Einflussnahme oder nicht

Der Blick auf die Regierungsform ist nicht zielführend, um zu erkennen, ob Einfluss besteht oder nicht.

Unabhängig von der Regierungsform, gibt es in jeder Gesellschaft eine ungeheure Masse an Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen. Wenn die Masse der Bevölkerung obrigkeitshörig ist, dann kann es niemals gelingen, die Masse zu beeinflussen, solange diese das nicht will. Genauso kann man die Regierung oder die Gesetzgebung nicht durch “demokratische Mittel” beseitigen – wenn die Masse obrigkeitsgläubig ist und die Regierung und deren Handlungen stützt.

Es ist allerdings auch linear gedacht, zu glauben, dass hier nichts unvorhergesehenes passieren könnte. Prinzipiell kann jederzeit alles passieren – aber das kann nicht von einem einzelnen Punkt oder einzelnen Punkten “entschieden” oder “gemacht” werden, sondern nur durch eine unvorhersehbare “spontane Bewegung” der Ganzheit.

Man könnte das so sehen, wie einen Vulkan, kurz vor dem Ausbruch. Solange der Deckel auf dem Magmakanal intakt ist, wird nichts passieren. Erst dann, wenn irgend etwas passiert, was nicht unbedingt direkt mit dem Vulkan zu tun haben muss, zB ein Erdstoß, der den Magmadeckel lockert, kann die unter einem extremen Druck stehende Magma-Masse explosiv nach außen entweichen. Das ist dann ein Flip in nahezu Nullzeit: Ruhe – Erdstoß – Bumm – Ausbruch.

Das oben Genannte hat aber nichts mit der Befindlichkeit eines Menschen zu tun. Wenn die Energien und der Verstand balanciert sind und es keine bewussten Beeinflussungsversuche gibt, sondern nur das, was spontan passiert – dann ist es völlig gleichgültig, welche Umstände herrschen. “So einer” kann in allen möglichen Umständen leben, ohne zu leiden. Das hat nichts damit zu tun, dass Schwierigkeiten aufkommen – das gehört zum Leben dazu. Aber an Schwierigkeiten muss man nicht leiden.