Von der Selbstversklavung zur Freiheit

Die kollektivistischen Massen-Menschen sind nicht die Sklaven einer Obrigkeit – sie sind Sklaven ihrer eigenen Vorstellungen, Wünsche, Ängste und ihres Gedanken-Chaos. Die „Obrigkeit“ ist nur eine nach außen gerichtete Projektion dieser Selbst-Sklaven, um die Verantwortung für das eigene Leben und das eigene Innere auf andere zu verlagern.

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Der Hintergrund der Wirklichkeit

Es sieht so aus, als wäre die physisch sichtbare und greifbare Welt, inklusive des eigenen Körpers und aller anderen Körper die einzige reale Wirklichkeit. Tatsächlich existieren noch sehr viel mehr Ebenen der Wirklichkeit und obwohl sie für das Auge und den Tastsinn nicht erkennbar sind, sind sie weitaus realer, als die physische Welt. Die physische Welt gibt es in dieser Form nicht – sie ist eine reine Erscheinung im Bewusstseins-Feld und dient als Spiel- und Erfahrungs-Ebene und als „äußerer“ Kontrast zum inneren Universum des subjektiven Bewusstseins.

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Das Einheits-Feld

Was im Folgenden beschrieben wird, ist extrem wichtig für das Verständnis des Seins und des Bewusst-Seins. Als ich heute Morgen aufwachte, wollte ich eigentlich aufstehen, um zu meditieren. Stattdessen blieb der Körper im Bett liegen und ich spürte, wie es in mir zu arbeiten begann. Nach einer Weile entfaltete sich in mir das, was in den nächsten Absätzen beschrieben wird, in Form einer „bildlosen inneren Schau„. Es war ein direktes Wissen, ohne den Vorgang des „inneren Sehens„. Es war, als würde ich direkt in dieses Wissen eintauchen, zu diesem Wissen werden – aber ich sah nichts und dachte auch nicht dabei. Ich kenne und nutze die intuitive Schau schon recht lange – aber so klar und umfassend konnte ich die hier beschriebenen Zusammenhänge bis jetzt nicht sehen.

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Der Wert der Unabhängigkeit

Der gestrige Beitrag hat etwas in Bewegung gebracht. Ich konnte plötzlich sehen, dass eine der wichtigsten Eigenschaften für den inneren Weg die eigene Unabhängigkeit ist. Bis dahin bin ich immer davon ausgegangen, dass es gut ist, wenn man jemanden hat, an den man sich halten kann und dass das eben nur bei mir anders ist, weil ich, bis auf sehr wenige Ausnahmen, nie einen wirklichen Bezugspunkt hatte, von dem ich lernen konnte.

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Fragen oder selbst erkunden?

Was bedeutet es, wenn jemand versucht, sein eigenes Bewusstsein zu erforschen, indem er einen anderen fragt? Das zeigt Unselbstständigkeit und den Versuch, die Verantwortung für die eigene Entwicklung auf einen anderen zu verlagern. Ich habe bis heute keinen persönlichen Kontakt zu Anadi. Warum? Letztes Jahr wollte ich auf ein Retreat gehen – den Termin konnte ich aber nicht wahrnehmen. Dann dachte ich darüber nach, in diesem Jahr zu einem Retreat zu gehen – ohne darüber zu schreiben oder mit jemandem darüber zu sprechen…

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Arbeit, die nutzt und Arbeit, die nichts nutzt

Es gibt Arbeit, die etwas nutzt und Arbeit, die nichts nutzt. Arbeit, die etwas nutzt, besteht darin, dass ich etwas produziere, das von anderen beachtet und gekauft wird. Wenn man es unentgeltlich tut, muss aber zumindest das Interesse dazu da sein – was man als „idealistischen Lohn“ bezeichnen kann.

Arbeit, die nichts nutzt, ist jene, für die keinerlei Markt vorhanden ist. Im Falle der Verbreitung von Informationen bedeutet das, dass sich keine Sau dafür interessiert, was ich zu sagen habe. Das dann immer weiter zu tun, obwohl man die Sinnlosigkeit erkannt hat, kann man getrost „hochgradige Selbstverarschung“ nennen.

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Die Wirkung von Aufmerksamkeits-Energie

Was hat es für Auswirkungen, dass jeder Mensch seine eigene, virtuelle Erscheinungs-Welt erzeugt und wahrnimmt? Gravierende – jeder erschafft sich buchstäblich seine eigene Wirklichkeit. Wer sich zum Beispiel für ein bestimmtes Auto interessiert, weil er so eines kaufen möchte, der erkennt ganz schnell, dass ihm plötzlich an allen möglichen Stellen genau dieses Auto auffällt. Wer sich über die Zustände in der Gesellschaft erregt, der wird immer mehr davon mitbekommen und seine Erregung wird steigen. Wer viel Zeit in der Natur verbringt und ihre Anmut und Schönheit genießt, der wird sich zunehmend besser fühlen.

