Programmiermaschine

Die Gesellschaft, so wie wir sie wahrnehmen ist nicht das, als was sie erscheint. Es sieht so aus, als ob die einzelnen Menschen zu dieser Gesellschaft beitragen, sie quasi bilden, dass die Gesellschaft aus den aktiven Menschen besteht. Nichts könnte falscher sein!

Die Gesellschaft“ ist in Wirklichkeit eine Maschine zur Herstellung und Aufrechterhaltung von Machtstrukturen. Und die Art und Weise, wie diese Maschine das macht, ist, indem sie sich in noch nicht entwickelte, kindliche Gehirne einnistet und dort die Struktur der Gesellschaft imitiert. Im Prinzip ist das, wie „Copy & Paste“ in der Computertechnik. Die Eltern tun das, indem sie dem Kind ihr Verhalten vorleben und, wenn das Kind etwas „schwer von Begriff“ ist, das durch vielmalige Erklärungen und im Bedarf auch durch „leichte Schläge auf den Hinterkopf„, zu ergänzen.

Das funktioniert, weil das Gehirn außerordentlich plastisch ist – es orientiert sich einfach an ständig auftretenden Reizen und gruppiert seine neuronalen Strukturen so, dass es derart auf diese Reize reagiert, dass es von außen Bestätigung erhält.

Das bedeutet, dass „ein Deutscher“ ein Mensch ist, dessen Gehirn so strukturiert ist, dass es „einen Deutschen“ darstellen kann. Und da heutzutage ein „guter Deutscher“ ausschließlich derjenige ist, der sich von „Nicht-Deutschen“ ohne Gegenwehr schlagen und vergewaltigen lässt, sein Land wegnehmen lässt und sie auch noch klaglos finanziert – und freudig zustimmt, dass immer noch mehr dieser Menschen nach „Deutschland“ kommen – ist die Mehrheit genau so.

Warum? Weil jeder ein „guter Deutscher“ sein will, weil nur das der Sinn seiner armseligen Existenz ist und weil er, wenn er dieses Verhalten nicht adaptiert, alles verliert, was er zu besitzen glaubt: Den gesellschaftlichen Rückhalt von Schafen, die in einem stinkenden Stall leben und sich gegenseitig wärmen und erzählen, wie schön es hier ist und wie stolz wir sein dürfen, ein „gut angepasstes und produktives Mitglied der Gesellschaft“ zu sein. Aber „der da drüben„, dieser asoziale Nazi, dieser „AfD-ling“ – der will nicht geschlagen werden, der wehrt sich, der will diese „armen Flüchtlinge“ nicht finanzieren und sagt das auch noch – das ist eine braune Sau! Genau das ist die gegenwärtige Gesellschaft in Aktion!

Wie sollen solche, vollständig angepassten, „deutsche Mitläufer- und Bahnhofswinker-Gehirne“ in einen anderen Modus gebracht werden können? Gar nicht! Um einen „Deutschen“ zu reprogrammieren, müsste man ihm dem Zugriff der Gesellschaft (dynamische Programmiermaschine) entziehen, dann die alten Inhalte zerstören, ihn damit vollkommen entleeren und dann seine neuronale Struktur neu anordnen (programmieren). Es ist wesentlich einfacher, ihn zu erschießen!

Es ist also vollkommen sinnlos, sich an derart programmierte Gehirne zu wenden, mit der Aufforderung, dass sie doch bitte etwas anderes tun mögen, als das, was sie jetzt tun. Das ist so ähnlich, wie zu seiner Brotschneidemaschine zu sagen: „Mach mir bitte einen Scheibe heißen Toast„. Die versteht noch nicht einmal den Befehl und selbst, wenn sie ihn verstünde, könnte sie ihn nicht ausführen – denn sie hat eine vollständig andere mechanische Struktur, als ein Toaster. Und die „heutigen Deutschen“ haben eine vollständig andere neuronale Gehirn-Struktur als die Deutschen vor 50 Jahren.

Um einen „deutschen“ Menschen zu reprogrammieren, muss man den „Deutschen“ in ihm vernichten, damit der nackte Mensch übrig bleibt – und anschließend sein Gehirn anders organisieren. Diesen Vorgang nennt man Gehirnwäsche. Mit Blogbeiträgen oder Videos ist das niemals zu erreichen, genausowenig wie mit Gedichtbänden, Gemälden oder einer Kalaschnikow.

