Grundsätzlich kann alles passieren

Grundsätzlich kann alles passieren – auch Dinge, für die es scheinbar keine Erklärung gibt. Von daher kann man sich nie sicher sein, dass etwas passieren wird – oder dass etwas nicht passieren wird.

Aber das ist letztlich gleichgültig, denn es passiert oder passiert nicht – auch ohne, dass “ich” hinschaue. Ich spiele weder PC-Spiele, lese keine Zeitungen, keine gesellschaftlichen und politischen Artikel im Internet und kümmere mich auch nicht um Dinge, die mich nicht direkt etwas angehen. Wenn mein Auto kaputt geht, werde ich es reparieren oder zur Werkstatt bringen – zumindest war es bisher immer so. Aber wenn das Auto des Nachbarn kaputt geht, dann geht mich das nichts an, außer er bittet mich um Hilfe.

Wenn irgendein politisches oder religiöses Oberhaupt einen mentalen Furz lässt, werden ihn die Umstehenden zu spüren bekommen – was vollkommen ausreicht, um den Furz zu erzeugen. Meine Aufmerksamkeit wird dazu nicht benötigt. Und da es hier weder einen “äußeren“, noch “inneren” Antrieb dazu gibt, die Aufmerksamkeit auf dieses Zeug zu richten, läuft das alles an mir vorbei, ohne es zu bemerken. Das ist Freiheit von medialem Müll und von dem Zwang, ihn konsumieren zu müssen.

Wenn es neue gesetzliche Regularien gibt, die beachtet werden müssen, wird sich das schon bis hierher durchschlagen. Solange das nicht der Fall ist, geht mich der Output des medialen Irrenhauses nichts an. Schließlich interessiere ich mich auch nicht dafür, ob die Ampel, die 300 Meter von meinem Büro entfernt ist, gerade rot, orange oder grün anzeigt – solange ich nicht mit dem Auto darauf zufahre.

Alles, was nicht hier und jetzt wichtig und relevant ist, das ist für mich schlicht und einfach Informationsmüll. So etwas wird umgehend umgeleitet in dev/null. Seit 11/2014 denkt es einfach nicht mehr über solchen Müll nach und giert auch nicht danach. Es geht mir hervorragend damit, es fühlt sich buchstäblich an, wie im Himmel. Kein Vergleich zu früher, als jeder Mist – oft auch uraltes Zeug – tausende von Malen durchgekaut wurde – wie eine Kuh, die das Gras von gestern stundenlang wiederkäut. Dafür bin ich sehr dankbar.