Arbeit, die nutzt und Arbeit, die nichts nutzt

Es gibt Arbeit, die etwas nutzt und Arbeit, die nichts nutzt. Arbeit, die etwas nutzt, besteht darin, dass ich etwas produziere, das von anderen beachtet und gekauft wird. Wenn man es unentgeltlich tut, muss aber zumindest das Interesse dazu da sein – was man als „idealistischen Lohn“ bezeichnen kann.

Arbeit, die nichts nutzt, ist jene, für die keinerlei Markt vorhanden ist. Im Falle der Verbreitung von Informationen bedeutet das, dass sich keine Sau dafür interessiert, was ich zu sagen habe. Das dann immer weiter zu tun, obwohl man die Sinnlosigkeit erkannt hat, kann man getrost „hochgradige Selbstverarschung“ nennen.

Ich war selbst jahrelang (2009-2013) auf dem Trip, andere unbedingt von dem überzeugen zu wollen, was ich selbst als die Wahrheit erkannt hatte. Nur – es hat praktisch niemanden interessiert. Zwar gab es täglich etwa 5000-10000 Aufrufe – aber was heißt das schon, wenn es immer die gleichen sind? Verdient habe ich dabei praktisch nichts – nach Abzug der Steuern kam ich auf einen „Stunden-Lohn“ von vielleicht 5-10 Cents.

Der eigentliche Impuls, damit aufzuhören, kam von innen – aber zusätzlich hatte sich in mir langsam die Erkenntnis gebildet, dass das alles für den Arsch ist, was ich da tat. Wenn man so etwas macht, dann muss man das richtig aufziehen. Entweder man macht ein komplettes Magazin mit mehreren Leuten und zieht das kommerziell auf, mit einem realistischen Geschäftsmodell – oder man lässt es einfach. Ich wählte das Letztere und schreibe jetzt nur noch über das, was sich in mir tut, nicht über das, was sich „außerhalb“ von mir tut.

Ich bin einfach nicht mehr bereit, mein Leben dafür zu opfern, den Menschen in diesem Land die äußere Wahrheit zu erzählen – wenn die das gar nicht wollen. Wenn das anders wäre, wenn sich tatsächlich signifikante Anteile der Bevölkerung interessieren würden, dann könnte man auch unentgeltlich arbeiten. Aber wenn das niemand wissen will? Völlig sinnlos! So blöd war ich einmal – das ist vorbei!

Die deutsche Gesellschaft wird den Preis dafür bezahlen müssen, dass sie so ignorant und obrigkeitsgläubig ist. Das gilt natürlich auf für jene Menschen, welche die Wahrheit sehen und sogar versucht haben, sie unter die Leute zu bringen. Aber das ist nicht zu ändern – außer durch Auswanderung.

Leider wird sich auch nach der mit großer Sicherheit stattfindenden „Bezahlung“ im deutschen Volk nichts ändern! Warum? Weil die Deutschen ein Volk von unbewussten Obrigkeitsgläubigen sind und um etwas zu ändern, müssten sie erst einmal ihre Unbewusstheit ablegen. Das funktioniert aber leider nicht, denn Bewusstheit kann man nicht von außen in einem Menschen erzeugen – sie muss von innen heraus wachsen.

Ein „Innen“ gibt es aber bei Unbewussten nicht und zwar solange nicht, wie keine Bewusstheit da ist – das ist eine Katze, die sich in den eigenen Schwanz beißt. „Etwas“ muss sich in einem Menschen tun, „etwas“ muss erwachen, damit Bewusstheit die Unbewusstheit verdrängen kann und das geschieht immer nur Einzelnen, niemals einer Masse. Somit muss man sich sofort wieder davon verabschieden, dass hier im großen Rahmen irgend etwas besser werden könnte.

Genau darum schrieb ich auch gestern, dass man den Zustand der Gesellschaft und der Menschen ignorieren muss, um überleben zu können. Es schadet nichts, sich zu informieren – aber man darf das nicht exzessiv tun, sondern nur „mild“ – so dass man informiert ist aber nicht in eine Negativspirale hineingezogen wird. Wenn man das mit schönen und wertigen Eindrücken ausbalanciert, bleibt man innerlich gesund und heil. Und geistige Gesundheit ist in meinen Augen so ziemlich das Wichtigste – noch wichtiger, als körperliche Gesundheit. Niemand stirbt von einem gebrochenen Bein oder von chronischem Husten – aber Depressionen oder völlige Aussichtslosigkeit können einen Menschen umbringen…

Das Thema kam in mir hoch, als ich gerade ein Video von GLR gesehen habe, der sich ebenfalls gerade mit diesem Thema beschäftigt. Und so etwas kann ich immer am besten verarbeiten, wenn ich es aufschreibe.