Erdgas für Energie und Nahrungsmittel oder ‚Liberale Weltordnung‘

Bekanntlich versuchen die USA seit Jahren die Nordstream Pipeline aus Russland nach Europa und insbesondere nach Deutschland zu verhindern. Mit dem Sanktionsregime, das von Washington gefordert wird und von Brüssel freudig mitgetragen wird, scheint der Erfolg nahe. Die Auswirkung auf die Arbeitsplätze, Wirtschaft und vor allem auf die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln werden katastrophal sein.
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Gas wird fälschlich häufig nur als Energielieferant gesehen. Tatsächlich ist es aber aus vielen Produktionsprozessen nicht wegdenkbar. In der chemischen und pharmazeutischen Industrie dient es als Rohstoff für viele Produkte inklusive Medikamenten und Düngemittel. Das Handelsblatt hat vorgestern über die 10 Industrien berichtet, die am meisten betroffen sind – es sind so ziemlich alle.
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Wird Erdgas als Rohstoff eingesetzt, so ist es auch nicht so einfach durch Erdgas aus einer anderen Quelle ersetzbar. Dient es als Rohstoff zum Beispiel für ein Medikament, so muss der gesamte Prozess überarbeitet werden um ihn auf veränderte Inhaltsstoffe umzustellen. Im Gaskraftwerk wird das jedoch kein Problem sein, in einem Ölkraftwerk dagegen sehr wohl.
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Besonders kritisch wird es, wenn Nahrungsmittel betroffen sind. Ohne Düngemittel, die man entweder aus Gas produziert oder aus Russland importiert, sowie die diversen Herbizide, Pestizide etc., fällt die Produktion in den Nicht-Bio-Betrieben in den Keller. Eine Umstellung auf Bio dauert mindestens zwei bis drei Jahre, denn die Böden sind tot, dort erst wieder Bodenleben zu schaffen, dauert. [Weiterlesen]


Ich bin mir sehr sicher, dass die überwiegende Mehrheit der medial fehlgeleiteten Deutschen, fordern werden, Putin weiter zu sanktionieren – bis sie wirklich frieren, hungern und dürsten. Dann werden sie schreien und Krieg fordern, denn man wird ihnen weiterhin sagen, dass “Putin” an allem Schuld ist.

Jedoch wird kaum einer anfangen, darüber nachzudenken und nachzuforschen, wer wirklich an diesem Desaster schuld ist: nämlich die USA/NATO, die 2014 die rechtmäßig gewählte ukrainische Regierung weg putschte. Das Folgeregime wurde von der NATO beraten, militärisch aufgerüstet und begann die russischsprachige Bevölkerung im Donbass zu verfolgen, zu beschießen und zu bombardieren.

Hätte Russland die mexikanische Regierung weggeputscht, wäre die USA am nächsten Tag dort einmaschiert – und die NATO-Staaten hätten Beifall geklatscht. Es kommt bei den US-Vasallen-Staaten eben immer darauf an, wer etwas tut, nicht was getan wird.