Ein Schauspieler in allen Rollen

Im Jahr 2004 hat mich jemand gefragt, was das Universum ist. Damals antwortete ich, dass ich das nicht weiß und dass das auch niemand wissen kann, denn das Universum ist unendlich und passt daher nicht in unsere endlichen Köpfe. Heute weiß ich, was das Universum ist…

Das Universum ist ein multidimensionales Schauspiel – mit EINEM Schauspieler in ALLEN Rollen.

Letztlich ist das alles (Egos, Körper, Subjekte, Tiere, Bakterien, Pflanzen, Objekte, Planeten, Sterne, Universen…) nur ein einziges multidimensionales Schauspiel – bei dem das Gewahrsein oder Selbst alle Rollen auf allen Ebenen zu allen Zeiten selbst spielt. Es gibt schlicht und einfach nichts anderes, als das Selbst – darum heißt es vielleicht auch Selbst – ich selbst und sonst niemand.

Aus dieser Sicht betrachtet ist Selbsterkenntnis eigentlich völlig überflüssig. Eigentlich müsste man sich nur darüber klar sein, dass jeder und alles immer nur das Selbst ist. Eigentlich – denn Selbsterkenntnis gehört eben auch zu diesem Spiel.

Wenn man nicht die Sicht der Quelle einnehmen kann, dann müsste man doch eigentlich vollkommen verzweifeln, wenn man sich anschaut, was zur Zeit nur alleine in Deutschland los ist. Riesige Probleme, die uns allen drohen über den Kopf zu wachsen, zunehmende Überfremdung durch Massen-Invasion, Gefahr eines blutigen Bürgerkrieges, drohender weltweiter Finanzcrash, Politversagen auf allen Ebenen, Legislative+Judikative+Exekutive+Medien sind alle besetzt mit Leuten aus der Parteiendiktatur – und das Volk schweigt. Und das alles kann und wird wahrscheinlich auch noch sehr viel schlimmer werden.

Aber wie sieht das aus Sicht der Quelle – des unpersönlichen Beobachters – aus? Völlig unspektakulär. Da sind nur viele sich bewegende Bilder, die sich in Raum und Zeit ausdehnen – ohne jede Bedeutung. Selbst wenn der Planet Erde von einem gigantischen Asteroiden getroffen würde – was würde geschehen? Das Bild der Erde und der darauf befindlichen Organismen würde aus dem Schauspiel verschwinden, mehr nicht. Auch wenn jemand stirbt – was passiert dann? Sein Bild taucht einfach nicht mehr im Spiel auf. Der eigentlich Akteur ist so munter, wie zuvor, denn er ist das ewige, unsterbliche, unzerstörbare Selbst!

Alles was man wahrnehmen kann, was man sehen, hören, fühlen, tasten, schmecken und riechen kann, alles, was im Bewusstsein auftauchen kann – das alles ist nur virtuelles Geschehen, flüchtige Bilder, Gedanken und Ideen, ohne jede Substanz. Und es gibt so unendlich viel davon – wenn man sich nur das vielfältige Leben auf unserem Planeten anschaut – oder einmal einen Blick in ein starkes Mikroskop riskiert – unvorstellbar und doch wahr.

Ich weiß genau, dass die meisten völlig entsetzt wären, wenn sie das hier lesen würden. Aber es ist genau das, was man sieht, wenn man sich in das unpersönliche Bewusstsein versetzt und von da aus schaut. Das Selbst spielt sich selbst ein Schauspiel vor – schwarz, weiß, farbenprächtig, leise, laut, schrill – wie ein ewig andauernder und unendlich großer Tag- oder Nacht-Traum…