Individuum

Ich komme immer mehr dahin, zu erkennen, dass das Advaita, wie es heute verstanden wird, einen massiven Fehler in sich trägt. Entweder ist das Ganze nur eine reine Gehirnakrobatik – also Philosophie – oder es basiert tatsächlich auf Erfahrung aber dann muss der ursprünglich Erfahrende total an sich selbst vorbei geschaut haben! Fakt ist, dass etwas existiert, was wahrnimmt – seine eigene Existenz und die Existenz und Ausgestaltung diverser Objekte. Daran kommt kein lebendes Wesen vorbei.

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Reine Gnade

Das zwanghafte Denken, das ununterbrochen um das Ich kreist, ist die eigentliche Trennung. Ohne zu denken gibt es kein Ich, keine Persona, da kann der Gedanke „das habe ich getan“ gar nicht erst aufkommen. Denken und Ich treten nur miteinander auf. Aber dieses Denken kann nicht von sich aus überstiegen werden. Etwas anderes muss dazukommen, etwas, das man nicht selbst machen kann, obwohl man auch das ist. Die Transzendenz des Ich und des Denkens, egal ob gleichzeitig oder nacheinander, ist reine Gnade.

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Die Seele

Meister Eckhart sagte über die Seele: „Das Seelenfünklein ist die Kraft, die mit Gott vereint„. Statt Gott kann man auch den Begriff SEIN oder Transzendenz benutzen.

Was Eckhart sagte ist richtig – zeigt aber den wirklichen Nutzen der Seele oder des individuellen Bewusstseins für den normalen Menschen nicht richtig auf. Ich würde sagen: Die Seele oder die Essenz des individuellen Bewusstseins ist der einzig Halt, der einen davor bewahrt, zurück ins Ich zu stürzen und damit ins Chaos. Egal, wie man es nennt, solange da noch egoische Anwandlungen sind, sein eigenes Süpplein zu kochen – und die sind solange da, bis das Ich total überschritten und dekonstruiert wurde – solange muss man sich am Bewusstsein selbst festhalten – also an sich selbst.

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Relative Wahrheit

Jede relative Wahrheit ist immer nur eine Annäherung an die absolute Wahrheit – und die Bewegung, hin zur absoluten Wahrheit, ist eine unendliche Reise, die nie ans Ziel kommt. Mein Schreiben ist ein sekundärer Ausdruck dieser relativen Bewegung und kann daher nie den Anspruch erheben, absolut wahr zu sein. Würde ich das behaupten, wäre ich ein Lügner. Darum kann ich auch nicht lehren, denn was ich heute lehren würde, könnte sich morgen als überholt herausstellen. Einmal ganz davon abgesehen, dass in mir nicht das geringste Bestreben ist, zu lehren…

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Dekonstruktion

Am Freitag gab es einen Moment absoluter Wahrnehmung, anschließend wurde mir in einem Telefongespräch erzählt, dass viele sogenannte „Erleuchtete“ immer noch an ihrem Körper hängen und gestern sah ich ein Video, indem es ebenfalls um das SEIN geht und dass die Dinge aus sich selbst heraus ablaufen. Das wusste ich zwar alles schon vorher – aber etwas grundlegendes, das nicht direkt eine Erkenntnis ist, hatte noch gefehlt.

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SEIN schaut auf SEIN

…oder die Welt ist in mir. Ich war gerade mit unserer Hündin spazieren, wie ich es annähernd jeden Tag tue. Und während wir so liefen und es in mir absolut still und friedlich war, wie immer, drehte ich mich nach ihr um, weil sie zurück geblieben war. Als sie dann auf Zuruf auf mich zukam, schaute sie plötzlich auf und in meine Augen. Das schlug bei mir ein, wie eine Bombe und das Herz öffnete sich sofort, weit, wie ein Scheunentor – und es war eine unmittelbare VERBINDUNG da. Aus ihren Augen hatte nicht Emma geschaut – aus ihren Augen schaute Gott oder das SEIN direkt in meine Augen. Das dauerte vielleicht eine Zehntel-Sekunde, dann änderte sich das Gefühl fast unmerklich und plötzlich schaute nicht mehr das SEIN auf das SEIN, sondern ICH schaute auf MICH.

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Entmutigen

Gestern kam ein Mail mit der Ansage, dass meine Beiträge oft „entmutigend“ wären. Sind sie das wirklich? Sie sind weder ermutigend, noch entmutigend, denn sie richten sich gar nicht an andere Menschen. Ich schreibe öffentlich, weil das so sein soll aber nicht, um andere zu lehren – sondern um mich selbst zu lehren. Wie ich gestern schon hier schrieb, kotzt sich die Wahrnehmung der Wahrheit selbst aus und ich schreibe nur das hin, was hoch kommt.

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Auskotzen

Das, was ich hier mache, ist im Prinzip, mich von all dem zu trennen, was hochkommt. Da gibt es kein Überlegen, ob „ich“ das jetzt schreiben will oder nicht – ich kotze es einfach aus. Und in diesem Auskotzen kommt irgendwie etwas zusammen, was wohl anders nicht zusammen käme. Es kommt etwas, geht durch mich durch, wird ausgekotzt – das wars.

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Sowohl, als auch

Ich schrieb schon einmal hier, dass die Quelle keine zweiwertige Logik (0/1, ja/nein) benutzt, wie die digitalen Computer die wir benutzen! Die Quelle benutzt eine multidimensionale Logik, die einer Art analogem Computer entspricht. Diese Logik entspricht einem „Sowohl, als auch„, Das kann jeder beobachten, wenn er einfach nur hinschaut: Es gibt große Menschen und kleine, rote Autos und blaue, dicke Hunde und dünne, unbewusste Menschen und bewusste – und das in allen möglichen Abstufungen.

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Der Verstand – Update

Der Verstand wird keinesfalls vom Ego beherrscht – das ist deshalb nicht möglich, weil das Ego eine Konstruktion des Verstandes und der Psyche ist. Wie funktioniert der Verstand wirklich? Da mein Verstand von Natur aus still ist, ohne, dass er die ganze Zeit beherrscht werden muss, sehe ich vollkommen klar, was passiert, wenn Gedanken gebildet werden. Zuerst ist da ein Impuls, dass etwas gedacht werden muss. Dann wende ich mich dem zu und benutze den kreativen Prozess der Gedanken-Bildung, um das Thema zu bearbeiten. Anschließend wende ich mich davon ab und konzentriere mich wieder auf mein Subjektivitätsgefühl. Ergebnis: Stille.

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