Es ist die Gesellschaft – die gesellschaftliche Programmiermaschine – die sich ihre angepassten Mitglieder selbst schafft – nicht umgekehrt. Und es ist vollkommen ausgeschlossen, dass ein Neugeborenes in einer Gesellschaft richtig funktionieren könnte, wenn man es vor dieser Programmierung schützen würde. Du musst erst den ganzen Dreck fressen, dann eine Weile damit dahinvegetieren, schließlich spüren, dass Du so nicht mehr existieren kannst, die Bremse reinhauen, das Lenkrad um 180 Grad drehen und den ganzen Weg rückwärts zurücklegen – damit Du am Ende wieder das unbelastete Kleinkind bist, das Du ursprünglich warst: Im tiefsten Frieden mit Dir selbst. Was nötig ist, ist neuronale Regression, Rückschritt, nicht Fortschritt.

Das ist der Weg und es geht nicht anders herum und es ist niemals möglich, das mit vielen Menschen gleichzeitig zu machen, denn dann würde die gesellschaftliche Denkstruktur zerbrechen und das wird sie niemals zulassen. Da sie aus reinen Vorstellungen besteht, ist sie noch plastischer als die neuronalen Strukturen und sie wird es immer schaffen, sich selbst zu erhalten und in sämtliche kindlichen Gehirne einzupflanzen.

Und auch die Außenstehenden müssen sich an diese Struktur anpassen. Denn, wenn Du die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln und Gesetze nicht beachtest und übertrittst – dann wird sie Dich vernichten – außer Du gehörst zu einer bevorzugten Gruppe.

Alleine nur das zu erkennen, wirklich durch und durch zu erkennen, macht Dich vollständig unfähig, weiterhin ein williges Mitglied dieser Gesellschaft zu sein. Aber das kannst Du nur, wenn Deine neuronale Strunktur schon mit dem Freiheits-Virus infiziert ist. Eine Mensch, dessen neuronale Struktur, diesen Virus noch nicht enthält, wird diese Art Wissen ignorieren müssen, denn es ist vollkommen anti-gesellschaftlich und greift die neuronale Denk-Struktur an, die er zu sein glaubt.

Genau das ist der Grund, warum Selbsterkenntnis-Texte an jeder Wand stehen könnten und niemand würde sie beachten – weil schon das Ernst-nehmen bedeuten würde, die eigene neuronale Struktur, die jeder zu sein glaubt, infrage zu stellen. Es darf nicht den geringsten Zweifel geben – denn das ganze Ding ist nichts als flüchtige Gedanken, produziert und gefärbt von neuronalen Strukturen, die jederzeit eine andere Form annehmen könnten. Genau darum ist eine ständige dynamische Beeinflussung notwendig – alle Mitglieder erhalten ununterbrochen Software-Updates – und die Kanäle, über die diese Updates gesendet werden, nennt man „Medien„.

Das Erschütterndste ist, dass auch „das Land der Dichter und Denker“ und „die germanische Kultur“ durch die gleiche Denkstruktur erzeugt wurde – sie hatte nur andere Inhalte und Ausprägungen. Mit anderen Worten: Bereits mit der ersten Gruppenbildung – mit der ersten Gruppe von Menschen, die irgendeine gemeinsame Identitätsbasis pflegten (Familie, Sippe, Stamm, Volk) – begann diese Denkstruktur. Diese Struktur ist eine dynamisch sich erhaltende und weiterentwickelnde Gruppenidentität.

Und diese muss alle menschlichen Impulse ihrer Mitglieder beeinflussen und steuern, um weiter existieren zu können. Jeder Einzelmensch, der zeigt, dass er ohne diesen Gruppenzwang existieren und glücklich sein kann ist eine Bedrohung, denn das ist echt und natürlich – die Gruppenidentität ist es nicht. Aber es ist völlig unmöglich, dass einer dieser Einzelmenschen die Gruppe jemals signifikant beeinflussen kann – einfach deshalb, weil die Reizmasse der Gruppe um ein Vielfaches größer ist, als die paar Reize, die von einem Einzelmenschen ausgehen. Genau daher kann die Gruppe ein paar Ausreißer dulden – aber niemals eine signifikante Menge. Wenn es zuviele werden, dann muss die Gruppe sie vernichten.

Es fällt aber unglaublich schwer, das zu sehen und zu akzeptieren – einfach deshalb, weil jeder durch seine eigenen mentalen und neuronalen Strukturen schaut und denkt: „Wenn ich das sehe und erkenne, müssen das doch auch alle anderen erkennen – ich muss es ihnen nur sagen„. Das ist aber eine Täuschung, eine Projektion, denn wenn das wirklich so wäre, wenn alle das realisieren könnten – dann gäbe es im gleichen Moment die Gruppe nicht mehr. Aber genau das ist unmöglich, weil die neuronale Struktur der Gruppenmitglieder die Gruppenstruktur ununterbrochen als mentalen Inhalt erzeugt.

