Warum sind die Menschen so ignorant?

Weil sie blind und dumm sind! Sie sind blind und dumm, weil das gesellschaftlich sanktioniert ist. Wer sehr klar sieht, wird erkennen, dass die Gesellschaft so ist und sie letztlich verlassen. Warum sehen die Menschen denn nicht, dass diese Welt nicht fest ist und etwas ganz anderes, als sie erscheint? Warum glaubt jeder, dass er ein Körper ist? Warum glaubt jeder seinen irren Gedanken im Kopf? Weil sie blind und dumm sind!

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Wenn das Denken stoppt

Wenn das Denken stoppt, erkennst Du, dass Du nicht das Denken bist, dass Du etwas bist, in dem das Denken erscheint – und das kann Dir niemand rauben, denn das BIST DU und auch ein potentielle Räuber erscheint nur darin und ist lediglich DEIN Inhalt. Du bist der große Behälter, in dem alles erscheint – und außer DIR ist nichts.

Wenn das Denken stoppt – dann ist relative Stille da und in ihr wird gesehen,
dass die relative Stille in einer gewaltigen, absoluten STILLE eingebettet ist.

Nur diese STILLE ist und sonst nichts.

STILLE ist Nichts – und Nichts ist der universelle Behälter,
in dem ALLES erscheinen und wieder verschwinden kann.

Das Bewusstsein spielerisch fühlen

Mir ist heute wiederholt aufgefallen, dass man(n) beim Pissen das Bewusstsein deutlicher fühlen kann. Es rutscht dabei nach hinten, bis über den Hinterkopf hinaus, was sich in einem leichten Kribbeln, Vibrieren und in einem freudvollen Gefühl an dieser Stelle äußert. Das ist zum Beispiel auch beim Gähnen der Fall. Erfolgt daraufhin eine Entspannung in diesem Bereich, dann wandert das Bewusstseinsfeld nach unten, bis unterhalb des Nackens, was bei Anadi „Surrender“ genannt wird.

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Gedanken

Solange nicht über das Leben vor- oder nach-gedacht wird, werden keine inneren Probleme, keine Ängste und Sorgen auftauchen. Hier gibt es zwei Untergruppen: automatisch auftauchende Gedanken und selbstinduziertes Denken. Die automatisch auftauchenden Gedanken sind normalerweise relativ selten – zumindest hier. Werden sie nicht beachtet, dann poppen sie hoch und lösen sich gleich danach wieder auf. Das liegt daran, dass Gedanken Aufmerksamkeits-Energie benötigen, um sich richtig zu entfalten.

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Tiefer Frieden

Ein tiefer Frieden ist das, was aufkommt, wenn der Verstand in Stille versinkt. In diesem Moment gibt es dann keinen Verstand mehr und dann wird der tiefe Frieden der Stille direkt und unmittelbar erlebt. Er ist in sich selbst glücklich und braucht absolut nichts. Ich kann das nicht einmal „glückselig“ nennen – es ist nichts außergewöhnliches oder ekstatisches. Es ist einfach ein stiller, tiefer Frieden gekoppelt mit einer stillen Freude – vollkommen frei von Angst, Sorgen oder sonstigen mentalen Bewegungen. Wenn er eine Weile da ist und nicht berührt wird, dann beginnt er sich auszudehnen. Dann wird dieser stille, freudvolle Frieden zum Hintergrund, auf dem alles erscheint.

Jeder Weg ist anders

Es gibt keine zwei gleichen Lebenswege – und auch der Weg zurück zur Einheit und zum Ursprung kann daher niemals uniform sein. Es gibt schlicht und einfach keine zwei gleichen Wege – weil jeder Mensch der WEG ist, als der er projiziert wird. Und er kann gar nichts anderes tun, als diesen Weg zu gehen, denn „der Mensch wird gegangen„. Somit gibt es auch keinen Menschen, sondern nur den Weg, der sich selbst aus sich selbst heraus entfaltet, nur um am Ende wieder in sich selbst hinein zu verschwinden.

