalten auf die Frage, beziehungsweise das Fühlen: Wer ist in diesem Moment da? Wer nimmt diesen Moment wahr? Wer?
Präsenz ist NICHT das Ende des WEGES – Präsenz ist der Anfang!
Das SEIN
Letztlich geht es darum, dass sich das einzig Existierende, das ewige, reine, fließende und sich ständig neu erschaffende SEIN aus so vielen individuellen Blickwinkeln wie möglich erfährt. Zumindest ist das meine momentane Auffassung dessen, was ich erlebe. Aber eines ist vollkommen klar: niemand kann aufgrund von bloßen Fakten und Informationen über spirituelle oder psychische Gegebenheiten irgend etwas in sich ändern.
Die Rolle von Informationen
Wenn ich von „Informationen zu spirituellen Themen“ spreche, dann meine ich damit nicht, dass ich schaue, was andere sagen, um mich daran zu orientieren und zu lernen. Eine Ausnahme ist Anadi aber nur in Bezug auf diverse Techniken zur Entwicklung der Seele, nicht in Bezug auf die Natur der Realität – die sehe ich selbst zur Genüge. Es geht mir vielmehr darum, meine Erfahrungen und deren Interpretationen durch mich mit denen von anderen Menschen zu vergleichen – einfach, um zu schauen, wie andere diese oder ähnliche Erfahrungen sehen und interpretieren, um eventuell andere Facetten zu erkennen, die ich vielleicht nicht so gesehen habe.
Kein Lehrer
Ich lag gerade lange in der Badewanne und dabei kam mir hoch, warum ich gegen eine Gruppenbildung bin, zum Zweck der Selbsterkenntnis: Weil ich kein Lehrer bin und auch keiner sein will! Ich denke mir, dass man, wenn man noch nicht endgültig vom Ego getrennt ist, dazu neigen könnte, in der Lehrtätigkeit etwas Besonderes zu sehen.
Die innere Arbeit
Die innere Arbeit kann erst dann beginnen, wenn jemand vom Leben dauerhaft nach innen, jenseits der Schwelle des Verstandes verbracht wurde. Bevor das geschieht, ist jedes „nach innen schauen“ sinnlos. Das wird lediglich zu „einem Blick“ des äußeren Beobachters nach innen führen, der aber völlig folgenlos bleiben wird, da der äußere Beobachter nicht erreichen kann, dass man mit dem Gesehenen eins wird, denn dazu müssen die inneren Zentren aktiviert werden (outer knower, inner knower, pure attention, pure me of consciousness…)
Das sich selbst liebende SEIN
Seit Monaten empfinde ich ein warmes, strömendes, liebevolles Gefühl im gesamten Kopfraum und etwas schwächer auch im Körper. Dabei habe ich nicht das Gefühl, von dieser Empfindung getrennt zu sein, sondern sie geht einher, mit meinem Da-Sein, meinem So-Sein und ist ein Aspekt davon. Wenn ich die Bewusstseins-Zentren verkörpere verstärkt sich das dort und wenn ich mich hingebe, wird es noch einmal verstärkt. Die beiden Verstärkungen meine ich hier nicht, sondern das reine Grundgefühl – es ist das SEIN, was ich fühle, das sich selbst liebende SEIN.
Selbst-Erkenntnis ist eine Reise
…daher sind diese Beiträge meine individuelle und subjektive Darstellung dieser Reise in Form einzelner Episoden und keine Sammlung von Worten, die immer nur eingetrocknete Konserven verstandlichen Nicht-Wissens sein können. Die faktischen Daten stellt bereits Anadi hervorragend und zeitgemäß dar. Ich aber beschreibe meine subjektive Sicht und im Verlauf erkennt man meine individuelle Entwicklung. Das ist letztlich nichts anderes, als das Medium des Schreibens zu benutzen, um mich selbst zu befreien.
Selbst-Erkenntnis ist immer persönlich und nie trockene Wissenschaft – sie ist ein Abenteuer – DAS ABENTEUER – und keine trockene Konserve. Genau deshalb gibt es immer wieder Wiederholungen und Schleifen, die anzeigen, dass dieser Weg alles andere ist, als eine schnurgerade Autobahn, sondern eher einem gewundenen, schmalen Bergpfad gleicht, der auf und ab führt, links und rechts und manchmal auch Sackgassen aufweist.
Diese Beiträge beschreiben MEINEN INDIVIDUELLEN WEG und keinen „normierten Weg“, dessen Beschreibung man sich Mal eben aus dem Netz lädt und zwischen Nachmittags-Kaffee und Abendessen konsumiert. Das ist nicht nur bei mir so, sondern bei jedem Menschen, ganz einfach deshalb, weil wir keine anonymen und gesichtslosen Massenroboter sind, sondern lebendige, individuelle, geistige Wesen. Jeder ist einzigartig, jeder ist anders und deshalb ist auch jeder Weg anders.
Man kann zum Beispiel das Bewusstsein beschreiben, „als das Wissen um sein Hier sein und die Fähigkeit, Objekte zu erkennen„. Was sagt das aus? Nichts! Das Bewusstsein ist keine Eigenschaft, es ist unsere Existenz, ein lebendiges, einzigartiges Gefühl, voller Liebe zu sich selbst und DAS kann nicht beschrieben werden – das muss einer SEIN, um es zu wirklich zu WISSEN.
Was sagt schon das Wort „Quelle“ aus? Nichts! Man muss in diesem Ozean gewesen sein, um auch nur einen Hauch von Ahnung zu haben, was das ist. Die Quelle ist kein anonymes, wissenschaftlich beschreibbares Objekt – sie ist alles, was ist – die ganze Vielfalt unendlich vieler Universen und Wesen. Niemand kann sich das auch nur annähernd vorstellen, es sei denn, er hat es gefühlt. Und genau dieses Fühlen ist es, auf das es ankommt und das kann niemand liefern, das muss jeder selbst in sich finden. Man kann eine Brücke wissenschaftlich objektiv beschreiben aber niemals das Sein des Wissenschaftlers. Selbst-Erkenntnis ist das Gefühl, angesichts des eigenen unendlichen Seins und der unendlichen, ewig seienden Ursache desselben.
Eigentlich wollte ich nur einen Satz schreiben aber dann ist mein Gefühl und meine Leidenschaft mit mir durchgegangen…
Keine Möglichkeit, den Verstand zu überwinden
Meines Wissens, gibt es keine Möglichkeit, aus eigener Kraft den Verstand endgültig zu überwinden und jenseits des Verstandes zu gelangen. Das hat damit zu tun, dass jemand, der im Verstand hängt, keinerlei Fixpunkt in seinem Bewusstsein besitzt, der es ihm ermöglicht, den Verstand fahren zu lassen und jenseits davon zu ruhen.