Und um diese mentale Struktur zu erhalten, muss das Gehirn der Mitglieder nicht nur ständige Updates erhalten – es muss auch pausenlos denken – denn wenn es damit aufhört, gäbe es zwar die neuronale Struktur noch – aber es wäre kein von ihr produzierter Inhalt im Gehirn – es wäre leer davon – und damit hätte die Gesellschaftsstruktur in diesem Gehirn momentan aufgehört zu existieren.

Entleere Dein Gehirn von allen mentalen Inhalten – dann ist da nur noch ein Mensch aber kein „Deutscher“ mehr. Lässt Du die Strukturen wieder arbeiten, ist der Gesellschaftsmensch wieder da. Die neuronale Struktur kann abrupt aufgelöst werden – oder sich langsam wandeln, wenn man lange Perioden in bewusster, mentaler Inaktivität und Stille verbringt.

Übrigens machen Spitzensportler das gleiche: Ich hörte einmal in einer Doku, wie ein Skirennfahrer sagte, dass er sämtliche Gedanken, Emotionen und Gefühle ununterbrochen kontrollieren muss – ansonsten kann es passieren, dass irgend ein unbedachter Gedanke Angst triggert, was dazu führen kann, dass er bei 120 km/h auf der Rennpiste stürzt, was seinen Tod oder schwere Verletzungen nach sich ziehen würde. Die heutigen Sportler, sind im Prinzip nichts anderes, als mentale Artisten, die körperliche Bewegungen solange innerlich und äußerlich einstudieren, bis sie perfekt sind.

Dazu müssen sie ihre Gehirnfunktionen dynamisch so steuern, dass sie alle nicht benötigten Nervenbahnen und neuronale Verknüpfungen still legen und sich einzig auf die Hirnareale konzentrieren, in denen sie die Bewegungen steuern. Wenn das hundertprozentig gelingt, dann ist solch ein Sportler „im Fluss„, dann ist er eins mit sich selbst – und dann ist er zu ungeheuren Leistungen fähig. Er vergisst dann alles um sich herum – weil es nicht mehr mental bearbeitet wird – und nimmt nur noch das wahr, auf das er sich konzentriert.

Eine Hammerwerferin nannte das Loslassen des Hammers „einen Urknall erzeugen„. Sinngemäß: „Du siehst alles, den Hammer, die eigenen Bewegungen, selbst kleinste Muskelbewegungen, wie in Zeitlupe und mit höchster Präzision – und wenn Du den Hammer dann loslässt, in die Wirklichkeit entlässt, dann ist das, wie ein Urknall, wie wenn ein Universum geboren wird.

Ich kann das hundertprozentig nachempfinden, denn das ist im Prinzip das Gleiche, wie wenn ich innerlich vollkommen still und friedlich werde und beginne zu FÜHLEN: Ich schalte das gesamte Gehirn ab – bis auf bestimmte Areale und das funktioniert nur, wenn ich exakt fühle, was ich da tue. STILLE und FRIEDEN ist nicht nur mentale Inaktivität – sie ist viel mehr – aber das kann man nicht wirklich erklären – das kann man nur SEIN und FÜHLEN.

Warum? Weil Erklärungen auf Bewegung basieren und Stille und Frieden auf vollkommener Unbeweglichkeit.

Das Ganze hat nicht das geringste mit irgendeiner Religion zu tun, da ist nichts „heiliges“ – es ist lediglich die nackte Existenz an sich, die man da fühlt. Die Religions-Fuzzis und sämtliche Gurus leben nur davon, dass die Menschen normalerweise nicht aus ihrer Denkstruktur ausbrechen können. Was letztlich auch nicht aktiv funktioniert, weil das Denken ja schon Aktivität ist. Man kann nur passiv ausbrechen, indem man einen Ankerpunkt fixiert, mit den Augen, den Ohren oder dem inneren Fühlsinn und alles andere ausschließt. Das ist es, was Maharshi meint, wenn er sagt: „halte den Denker fest„. Seine Frage „Wer bin ich?“ und das darauf folgende Fühlen ist auch ein solcher Ankerpunkt. Im Fühlen wird das Mental still. Dummerweise fängt es (normalerweise) wieder an zu arbeiten, sobald der Griff gelockert wird. Es kann aber auch dauerhaft abgeschaltet werden.