Farbige Formen im schnellen Wechsel

Letzte Nacht, direkt nach dem Zubettgehen, begann es zuerst nur im Kopf zu rotieren und zu zucken. Formen, Farben, geometrische Figuren aller Art, rotierten und wirbelten im Kopf herum – und zwar so schnell, dass es praktisch unmöglich war, Einzelheiten zu erkennen. Nach einer Weile wurde bemerkt, dass das nicht nur im Kopf war – das gesamte Körperfeld schien wahrzunehmen – es war buchstäblich das Gefühl da, mit dem Hintern sehen zu können.

Das ist natürlich Quatsch, weil der körperliche Hintern (Haut, Muskeln, Sehnen, Knochen) nicht sehen kann. Aber das Körperfeld, das auch an der Stelle des Hinterns ist, kann das offenbar. Das Ganze fühlte sich an, als ob das gesamte Feld so etwas wie ein Bildschirm wäre, auf dem sehr viele Objekte ohne zeitliche und räumliche Abgrenzung gleichzeitig erscheinen. Objekte erschienen aber es war nicht feststellbar, woher sie kommen und wohin sie vergehen – weil das alles so rasend schnell ist.

Das ist hier neu, weil es bislang nur möglich war Vibrationen und helle Lichtblitze energetisch zu gewahren aber keine Farben und Formen. Dieses Wirbeln fühlt sich an, wie eine “Fabrik“, die in rasender Geschwindigkeit Farben und Formen aus Vibrationen erzeugt und darstellt. Es war aber nicht feststellbar, wie diese “Fabrik” arbeitet und wo sie ist – da war scheinbar Nichts, aus dem etwas erschien.

Nachtrag 1: Dieses Sehen ist nicht neu – es war schon immer da, wurde nur nicht bemerkt. Es wurde ein alter Tagebucheintrag von 2007 gefunden, in dem dieses Sehen als “rasend schnelles Rotieren farbiger Formen und Lichtblitze” beschrieben wurde. Diese scheinbar so feste Welt, mit den scheinbar darin herumlaufenden und interagierenden Körpern ist nur ein mental fabriziertes Trugbild, zusammengesetzt aus wenigen Bestandteilen des ständig wirbelnden Stroms aus Vibrationen, Tönen, Farben und Formen.

Nachtrag 2: Folgendes wurde gerade gefunden:
Well, most of the time our non-conceptual cognition is happening just for a tiny instant. Almost instantly it becomes conceptual. I mean, I look at all these colored… What am I seeing? I’m seeing colored shapes and, okay, I’m seeing objects as well. Now I know that all these colored shapes in front of me are people. Am I thinking “people?” No. I mean, I’m certainly not verbalizing “people” when I look at you, but I know that you’re people… [Quelle]

Nachtrag 3:
Cognitive appearances do not refer to appearances of things “out there,” which we may or may not notice and cognize. They refer to how things appear “to the mind” when we cognize them. In a sense, they are like mental holograms. For example, in nonconceptual sensory cognition such as seeing, colored shapes appear, which are merely mental representations (snang-ba, mental semblances) or mental derivatives (gzugs-brnyan, mental reflections) of one moment of colored shapes. In conceptual cognition, a mental representation appears of the conventional object, such as a hand, that the colored shapes in that moment are the visual sensibilia of. A sequence of mental representations of a hand each second one inch further to the right appears as motion. In other words, cognitive appearances exist only within the context of mental activity. They do not need to be clear or in focus. [Quelle]