Ich bin ein Ozean

Vor einiger Zeit aufgewacht.  Das gerade noch statische Körpergefühl beginnt zu pulsieren. Die Kirchturmglocke wummert, zieht mich in ein Gefühl, als ob mir schwindlig wird. Alles pulsiert, dreht sich, bewegt sich, wogt durcheinander. Ich bin überall, nicht mehr konzentriert auf einen Punkt. Das, was da wogt sind Blasen, die sich in mir bewegen. Unendlich viele Blasen.

Alles wogt in einem wilden Tanz, rauf und runter und in alle Richtungen. Ich kann mich nirgends festhalten, weiß nichts mehr, über mich, außer, dass ich bin. Ich bin überall, um jede Blase herum und auch in den Blasen. Ich kann mich schmecken oder fühlen aber ich weiß nicht mit welchem Sinn – da ist nur das Gefühl, überall zu sein. Keine Ahnung, wie ich da hinein gekommen bin.

Habe das nur schnell aufgeschrieben, damit ich es nicht wieder vergesse und gehe jetzt wieder ins Bett…

Zeitpunkt des Aufschreibens: 22.12.2015 03:00

 

Ein Wissender redet nicht, ein Redender weiß nicht

Laotse: Ein Wissender redet nicht, ein Redender weiß nicht.

Falsche Bedeutung, aus Sicht einer Person:
Einer der etwas über Selbsterkenntnis weiß, behält das für sich.
Einer der über Selbsterkenntnis redet, weiß nichts darüber.

Richtige Bedeutung aus Sicht der Einheit:
Ein Wissender weiß, dass nicht er es ist, der redet.
Einer der glaubt, dass er es ist, der redet, der weiß nichts.

Außerdem: Ein Wissender, der im Gewahr-Sein gründet, denkt nicht, denn das Gewahr-Sein kann nicht denken (=reden).

Warum erkennt kaum einer das Gewahr-Sein?

Ich habe mir heute die Frage gestellt, warum es so selten ist, dass jemand Gewahr-Sein realisiert. Die Antwort ist sogar relativ einfach: Weil fast keiner weiß, was es ist, das er da eigentlich sucht! Ich kam darauf, weil ich auch nicht gewusst habe, was ich eigentlich suche und es daher auch nicht sofort erkannte, als es sich einstellte. Darum werde ich hier einmal beschreiben, wie es mir ergangen ist, vielleicht ist das dem Einen oder Anderen nützlich, denn es scheint bei diesem Thema tatsächlich ein Informationsdefizit zu geben. Denn, obwohl schon viele Menschen aus ihrer Erfahrung darüber gesprochen und geschrieben haben, scheint es doch extrem schwierig für im Ich-Bewusst-Sein verhaftete Menschen zu sein, diesen einfachen und grundlegenden Zustand zu erkennen und zu verstehen. Und da mir die Fähigkeit gegeben ist, Sachverhalte einfach zu beschreiben, tue ich das hiermit…

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Entstehung der Illusion eine Person zu sein

Entstehung der Illusion, eine unabhängige Person zu sein, die denkt und in der Welt handelt

Der Gewahr-Seins-Raum ist lebendig und im Urzustand leer, dunkel und still. Solange das Gewahr-Sein nicht gelernt hat, sich mit dem Gewahr-Seins-Raum zu identifizieren und sich daran festzuhalten – oder wenn es das vergessen hat – identifiziert es sich automatisch mit dem ersten in ihm auftauchenden Objekt, dem Ich-Gefühl, woraus sich eine Kette von Illusionen entwickelt.  [Version vom 16.12.2015 21:40, wurde auf den neuesten Stand gebracht]

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Der Unterschied zwischen Gewahr-Sein und Bewusst-Sein