Daher kann man immer nur über seine eigenen Erfahrungen sprechen – oder vielmehr: In jedem sich selbst entfaltenden Lebens-Weg erscheint auch das Sprechen darüber. Das sind aber immer nur ungefähre Hinweise, denn jeder andere Lebens-Weg ist anders gelagert und daher müssen die Hinweise als das genommen werden, was sie sind: Fingerzeige: „Da, schau, das ist der Mond, siehst Du?“ „Was, das Eckige dort drüben?“ „Nein, das ist ein Haus, ich meine das Runde da oben.“ „Welches Runde?“ Zeigt mit dem Finger: „Na das da!“ „Ich sehe nichts, da ist nichts…

Daher kann es kein Weitergeben von Wahrheiten und Techniken geben, die ein anderer nutzen könnte, um den gleichen Weg zu gehen. Es wird immer nur möglich sein, die eigene Erfahrung auszusprechen aber man kann sie niemals weiter-geben, nur mit dem Finger darauf zeigen. Sehen und Fühlen muss das Gegenüber aus sich selbst heraus. Alleine das zeigt schon, dass es keinen wirklichen Lehrer geben kann – allenfalls einen Ent-leerer. Aber diesen Job hat schon das Leben inne.

Was bleibt also? „Sich“ dem zu überlassen, was sich in jeder Sekunde zeigt. Denn da ist kein Mensch! „Mensch“ ist nur ein Ausdruck für ein ununterbrochenes „sich zeigen und zurück ziehen„, eine ununterbrochene Folge von Bewegung und Stille in Stille.

Nachtrag:
Letztlich ist jedes Individuum identisch mit dem Absoluten und jeder „Weg“ ist nur die Art und Weise und die Bahn auf der ein vom Gesamten projizieres „Etwas“ sich zu bewegen scheint. Jeder Zustand und die Unterschiede zwischen verschiedenen Zuständen vermittelt den Eindruck von Fortschritt. Doch, wie kann es Fortschritt geben, wenn die Substanz immer die gleiche ist?

Tatsächlich ist „Fortschritt“ Fort-Schritt, ein Weggehen vom Ursprung und nicht ein Verharren, ein Dableiben, wo man schon ist. Das, was den Pfeil abschießt, der Pfeil selbst, seine Bewegung und das, was er trifft – ist alles eine Substanz. Die Quelle, die in sich, aus sich und durch sich wirkt. Wo ist da Platz für einen „Jemand„, der einen Weg geht? Und wohin soll der führen, wenn es keinen anderen Ort gibt, an den „man“ (die Substanz) gehen könnte?

Wege“ sind allenfalls dazu gut, zu erkennen, dass es unmöglich ist, dort anzukommen, wo man schon ist.
Was dann? Anhalten und Schauen! Was wird gesehen? Nichts!

Bewusst die Kontrolle abgeben

Letztlich ist es das, worauf es hier hinaus läuft: Bewusst die Illusion einer Kontrolle aufzugeben.

Und da der hier kein Ausnahme-Geschöpf ist, sondern mehr oder weniger Durchschnitt, ist davon auszugehen, dass das bei allen anderen Menschen auch zutrifft. Man muss einfach davon wegkommen, dass es „besondere Menschen“ mit einer besonderen Befähigung gibt, denn das, worauf es hier ankommt, ist etwas loszulassen, nicht „etwas zu machen“ oder „fertigzubringen„. Loslassen bedeutet, die verkrampften Finger vom imaginären Lenkrad und der imaginären Schaltung zu lösen – denn beide haben nicht wirklich eine Verbindung zum Lenkgetriebe und zum Schaltgetriebe – sie enden blind unterhalb der Verkleidung.

Das ist so ähnlich, wie in meiner Kindheit: Ich hatte nur ein uraltes Fahrrad, ohne Schaltung und damit sich das etwas „besser“ anhörte, brachte ich einen dünnen Blechstreifen an, der in die Speichen eingriff und ein ähnliches Geräusch machte, wie das einer Dreigang-Schaltung. In meiner kindlichen Phantasie war das Rad damit tatsächlich schneller.

