Belastet das Lesen eines Artikels?

Belastet das Lesen eines Artikels? Nur dann, wenn eine kritische gedankliche Beschäftigung damit stattfindet. Wenn der Leseprozess nichts anderes ist, als zB das Hören von Vogelgezwitscher, dann kann selbst die Lektüre eines blutigen Massenmordes absolut nichts ausrichten.

Sobald aber der Verstand einsetzt – oder besser – sobald an dem Gelesenen angehaftet wird, was den Verstand auf den Plan ruft – dann fängt der schmerzhafte Denkprozess an. Dieser kann zwar (zumindest hier) jederzeit abgebrochen werden oder man schaut die Gedanken einfach als neutrale Geräusche an – aber meistens ist schon ein Teil des Schmerzes empfunden worden.

Es ist also keinesfalls so, dass irgendwelche Wahrnehmungen oder Lektüren per se schmerzhaft sind. Sie sind nur dann schmerzhaft, wenn da einer ist, dem sie nicht gefallen oder der sich aus anderen Gründen dagegen wehrt oder daran fest hält. Das ist keine Theorie – das wird hier ständig so erlebt.

Hinzu kommt, dass jeder, der bewusst genug ist, sehr genau weiß, ob das Gelesene der Wahrheit entspricht oder nicht. Dazu muss nicht nachgedacht werden – das ist ein absolut klares Gefühl, das oft bereits beim ersten Satz auftritt – manchmal schon bei der Überschrift oder bereits beim Öffnen des Artikels.

Über einen Lügenartikel der “Qualitätspresse” braucht man sich schon gar nicht aufzuregen. Das sind doch nur “Kinder“, die sich hier auslassen und nicht wissen, dass man nur auf ihre Schreibe zu schauen braucht, um ihre Intention zu erkennen. Gleiches gilt auch für “Politiker” – ein Wort und der Kundige weiß.

Natürlich ist es so, dass die Situation in Deutschland keinesfalls einer Idealvorstellung entspricht, noch nicht einmal einer Minimalvorstellung. Aber als Einzelner kann man nur in seinem Bereich das leben, was da ist – und das ist eben das, was sich jetzt zeigt. Wer damit nicht klar kommt, der muss das lernen.

Das heißt natürlich nicht, dass nichts getan werden kann – wenn ein entsprechender Impuls kommt, dann drückt er sich aus. Aber immer ohne Erwartung – denn dieser Impuls ist nur einer von potentiell 81 Millionen.

Das gilt natürlich nicht im Falle eines Multi-Milliardärs – der kauft sich, was er haben will – auch Medien, Wissenschaftler und Politiker. Und da die Masse von Angst, Besorgnis und Gier getrieben ist, wie man aktuell sehr deutlich sehen kann, ist dagegen kaum etwas auszurichten.

Eine Stimme kann noch so gut, brillant und eloquent sein – wenn sie nicht gehört wird – verklingt sie im Wind. Aber trotzdem hat das eine Wirkung, denn alles ist mit allem verbunden und beeinflusst sich gegenseitig – auch wenn das nicht mit einem Sinneskanal erfasst werden kann.