Veränderungen gehen nur von Indivduen aus

Ich habe gerade ein Video gesehen, das mich zu diesem Beitrag inspiriert hat. Es geht dabei auch um den Aspekt Bewusstheit, Individualität und Kollektivismus – das ist zur Zeit mein Hauptthema. Warum gehen Veränderungen nur von Individuen aus? Warum ist es immer ein Diktator, Imperator, König, Kaiser, Präsident, Wissenschaftler, Unternehmer oder spiritueller Führer, der eine neue Richtung einschlägt, was letztlich ein Land voran bringt – oder in den Abgrund stürzt?

Weil Massenmenschen nicht tief denken können und vollkommen unbewusst sind – und weil sie immer nur innerhalb der definierten Gruppen-Grenzen agieren können. Wird ein Gruppenmitglied unabhängig von der Gruppe, dann übertritt es damit automatisch die Gruppen-Grenze und steht außerhalb. Das ist eine absolute Horrorvorstellung für jeden Kollektiv-Menschen. Sich gegen die Gruppe zu stellen, bedeutet den gesellschaftlichen Tod, was in den Augen eines Kollektiv-Menschen gleichbedeutend ist mit dem physischen Tod. Daher wird jedes Gruppen-Mitglied immer nur Gruppen-konform handeln. Das ist aufgrund der gesellschaftlichen Programmierung „hart verdrahtet„.

Aus den genannten Gründen kann von der Masse niemals eine Veränderung ausgehen. Und wenn doch – dann steht dahinter ein Mensch, der die Masse entsprechend steuert. Es braucht immer Einzelne, die einen gewissen Grad an Unabhängigkeit gegenüber dem flachen Massen-Denken und dem unwürdigen Dasein als Massen-Mensch erreicht haben, um Veränderungen anzustoßen.

Die Masse folgt immer einem Führer nach – oder sie stellt sich gegen ihn. Allerdings weiß die Masse nicht, warum sie das tut – sie reagiert automatisch auf solche Menschen, basierend auf ihren gesellschaftlichen Programmierungen. Macht der Führer ihnen Angst, weil er etwas anstrebt, das ihnen widerstrebt oder die Gruppen-Konformität bedroht, dann sind sie gegen ihn. Bestätigt er ihre Hoffnungen und Wünsche, dann rennen sie ihm hinterher.

Wenn solch ein Mensch Veränderungen anstrebt, dann wird er damit erst dann erfolgreich sein können, wenn die Masse bereits geteilt ist – oder er schafft es selbst, die homogene Masse zu teilen. Wenn er die eine Hälfte so anspricht, dass er ihre Hoffnungen und Wünsche bestätigt, dann wird sie ihm folgen – und die andere Hälfte wird gegen ihn sein. Diese Konstellation besteht zur Zeit in Amerika. Trump hat offenbar mit seiner kraftvollen und individuellen Art, mehr als die Hälfte des amerikanischen Volkes hinter sich gebracht. Der restliche Teil des amerikanischen Volkes ist gegen ihn und wird ihn eventuell bekämpfen.

In Deutschland gibt es keine solchen Menschen, wie Trump – zumindest ist mir keiner bekannt. Hier gibt es nur Kollektiv-Politiker, die dem Volk nach dem Mund reden, um gewählt zu werden – und anschließend etwas anderes tun. Das liegt daran, dass die deutsche Masse darauf programmiert ist, ihre Obrigkeitshörigkeit nur innerhalb ihrer Gruppen-Konformität auszuüben. Tritt in Deutschland ein starkes und unabhängiges Individuum auf, das nicht irgendeiner Gruppe oder Partei angehört, dann agiert es damit automatisch außerhalb der deutschen Gruppen-Konformität und wird entweder nicht wahrgenommen oder maximal bekämpft – und zwar sowohl seitens des politischen Establishments, als auch seitens der Masse.

Die gesellschaftlichen Gruppen in Deutschland sind total geschlossen – da kommt kein unabhängiges Individuum, mit anderen Ideen zum Zuge. Das basiert auf der deutschen Sturheit, einen einmal eingeschlagenen Weg nicht mehr zu verlassen, auf der extremen Obrigkeitshörigkeit und zum großen Teil auch der absichtlichen Ver-Bildung und Verdrehung durch Schule und Ausbildung. In Deutschland wird kollektives Stimmvieh herangezüchtet – das ist das Gegenteil der Individualität, die dieses Land einst groß gemacht hat. Aber das war einmal…

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es ganz offensichtlich ist, dass es immer Einzelne sind, die ein Volk oder die ganze Menschheit politisch, wirtschaftlich, wissenschaftlich oder spirituell voran bringen: Dschingis-Khan, Karl der Große, Napoleon, Bismarck, Tesla, Faraday, Siemens, Einstein, Jesus, Buddha und so weiter. Weder die Personen, noch die Reihenfolge stellen eine Wertung dar – ich habe Namen gewählt, die jeder kennt, um klar zu machen, was ich meine. Diese Menschen waren reine Individualisten und haben daher Pfade betreten, die ein Massenmensch niemals betreten würde. Und nur solche Menschen können etwas erreichen – andere rennen immer nur hinterher.

Ein Massen-Mensch gleicht einem Rad, das immer in der gleichen Spur-Rille läuft, in der auch alle anderen Räder laufen. Mit der Zeit wird die Rille so tief, dass diejenigen, die in ihr laufen, schon nicht mehr das Tageslicht sehen können. Kollektiv-Menschen sind niemals alleine – jeder läuft hinter dem anderen und wenn einer furzt, atmen alle hinter ihm den Geruch ein – und fühlen sich gleich viel besser und denken sich: „Ach ja, es stinkt zwar aber wenigstens bin ich nicht alleine…

Ein Individuum ist jemand, der die kollektive Spur-Rille verlassen hat und eine neue, frische Spur-Rille dort zieht, wo vorher noch niemand war oder nur sehr wenige. Individuen atmen immer frische, reine Luft, denn sie sind alleine. Und wenn es ihnen irgendwo stinkt, dann können sie ihre Spur jederzeit woanders ziehen.

Das, was hier steht, verstößt in keiner Weise gegen die Aussage, dass diese Welt nicht geändert werden kann! Auch Individuen können die Welt nicht komplett verändern – sie haben immer nur einen begrenzten Einfluss und können nur solange agieren, wie sie existieren – und das Volk und ihre Gegner sie agieren lassen. Man muss diese Individuen als Teil der Schöpfungskraft sehen, die dazu benutzt werden, um Ideen voran zu bringen.

So gab es zum Beispiel in Ägypten den Pharao Echnaton, der versuchte, den Vielgötterglauben durch den Glauben an einen Gott zu ersetzen. Das ging zwar in die Hose, weil das Volk nach seinem Tod wieder zum alten Glauben zurück fiel, zeigt aber, worum es geht. Der verdeckte und Echnaton wohl nicht bekannte Hintergrund, könnte darin bestehen, dass der Glaube an einen Gott es Menschen erleichtert, sich selbst als Ebenbild der erschaffenden Kraft zu erkennen.

Es ist einfach so, dass die Lebenskraft in Individuen besonders stark zum Ausdruck kommt, weil in solchen Menschen die inneren Zensoren weniger mächtig sind, wie bei einem Kollektiv-Menschen, der ständig aufpassen muss, dass er nicht gegen Gruppenregeln verstößt. Ein Individualist kann auch mal öffentlich rülpsen oder furzen und einen Witz darüber reißen und würde Zuspruch von der Masse bekommen – einfach deshalb, weil er sich das traut.