Was hier mit großer Sicherheit jeder belächelt, tut er aber selbst auch – er glaubt nämlich, dass er tatsächlich durch das Drehen am „Lenkrad des Lebens„, dieses steuern kann. Spätestens bei der ersten Krankheit wird er aber eines besseren belehrt, denn die dauert so lange, wie sie eben dauert, da nutzt auch das „Herunterschalten mit dem imaginären Schalthebel“ nichts…

Nachtrag:
Natürlich ist gar keiner da, der etwas loslassen könnte. Aber es muss beschrieben werden und keiner, der nicht an dieser Stelle ist, kann verstehen, wenn gesagt würde: Es ist keiner da, der die angebliche Kontrolle hat. Daher ist auch keiner da, der diese loslassen kann. Also ist nichts zu tun. Genau so sieht das von oben betrachtet aus.

Aber aus Sicht eines normalen Menschen muss erst einmal herausgefunden werden, ob das überhaupt stimmt, ob da nicht doch eine Kontrolle ist und dafür muss doch etwas getan werden – zumindest sieht das für den entsprechenden Menschen so aus. Tatsächlich läuft auch das automatisch ab und zwar üblicherweise in Zyklen: Zwei Schritte vor, einer zurück, Einer vor, drei zurück. Und so weiter.

Es gibt da auch seltene Ausnahmen, wenn einer aufgrund eines alles erschütternden Schockes alles abprupt loslassen muss und mit einem Sprung an den Ursprung gelangt. Ich kenne persönlich genau einen Menschen, bei dem das so war (außer Maharshi). Das ist aber nicht der Normalfall und wenn man schreiben muss, dann muss so geschrieben werden, dass es der Normalmensch versteht und nicht nur diese Ausnahmetalente.

Eine Methode, nach innen zu gehen

Richard Rose: A method to go within

Auszug:
[…] Aber du änderst dich. Du erschaffst etwas, was ich „Vektor“ nenne – es ist ein technischer Begriff, aber es beschreibt am besten, was passiert – dass du nach einer Weile erkennst, dass du kein Individuum bist, du bist kein einzigartiger „Hahn„, den die Welt niemals vergessen wird. Und wenn das passiert, scheint der Hahn, der all das verursacht hat, zurückgelassen zu werden.

Aber was in der Zwischenzeit passiert ist, dass du einen Vektor entwickelt hast – eine Neugier, einen dynamischen Hunger, eine Tatkraft – und das bleibt bei dir. Und das ist im Grunde, wer du bist, wenn das Ding vorbei ist: Du bist nicht der Hahn, du bist nicht die Person namens Jack oder Jill, du bist ein Vektor: Du bist im Grunde ein Vektor: Du bist, was du tust. Jeder Mensch ist was er tut.

The Silent Mind

Bernadette Roberts beschreibt hier, wie bei ihr der stille Verstand (silent Mind) dauerhaft wird und letztlich in ihren endgültigen Zustand des Nicht-Selbst mündet (No-Self).

Dennoch verlor ich mit der Zeit meine Angst vor einem leeren Verstand (silent Mind) und er wurde schließlich zu einem Segen, der mir während des ganzen Lebens gut tat. Dies ist eine Art des stillen Verstandes, in dem das Selbst aus der Sicht verloren gehen kann, und auf dieser Reise wurde diese Stille des Nicht-Selbst zu einem permanenten Zustand.“

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Remote controlled Device

Der Mensch ist ein „remote controlled Device“. Wie ein ferngesteuertes Modell-Auto oder Modell-Hubschrauber. Und sein Gehirn, der 8086-Computer, ist der Device-Controller, der die Fernsteuerimpulse empfängt und durch den sie ausgeführt werden. Außerdem werden die empfangenen Daten noch über die Sinnes-Projektoren in ein scheinbares Außen projiziert, so dass der Eindruck entsteht, ein sich bewegendes Wesen in einer umgebenden Umwelt zu sein.

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