Governments Will Rob Your Savings Account

Alasdair Macleod verdreht die Augen und sagt: Every major Centralbank are believing, that Inflation is transitory and will turn to target.

Was für Idioten! Wenn ich 100 weiße Murmeln (Geld) im Wert von jeweils 1 habe und 100 schwarze Murmeln (Ware) im Wert von jeweils 1, dann ergibt sich ein Gleichgewichtspreis von 1:1. Eine weiße Murmel kauft eine schwarze.

Das weiß jedes Kind, das einmal mit anderen Kindern Murmeln gespielt hat und versucht hat, eine  seltenere Murmel einzutauschen. Es muss dann mehr als eine weniger seltene Murmel geben (bezahlen), um eine seltene Murmel zu bekommen.

Wenn ich die Anzahl der weißen Murmeln (Geld) erhöhe, merken die Menschen das irgendwann und die Produzenten erhöhen die Preise. Das setzt sich solange fort, bis die Anzahl der weißen Murmeln (Geld) vielleicht 10-, 100, 1000-, oder 1-Mio-mal so groß ist, wie die Anzahl der schwarzen Murmeln (Waren).

Schließlich merken die Menschen irgendwann, dass sie mit Schubkarren zum Einkaufen fahren müssen und dass das “Geld” am Abend nur noch halb soviel kauft, wie am Morgen. Kurz bevor das passiert, haben die Menschen das Vertrauen in die Währung komplett verloren, was den Preisanstieg zusätzlich befeuert. Die Leute werden immer schneller immer mehr kaufen, um der galoppierenden Geldentwertung zu entgehen.

Um in dieser Phase der Bevölkerung und den Unternehmen das benötigte “Geld” zur Verfügung zu stellen, muss die Geldmenge (Anzahl weiße Murmeln) immer schneller erhöht (inflationiert) werden. Das nennt man Hyperinflation (hyperinflationäre Ausdehnung der Geldmenge). Wer kann, wird dann auf Tauschhandel umsteigen, im und nach dem WW2 waren das zB Zigaretten.


Warum kann man ein bereits weitgehend inflationiertes Papiergeldsystem nicht mehr auf eine “normale Inflation” zurück bringen? Weil ein ungedecktes Papiergeldsystem dringend die ständige Ausdehnung der Geldmenge benötigt, damit es nicht kollabiert. Das liegt an den Zinsen, die nicht mit erzeugt werden, aber trotzdem weiter gezahlt werden müssen.

Ein stark vereinfachtes Beispiel kann das zeigen:

Angenommen auf einer Insel leben vier Menschen, die Tauschhandel treiben. Da kommt einer vom Festland daher und schlägt vor: Nehmt doch ein einheitliches Tauschmittel. Jeder bekommt von mir zehn Papiergeld-Scheine (wertloser Zettel), auf dem der Wert “1” aufgedruckt wird. Ihr handelt damit und am Jahresende komme ich wieder und hole mir von jedem Darlehnsnehmer für je 10 verliehene Papiergeld-Scheine einen als Zins.

Die Leute handeln ein Jahr lang miteinander und aufgrund des unterschiedlichen Fleißes und der unterschiedlichen Fähigkeit zu handeln, sieht die Vermögens-Verteilung unter den 4 Insel-Bewohnern am Jahresende so aus:

  1. Bewohner hat 1 Geldschein
  2. 5 Geldscheine
  3. 12
  4. 22

Der Papiergeld-Geber (Bank) kommt und holt sich den Zins ab, was dazu führt, dass jeder Bewohner anschließend einen Geldschein weniger hat. Der erste Bewohner besitzt dann keinen Papiergeld-Schein mehr – worauf der Geldgeber sagt: Ich kann dir weitere zehn Geldscheine leihen, dafür nehme ich dann am Jahresende 2 Papiergeld-Scheine als Zins für die 20 an Dich verliehenen Scheine.

Der Zins wird nicht aber nicht mit erzeugt und muss dann von dem am wenigsten fleißigen und untalentiertesten Händler vom Papiergeld-Geber (Bank) neu geliehen werden. Dann sind auf der Insel aber statt 40 Scheine nun 45 Scheine im Umlauf (40 ursprünglich – 5 Zins = 35 + 10 neu verliehen = 45). Das geht dann immer so weiter. Das ist Geldmengenausweitung oder Inflation.

Es gibt mehrere Arten, die Geldmenge zu erhöhen:

  1. Bank-Darlehen gegen Sicherheiten zum Konsum oder zur Investition (Giralgeld-Schöpfung)
  2. Das Drucken von physischen Geldscheinen durch die Zentralbanken
  3. Der Verkauf von Schuldscheinen (Treasuries, Bonds, etc.) durch Staaten gegen Zins

Aufgrund der Inflationierung / Ausdehnung der Geldmenge, erhöhen sich die Warenpreise immer wieder auf einen neuen Gleichgewichtspreis:

Anzahl zur Verfügung stehender Geldeinheiten : Anzahl zur Verfügung stehender Wareneinheiten.