Die Weltsicht der Veden

Das geltende Geschichts-Verständnis geht von einer zielgerichteten Vorwärts-Entwicklung vom Steinzeit-Menschen zum modernen Homo-Sapiens Sapiens als momentanen Gipfelpunkt aus. Diese Vorstellung hat sich so sehr in unser Denken eingeprägt, dass wir schon gar nicht mehr auf die Idee kommen, sie in Frage zu stellen. Dies könnte allerdings ein Fehler sein.

Giorgio de Santillana, früherer Professor für Wissenschaftsgeschichte am Massachusetts Institute of Technology (MIT) schrieb in seinem wegweisenden Werk “Hamlet’s Mill“, dass die meisten alten Kulturen glaubten, Geschichte und Bewusstsein entwickelten sich nicht linear, sondern zyklisch, mit sich wiederholenden Auf- und Abwärts-Perioden. Taktgeber dafür sei die Kreiselbewegung der Erde von rund 27.500 Jahren, die sogenannte “Präzession” oder “Das große Jahr“. [Weiterlesen]

Offenbar gibt es mit der Länge eines Welt-Zyklus Unstimmigkeiten – er reicht von 24.000 Jahre bis 27.500 Jahre. Aber das ist eher als untergeordnet zu betrachten. Für normal bzw. materialistisch denkende Menschen muss so eine Vorstellung als völlig widersinnig erscheinen. Ich sehe “die Welt” aber als virtuelle Erscheinung – und da wären zyklische Durchläufe zur Weiterentwicklung durchaus vorstellbar. In der IT gibt es das auch: in Form der zyklischen Entwicklung von Software.