Zustände des Verstandes

  1. No Mind – Der höchste Zustand des Verstandes, ist der ruhige Verstand ohne Inhalt. Einfaches Sein.
    .
  2. Unschuldiger Verstand – aufnahmefähiger Verstand, der nur für den inneren Fluss aktiv ist. Gelegentliche Gedanken, normalerweise sehr aufschlussreich und kraftvoll und richtungsweisend. (mit Absicht)
    .
  3. Intuitiver Verstand – aufnahmefähig, aber mehr mit einer Erfahrung verbunden. Fließend, aber fokussierter.
    .
  4. Arbeitender Verstand – frühe rationale Verstandes-Beobachtung. Prozess und Sequenz, Zeit entsteht
    .
  5. Intellektueller Verstand – Schwarz / Weiß-Differenzierer, volle Dualität und Raum.
    .
  6. Entscheidender Verstand – fügt eine Pro-und-Kontra-Bewertung hinzu, das Ja / Nein.
    .
  7. Der Richter – der Intellekt fügt gute / schlechte Bewertungen hinzu. Das Ego entsteht hier, wo wir uns mit unseren Bewertungen identifizieren und daran hängen.
    .
  8. Der Kritiker, Fokus auf der Nein-Seite. In der Regel auf sich selbst, aber oft auch auf andere gerichtet.
    .
  9. Der Querulant, mit Fokus auf das Falsche in anderen.
    .
  10. Der Jäger – “ich” gegen “sie“, halb bewusst, oft dominiert von Wut.
    .
  11. Unbewusst – vom emotionalen Drama-Körper dominiert, handeln wir gedankenlos. Der Zombie.
    .
  12. Unmind – Unaufmerksam, Instinktiv. Dominiert vom Angstkörper, der Kernidentifikation, sieht die Welt als Spiel auf Leben und Tod.

Die niedrigeren Zustände reflektieren zunehmende emotionale Störungen und Ego-Anhaftungen. Mit dem Verlust dieses Geistesfehlers zerstreuen sie sich weitgehend und lassen nur noch die höheren Geisteswerte übrig. Außerdem versucht der Verstand nicht mehr zu kontrollieren, er ist jetzt ein Werkzeug der Bewusstheit. [Quelle]


Nachtrag:
Die Leute glauben an die Existenz des reinen Geistes (leerer Verstand) im jivanmukta und im höchsten Herrn (Isvara). Sie fragen sich, wie der jivanmukta andernfalls leben und handeln könnte. Aber das ist nur ein Zugeständnis an den Verstand. Der reine Geist (leerer Verstand) ist in Wahrheit das absolute Bewusstsein. Der beobachtete Gegenstand und der Beobachter verschmelzen schließlich miteinander, und allein das absolute Bewusstsein herrscht vor. Das ist kein Zustand der Leere (sunya) oder der Unwissenheit, sondern das wahre Selbst (svarupa). Einige behaupten, dass zuerst der Geist aus dem Bewusstsein aufsteigt und erst dann die Reflexion (abhasa). Andere wiederum behaupten, dass die Reflexion (abhasa) zuerst aufsteigt und dann erst der Geist. In Wirklichkeit entstehen beide gleichzeitig.« [Aus: Gespräche mit Ramana Maharshi, Talk 68]