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Einheit zwischen innen und außen

Heute Morgen, während der Meditation, kam es wieder dazu, dass ich alle Außeneindrücke als in mir seiend erlebte. Das war schon viele Male der Fall gewesen aber ich kam bisher nicht darauf, was der Auslöser dafür ist. Als das heute wieder auftrat, prüfte ich genau, wo der Fokus der Aufmerksamkeit war und fand heraus, dass er sich etwas unterhalb des Scheitels befand, in der Nähe des intuitiven Ich.

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Nur ein Wesen

Es gibt keine verschiedenen Wesen und keine Vielheit. Es gibt nur ein einziges Wesen, das in sich die Illusion von Vielheit und Leben erzeugt. Dieses Wesen ist geistig, reines, ungeteiltes Bewusstsein. Ein Ozean von Bewusstheit, in dem sich alles abspielt – in dem alles in Form ungeheuer vieler Blasen auftaucht und wieder verschwindet. Und obwohl es ein Ozean ist, hat es keine Ausdehnung, denn es existiert jenseits von Raum und Zeit – es erzeugt Raum und Zeit in sich, als Bestandteil der ablaufenden Illusion.

Ich weiß mit absoluter Sicherheit, dass das die Wahrheit ist, denn ich habe es so „gesehen„. Diese Wahrheit ist so einfach und klar, dass sie alle andersartigen Erklärungsmodelle in sich einschließt. Es gibt keine Hölle – außer diesem illusionären Universum. Es gibt keinen Himmel und kein Paradies, keinen Gott und keinen Teufel, keine Engel und keine Devas, kein Leben und keinen Tod – außerhalb dieses Einheits-Wesens.

Es gibt nur ein einziges Wesen, in dessen „Bewusstseins-Substanz“ jede individuelle Einheit (Seele) so etwas wie eine Bewusstseins-Zelle darstellt, das in einer energetischen Blase existiert/schläft und ihre verschiedenen „Leben“ träumt. Dieses Bewusstseins-Feld enthält alles, ihm entspringt alles und es durchdringt alles. Dieses lebendige Bewusstseins-Feld ist alles, was existiert.

Die Versuche von „Wissenschaftlern„, die Welt anhand der sogenannten Materie erklären zu wollen, gleichen dem Versuch, einen Menschen, anhand seiner Fäkalien, vollkommen verstehen und analysieren zu wollen. Diesen Leuten kann geholfen werden: sie müssen zuerst in sich fündig werden, dann folgt alles andere von selbst. Wenn man gefunden hat, dann fallen nach und nach alle Bretter vor dem Kopf weg, solange, bis man wirklich klar sehen kann.

Allerdings hat man dann das Problem, dass man das immer nur für sich selbst wissen kann – man kann das weder experimentell, noch sonstwie beweisen. Solchen Versuchen entzieht sich die Wirklichkeit. Und es gibt da auch keinen Ausweg, denn der „Wissenschaftler“ ist so etwas wie ein „Abfallprodukt“ des bewussten Geistes – das niemals in der Lage sein wird, das Ganze zu verstehen – außer er bekommt das Wissen von innen geliefert.

Man kann das sehen, wie wenn ein Raumfahrzeug auf einem Planeten mit 2D-Bewohnern landet. Diese werden nur die auf dem Boden aufliegende Fläche der Landestützen erkennen können und die auf dem Boden aufliegenden Sohlen der Raumfahrer – aber keinesfalls die dritte Dimension, welche diese ebenfalls einnehmen.

Ein laufender Raumfahrer wäre für die Flachländer nichts anderes, als zwei Flecke, die abwechselnd links und rechts sichtbar werden und wieder verschwinden und sich langsam in eine Richtung fort bewegen. Wenn sie jetzt versuchen würden, die Realität hinter diesen Erscheinungen zu analysieren, dann wäre das genauso sinnlos, wie der oben aufgeführte Versuch von Wissenschaftlern, die Realität „von außen“ zu verstehen. Beiden fehlt eine entscheidende Dimension: den Flachländern die dritte und den Wissenschaftlern die innere.

Die Realität kann nur von innen heraus erkannt werden.

Unterwelt

Diese Welt ist so etwas wie die Antithese zum Licht des Bewusstseins – es ist keine helle, sondern eine dunkle Welt – bezogen auf das Licht des Bewusstseins. Warum konnte Neo nicht mehr in die Matrix zurück, nachdem er die rote Pille geschluckt hatte? Weil er „zu Bewusstsein“ gekommen war und die Dunkelheit und Unwissenheit gesehen hatte, in der er vorher existierte. Und niemand, der beginnt, das Licht des Bewusstseins zu sehen, kann zurück in die Unbewusstheit gehen. Wer einmal die Schwelle zur Bewusstheit überschritten hat, befindet sich auf einer Reise ohne Rückfahrschein.

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