Anatta und Nicht-Dualität

Heute Nacht im Bett, war die Erfahrung von Anatta (An-Atman, Nicht-Selbst) und Nicht-Dualität extrem stark. Es war wie ein Gewitter von lokalen Punkten, die gleichzeitig und nacheinander aufpoppten und wieder verschwanden. Jeder dieser Punkte war “ich-unpersönlich“.

Das Bewusstsein an der Stelle des Punktes, das faktisch der Punkt ist, fühlt sich exakt genauso an, wie das “im Kopf” – und zwar bei allen 5 Sinneskanälen. Also bei einem Druckgefühl im Arm oder Bein, bei einem Geruch, einem Ton, einem Bild etc.

Es ist dabei vollkommen klar, dass es kein Riechen ist, sondern Geruch, kein Sehen, sondern ein Bild, kein Hören, sondern ein Ton, etc. Jeder Punkt ist unabhängig von allen anderen aber alle sind miteinander vernetzt. Die ankommenden Daten werden jedoch so vom Gehirn umgedeutet, als wäre da ein kompakter Körper, der riecht, sieht und hört.

Die Vernetzung kann ebenfalls erfahren werden – das heißt, dass das Gefühl des Punktes auf der Strecke zwischen dem Punkt und dem Körper überall vorhanden ist. Das fühlt sich an, wie eine eng begrenzte, langgezogene “Verdichtung” zwischen zB Geräusch und Körper, die solange da ist, wie der Punkt. Sobald der Punkt (Geräusch) vergeht, löst sich auch die Verdichtung auf. was aber nicht bedeuten muss, dass die Verbindung tatsächlich weg ist – nur das Gefühl dafür ist weg.

Was ist also wirklich da? Sechs Sinneskanäle (punktuell und temporär aufpoppende Sinnes-Bewusstseine) (inklusive Mind) und sonst nichts.

Das Ganze wirkt nur deshalb so kompakt und dauerhaft, weil praktisch immer etwas hoch kommt: der Nada (12,5 KHz-Rauschen), Blut fließt, Herzschlag, Atmung, Flüssigkeiten fließen oder gluckern, Verdauungsgeräusche, furzen, aufstoßen, etc. So ein Körper ist sehr geschäftig, es kommt also kaum jemals vor, dass nichts aufpoppt.

Mit genügend Auflösung ist aber eindeutig erkennbar, dass es kein dauerhaftes Feld gibt, in dem etwas aufpoppt – das dezentrale, temporäre Aufpoppen wird nur als Feld interpretiert. Schöpfung ist immer nur kurzzeitig und punktuell – aber an ganz vielen Punkten gleichzeitig – die alle miteinander vernetzt sind.

Man könnte sich das vorstellen, wie eine dreidimensionale Matrix, in der ununterbrochen Pixel aufblitzen und wieder verlöschen. Und jeder Pixel-Punkt ist mit allen anderen vernetzt, so dass alle Daten an jedem Punkt vorhanden sind. So funktioniert zB ein Hologramm.