Bewusstsein ist der “Geist von Gott”

Was ist dann “Gott“? Die Vereinigung von Bewusstseins-Energie und Lebens-Energie – die beide Einzelaspekte des reinen Bewusstseins-an-sich sind – IST das Absolute, unmanifestiert, still, ewig in sich ruhend. Der Hintergrund, Sehen und Gesehenes ist eine untrennbare Einheit. Jede Trennung zwischen scheinbar verschiedenen Objekten ist einfach nur der Hintergrund, das reine Bewusstsein, in dem sie erscheinen – genauso wie durch die Gedankenlücken der Hintergrund durchleuchtet.

Erhebt sich aus dem stillen Absoluten ein Tanz von Energie, dann erscheint diese Bewegung auf dem Hintergrund des stillen, unbewegten Bewusstseins und damit erscheint die Welt und scheinbar getrennte Wesen. Aber die Trennung ist eine Täuschung, denn alles findet in sich selbst statt. Es ist eher der Einschub von scheinbar undurchdringlichen Schleiern und Widerständen, die “Spannungs-Unterschiede” zwischen passivem Hintergrund und aktivem Vordergrund produzieren, wie in elektronischen Schaltkreisen – was das ganze Spiel erst in Bewegung bringt.

Der zwanghafte Fokus der Aufmerksamkeit auf die Bewegungen muss dauerhaft auf den Hintergrund “umgedreht” werden. Daher nutzt es aus meiner Sicht auch nichts, sich nur vom Denken zu de-identifizieren. Man muss es schaffen, den Eintritt von Gedanken gänzlich zu verhindern und das schafft man nur dann, wenn man wirklich gewillt ist, das zu tun. Nur zu denken: “Das sind nur Gedanken, die ich nicht bin“, kann man sich tausendmal am Tag vorbeten und nach zehn Jahren ist der Zustand immer noch der gleiche.

Meines Wissens gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Das Zwangs-Denken fällt von selbst weg – entweder sofort oder später. Das ist Gnade – möglicherweise aufgrund vorheriger Leben, in denen dieser Status erreicht wurde.
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  2. Sich dauerhaft in einer Körpersensation zu verankern und sich darauf zu konzentrieren, wie zum Beispiel auf den Atem oder den inneren Ton und die Gedanken damit temporär zum Schweigen zu bringen. Nach einiger Zeit wird man bemerken, dass man sich auch am Hintergrund (Bewusstsein, Präsenz) selbst festhalten kann, dann hat der Anker ausgedient. Im Endzustand ist es dann kein “Festhalten” mehr, sondern dann liegt der Fokus ganz natürlich von selbst auf dem Hintergrund, der dann als ICH erfahren wird. Das entspricht in etwa dem Nada-Yoga.
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  3. Die Gedanken während der gesamten Wachphase dauerhaft und ununterbrochen passiv zu beobachten. Das nur eine Stunde am Tag als “Meditation” zu praktizieren, ist mehr oder weniger sinnlos. Das Beobachten entspricht in etwa der Zen-Übung.

Nur mit “Selbst-Einrede” oder “De-Identifikation” funktioniert das meiner Erfahrung nach nicht, das ist eher eine Selbst-Täuschung. Denn, wer redet sich das ein? Natürlich genau das, was abgelegt werden soll: Die zwanghafte Denkgewohnheit. Es geht hier um eine extreme, lebenslange Sucht – um DIE SUCHT aller Süchte schlechthin – und da hilft nur kalter Entzug bis das Ding tot ist! Wenn jemand eine andere Methode benutzt hat, die letztlich zum Ende des Zwangsdenkens führte, kann er sie mir gerne mitteilen – ich werde sie dann hier ergänzen. Natürlich gibt es keinerlei Garantie, dass das tatsächlich bei jemandem funktioniert. Man muss es versuchen, sich bemühen und dann wird man sehen.

Es muss GETAN werden, nicht gedacht oder eingeredet! Fass die Gedanken nicht mehr an, ignoriere sie, glaube ihnen nicht mehr, wende den Blick ab – und/oder töte sie mit einem konzentrierten Blick. Immer wieder, bis keiner mehr kommt. Schaue stattdessen dauerhaft nach innen in die leuchtende Schwärze, ruhe darin und und erkenne sie als STILLES ICH: “Sei still und wisse: Ich bin Gott“.

Wenn das lange (Jahre!) und konsequent durchgehalten wird, dann kommen irgendwann keine Gedanken mehr oder nur noch selten und vereinzelt – so ist das hier. Das ist aber auch nicht immer gleich – manchmal kommt stundenlang gar nichts hoch, dann kommen ein paar Gedanken, die sich aber nicht aufdrängen und sofort wieder verschwinden, wenn sie nicht beachtet werden. Es ist auch möglich, konzentriert und unabgelenkt zu denken – aber das ist immer verbunden mit der gezielten Hinwendung auf ein bestimmtes, zu behandelndes Thema. Zerstreutes, chaotisches Denken existiert hier nicht mehr.

Unten sind YT-Videos von David Hawkins aufgelistet, in denen es um den Mind geht. Vielleicht brauchen manche eine andere Sprache, als ich sie benutze, um zu begreifen, dass das, was hier schon seit Jahren behandelt wird, wirklich stimmt: “Halte Deine geistige Klappe!” Warum? Weil UNTER dem dichten Gedankenfilz das ist, was DU bist: Die göttliche STILLE, der FRIEDEN, das NICHTS = ALLES!

Das trifft nicht nur auf die Gedankenform zu, sondern auf jede Form: Dahinter oder darunter ist die Wirklichkeit zu finden. Der Kundige “sieht” sie direkt, als “eine Andeutung von Schwärze“, wie ein “schwarzer Rand“, der “dahinter” hervorlugt. Es ist keinSehen mit den Augen” – es ist ein inneres “Ahnungs-Sehen“, ein sicheres, inneres “Gewissheits-Gefühl“. Wird Schwärze mit dem “Bewusstseins-Feld“, also mit “ich selbst” identifiziert, sieht man überall nur noch sich selbst.

Zitate von David Hawkins: Quelle1, Quelle2

Context = Hintergrundbewusstsein, Stille,  Content = Subjekte und Objekte darin.