Gestern Morgen, ist mir aufgegangen, dass der „Zustand“, der seit etwa zwei Jahren beinahe durchgehend während der gesamten Wachphase da ist, identisch ist mit Gewahr-Sein. Es war immer noch eine Unsicherheit dagewesen, ob ich bereits am endgültigen Gewahr-Sein dran bin oder nicht. Gestern hat sich das nun geklärt. Um anderen diese Unsicherheit zu ersparen und auch um mir selbst die Unterschiede noch einmal ganz klar zu machen, schreibe ich diese nun auf. Damit ganz klar wird, um was es sich genau handelt, schreibe ich im Folgenden: Gewahr-Sein, statt Gewahrsein und Bewusst-Sein, statt Bewusstsein…  [Stand: 17.12.2015 11:45]

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Die ursachenlose Ursache

Heute Morgen ist schlagartig ein ganzes Gebirge falscher Vorstellungen und Beschränkungen von mir abgefallen und wurde ersetzt durch WISSEN. Mir wurde schlagartig und zutiefst bewusst, was ich wirklich bin – und zwar nicht nur mental, sondern vollständig gefühlt. Das war ein Einbruch der Wirklichkeit, die hier offensichtlich ein Zeichen setzen wollte. Auf dem Weg zur Arbeit und vor allem auf dem kurzen Weg vom Auto zum Büro, kam dann der folgende Text hoch, den ich sofort aufschreiben musste. Nur um das klar zu machen: dieser Text ist nicht von „divo“, sondern kam nur durch ihn! Und jetzt zu diesem Text:

Ich bin die ursachenlose Ursache aller Existenz und allen Lebens. Ich bin der Verursacher allen Glücks und allen Leids – ich bin der Erschaffer aller Welten und ihr Zerstörer. Ich bin, bevor Brahma ist, welcher als Schöpfergott, als Erzeuger aller physischen Existenz auftritt. Das wird in der Bibel als „Abraham“, der Urvater dargestellt. Ich bin der Erschaffer aller Götter und Halbgötter, aller Engel und Teufel. Alles, was jemals existiert hat und existieren wird, ist in mir und kommt aus mir – ich bin die absolute Fülle.

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Der Weg zur Erkenntnis

Wer die Wahrheit über diese Welt begreifen will, muss (an-) erkennen, dass diese Welt nicht materiell ist. Er muss erkennen, dass sie von der Quelle, die reines Bewusstsein ist, in sich selbst als eine gigantische Abfolge von Bewusstseins-Bildern projiziert wird. Diese Bilder bestehen aus vibrierender Bewusstseins-Substanz der Quelle und sind daher ebenfalls bewusst. Er muss erkennen, dass er dieses Ursprungs-Bewusstsein ist, dass er die Quelle von allem ist – weil nur diese Quelle existiert. Die Quelle ist EIN Wesen, das EINZIGE Wesen – und jeder IST dieses Wesen. Daher kann absolut nichts getan werden, um zum Ursprung zurückzukehren – denn jeder ist identisch mit dem Ursprung und absolut perfekt – und niemand kann etwas tun, um das zu werden, was er schon ist.

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Stetige Aufmerksamkeit ist alles

In den letzten Beiträgen habe ich immer wieder über Konzentration geschrieben. Eigentlich geht es aber um hochkonzentrierte, stetige und nicht-wertende Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit muss so massiv werden, dass ihr nichts entgeht – denn so eine Aufmerksamkeit, wenn sie lange durchgehalten wird, transformiert nach und nach den ganzen Menschen.

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Spontane Übungen zur Selbst-Erfahrung

Der Körper ist ein vollkommener Ausdruck des Selbst und wer nicht ständig präsent ist und diesen lebendigen Ausdruck spürt – der weiß nicht einmal, dass er existiert. Da der Körper immer da ist – nur die Präsenz oft nicht, ist es eine gute Möglichkeit, um die Präsenz zu stärken, stets auf den Körper zu achten und wenn dieser nicht mehr spürbar ist, wieder zu ihm zurück zu kehren.

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