Wie kann man trotz “C” ein angenehmes Leben führen?

Wie kann man sich dem ganzen Theater emotional entziehen, um trotzdem ein angenehmes Leben zu haben? Hier ist das ganz einfach – ich muss nur das sein, was ich wirklich bin – reines Bewusstsein. Dort gibt es kein Leid, nur Stille, Frieden, Freiheit und geistige Gesundheit.

Wie machen das normale Menschen? Sich nicht mit dem Mist beschäftigen – und nur ihr eigenes Ding machen und sich daran erfreuen.

Das endet aber spätestens an der nächsten Ladentüre – denn dann muss sich jeder damit beschäftigen, da dann eine Maske aufgesetzt werden muss – oder sich mit dem Ladenpersonal und maskentragenden Einkäufern auseinandergesetzt werden muss. Mit anderen Worten: Menschen ohne die Fähigkeit sich bewusst in der Stille zu halten, können sich dem nicht entziehen und auch nicht dem daraus folgendem Leid.

Diese Fähigkeit kann ihnen auch nicht beigebracht werden, denn erst nach dem Durchgang durch das torlose Tor bzw. nach dem Übergang über den abgrundlosen Abgrund war die Stille und der Frieden dauerhaft da. Die Verhältnisse wurden innerhalb eines Sekundenbruchteils auf den Kopf gestellt: Vorher war Aufwand notwendig, um hinein zu kommen – nun ist Aufwand notwendig, um temporär heraus zu fallen.

Ich hatte das jahrelang versucht, indem ich auf den inneren Ton (Nada) hörte und dabei das Konzentrationsvermögen bis zum Extrem gesteigert – soweit, bis ich mich stundenlang darin halten konnte. Aber eben nicht dauerhaft. Erst nach der absoluten und restlosen Aufgabe aller Versuche und dem Eingeständnis, dass “ich es nicht kann” und mehrfacher “Bitte um Hilfe“, erfolgte ein Gnadenakt und die Versetzung über den Abgrund.

Von hier aus betrachtet ist das aber gar kein Abgrund und es schaut so aus, als ob jeder das ganz einfach erreichen könne – weil jeder DAS IST. Aber jeder, der selbst diesen Weg gegangen ist, weiß aus der Erfahrung und Erinnerung, wie lange das gedauert hat. Es gibt Fälle, da passiert das spontan ohne jede Vorbereitung in einem Sekundenbruchteil – aber in den meisten Fällen dauert es Jahrzehnte – wie hier auch.

Ich war mein ganzes Leben ein Suchender, wusste aber bis zum dreißigsten Lebensjahr nicht einmal, was ich genau suche. Erst danach konkretisierte sich das und erst am Tag meines 54. Geburtstages erfolgte die Transformation – oder vielmehr ab da begann sie – und sechs Jahre später dauert sie immer noch an.

Aus eigenen Versuchen weiß ich, dass es vollkommen aussichtslos ist, wenn ich versuche, das normalen Menschen zu erklären. Sie begreifen das nicht und für die meisten ist das nur ein Kuriosum, das man sich anhört oder liest – und das dann im wirbelnden Chaos der Gedanken und anderen Wahrnehmungen ganz schnell wieder vergessen wird.

Das Leben hat für jeden Punkt einen individuellen Weg vorgesehen, der nicht verlassen werden kann. Daher nennt sich das Lebens-Weg. Und wenn es für einen Punkt an der Zeit ist, dann wird etwas passieren, dann wird er fruchtbar und aufnahmefähig werden.

Wenn er fruchtbar geworden ist, dann werden sich plötzlich Dinge verändern, neue Situationen eintreten, Bücher erscheinen oder Menschen – und dann werden deren Einflüsse wie Samenkörner auf einen feuchten, durchlässigen und fruchtbaren Boden fallen, in dem sie sprießen und wachsen können.

Jedes Samenkorn, das auf die unfruchtbare, trockene Erde geworfen wird, verdorrt.

Darum spreche ich normalerweise auch nicht aktiv Menschen an, sondern schreibe nur in diesem Blog. Das ist passiv, hier lesen nur Leute, die wissen, was sie hier erwartet. Und wenn sie das nicht wollen, dann gehen sie ganz schnell weg – sie werden davon abgestoßen. Aber da das passiv ist, bin ich nicht daran beteiligt. Die Informationen sind da – sie sind praktisch weltweit überall vorhanden – aber es werden nur die Menschen dahin geführt, die dafür geeignet sind. Alle anderen, die zufällig dahin geraten sind, fliehen schnellstens.

Das Leben selbst beinhaltet die Informationen zur Selbsterkenntnis – es IST diese Informationen. Und wenn sie irgendwo nicht physisch auffindbar sind, dann werden sie entweder bereitgestellt oder derjenige, der danach sucht, ist noch nicht bereit. Genauso habe ich das immer und immer wieder erlebt. Und nach Rücksprache mit anderen Menschen, die ähnliches erlebten, war das bei ihnen auch so oder ähnlich.

Jeder muss selbst sehen, was spontan entsteht und wie sich das für ihn anfühlt. Hier hat sich herausgestellt, dass die passive Art die Beste ist und solange sich an diesem Gefühl nichts ändert, und die Texte spontan von selbst entstehen, bleibt das auch so. Vielleicht hört das Schreiben irgendwann auch von selbst wieder auf…