Warum schreibe ich überhaupt noch über den Scheiß?

Nicht weil ich glaube, etwas bewegen zu können, dafür ist die Reichweite dieses Blogs viel zu gering – und die Beharrungskräfte in den Gehirnen aufgrund der kognitiven Dissonanz viel zu groß.

Ich sage einfach laut und deutlich, was ich sehe. Mehr nicht.

Wenn das jeder macht, dann ändert sich etwas – wenn das nur wenige machen ändert sich nichts. Soll ich aber, nur, weil das nur wenige machen, damit aufhören? Dann ist es ja einer weniger, also noch unwirksamer.

Es gibt Stimmen, die sagen, dass man sich dadurch dahinein ziehen lässt und emotional leidet. Das stimmt dann, wenn jemand nicht in der Lage ist, den Verstand zu kontrollieren. Es ist hier möglich, auf dem Verstand zu “spielen“, wie auf einem Musikinstrument. Wenn sich ein Misston ergibt, oder die Melodie sich nicht “schön” anfühlt, dann wird das gesehen und die Melodie ändert sich.  Entsprechend ändern sich dann auch die davon getriggerten Emotionen.

Das hört sich an, wie Manipulation, ist aber nichts anderes, als wenn der Körper sich auf einen spitzen Stein oder Nagel setzt, das merkt und 20 Zentimeter weiter auf weiches Moos rutscht. Wenn diese Verlagerung möglich ist, dann kann man alles machen, ohne dabei zu leiden. Leiden basiert immer auf “Selbstverletzung“. Lässt man das, indem man sich “neben den Nagel setzt“, gibt es kein Leid.

Meistens funktioniert es sogar noch anders: Es kommen oft gar keine Gedanken hoch. Irgend etwas passiert und dann erfolgt eine automatische Reaktion, ohne dass gesagt werden kann, woher oder warum – solange nicht darüber nachgedacht wird.

Es ist sicherlich richtig, dass es Spuren hinterlässt, wenn man Texte liest oder Videos schaut. Aber auch dafür hat die Natur gesorgt: Ohne Gedanken kein Zugriff auf das Gedächtnis. Und ohne Gedächtnis ist unbekannt, was gerade gelesen oder gesehen wurde. Auch das hört sich komisch an, weil die meisten Menschen anders funktionieren – die erinnern sich ständig an beinahe alles. Viele haben zudem ständig Bilder im Kopf.

Das ist hier nicht so. Hier ist ständig Dunkelheit und Stille. Und nur dann, wenn es nötig ist, wenn Gedanken “gemacht” werden, sind da innere Worte – ansonsten nicht. Es ist unbekannt, warum das so ist – aber es ist ein perfekter Zustand: Unendlich weit ausgedehnte Stille und Frieden und ein Meer von vibrierenden Leuchtpunkten.