Was ist Bewusst-Sein?

Reines Bewusst-Sein oder Gewahr-Sein ist der Zustand reinen Seins. Es ist der höchste Zustand und daher von projizierten Wesen, wie der Mensch es ist, nicht sinnlich wahrnehmbar und definierbar. Das absolute Bewusst-Sein ist normalen Menschen unbewusst. Alle Geschöpfe und Objekte werden vom absoluten Bewusst-Sein erzeugt und existieren in ihm – und daher sind sie dessen „Eigentum“ und nicht umgekehrt. Mit anderen Worten: es gibt kein Geschöpf, das Bewusst-Sein „hat“ – statttdessen „hat“ das absolute Bewusst-Sein alle Geschöpfe und Objekte. Das persönliche Ich-Bewusst-Sein des Menschen wird vom absoluten Bewusst-Sein projiziert und ist – bis auf dessen Begrenzungen – identisch mit diesem.

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Alles, was nötig ist

Alles, was nötig ist, um sich selbst als das einzige Subjekt, das Selbst zu erfahren, ist, sich jederzeit und unter allen Umständen des eigenen Bewusst-Seins als das erfahrende Subjekt bewusst zu sein – und gleichzeitig alle Objekte, die im Wahrnehmungsfeld auftauchen, wahlfrei zu gewahren und sie als die eigene Ausdehnung anzusehen. Wer dazu in der Lage ist, sollte gleichzeitig seinen Geist von allen Gedanken leeren. Wer noch nicht dazu in der Lage ist, sollte zuerst lernen, auf den inneren Ton zu hören und die Gedanken abzuschalten – und erst danach diese Übung durchführen.

Das ist vollkommene Präsenz und Wachheit in Bezug auf Subjekt und Objekt, von Moment zu Moment – und wird erreicht, durch eine willentliche Ausrichtung der Aufmerksamkeit nach innen – wobei die Objektwahrnehmung aufrecht erhalten wird. Man ist sich dadurch bei jeder Erfahrung immer auch des Erfahrenden bewusst. Wer so SEIN kann, der erlebt zwar noch sein persönliches Bewusstsein – aber gedankenfrei und dadurch weitgehend identisch mit dem verborgenen Selbst – und dem wird sich das verborgene Selbst irgendwann „von selbst“ offenbaren. Denn der durch diese Übung verursachte Zustand ist identisch mit dem eines vollständig Selbst-bewussten Menschen.

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Gewahr-Sein ist ein Umfassen und Durchdringen

Gewahr-Sein ist kein „von außen anschauen“, kein „von außen nach innen schauen“ und auch kein „von innen nach außen schauen“.

Gewahr-Sein ist ein gleichzeitiges, dynamisches Umfassen und Durchdringen des eigenen Körpers und aller Objekte. Im Gewahr-Seins-Ozean seiend ist das Gefühl in etwa identisch: „Ich“ bin alles, bin überall, umfasse und durchdringe alles.

Es gibt darüber hinaus noch einen Status, der als vollkommene Schwärze erlebt wird. Das spüre ich momentan unterschwellig, als eine Art inneres Bild, in dem eine schwarze Figur oder Gestalt in einem unendlichen Raum existiert. Die Figur gewahrt dabei den Raum und der Raum gewahrt die Figur. „Ich“ bin beides.

Weltanschauung?

Es scheint tatsächlich Leute zu geben, die glauben, dass das, was ich hier schreibe so etwas wie eine „philosophische Weltanschauung“ ist. Also ein theoretischer Konstrukt, um sich die Welt zu erklären, ähnlich dem, wie verkopfte Philosophen vorgehen. Alleine schon die Vorstellung, bringt mich zum Lachen. Ich kannte das bisher nur von GLR, der auch immer wieder von „Philosophen“ gründlich missverstanden wurde.

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Was kann ich daraus lernen?

Was kann ich aus der Situation lernen? Was kann ich von diesem Wesen lernen? Was kann ich von mir selbst lernen? Wer oder was bin ich überhaupt?

Das sind für mich die wichtigsten Fragen überhaupt! Es gibt buchstäblich nichts und niemanden, der einem nicht ein Lehrer sein könnte – und nur, wenn man das berücksichtigt, kann man aus jeder Situation etwas lernen. Für mich ist das mittlerweile das wichtigste überhaupt, denn so, wie ich die Dinge sehe, sind wir genau zu dem einen Zweck hier: um maximal zu lernen.

Was nutzt es mir, wenn ich sinnlichen Vergnügungen hinterher hechle, wenn ich ganz genau weiß, dass diese nur Minuten anhalten und anschließend dazu führen, dass ich Ausschau nach den nächsten Vergnügungen halten muss? Wohingegen wirkliches WISSEN, also WISSEN von der Wirklichkeit, das zu innerer Ruhe, zu innerem Frieden, zu Glückseligkeit führt, ewig andauert?

Worauf bezieht sich „freier Wille“?

Soweit ich erkennen kann, gahen alle Handlungen von einer Ebene aus, die unter der des Ich-Bewusst-Seins liegt. Aus meiner jetzigen Sicht gibt es daher nur eine einzige Möglichkeit, der Ausübung eines freien Willens: die gegebene Lebens-Situation anzunehmen oder abzulehnen. Dazu gehört natürlich auch die Tatsachen zu erkennen und anzunehmen: woher die Situation kommt, wer der Initiator der Handlung ist, wer derjenige ist, der sie ausführt, woher der Täter die notwendige Energie bekommt und durch was er in Existenz kommt.

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Nicht-Existenz ist nicht absolut

Die meisten Menschen haben eine so große Angst vor dem Tod, dass sie ihn vollkommen ausblenden. Mit dem Ergebnis, dass über den Tod nicht gesprochen werden darf – dieses Thema ist mit einer Art Tabu belegt. Als ich gerade eben mit meiner Frau über den Tod gesprochen habe, kam mir intuitiv die Auflösung des Todes und der Nicht-Existenz in den Sinn…

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Wahrheit trifft auf allgemeines Unverständnis

Ich habe gerade das Gefühl, dass es ab diesem Stadium für praktisch niemanden mehr möglich ist, mir zu folgen. Bis hierher war es ja vielleicht noch interessant. Wenn es aber darauf hinaus läuft, dass ein Mensch nichts anderes darstellen soll, als eine Art sichtbare Repräsentation einer unsichtbaren und nicht erfassbaren Prozessebene, dann streiken praktisch alle. Wer streikt da? Die Egos!

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Die Quelle ist die Ursache von Allem

Es ist (offenbar) genau anders herum, als es ausschaut. Möglicherweise laufen in der Quelle so etwas wie „informationsverarbeitende Prozesse“ ab, deren Ergebnisse in einer Art „graphischem dreidimensionalen User-Interface“ (Körper, Objekte, Welt, Aktion, Reaktion) dargestellt wird, so dass es aussieht, als ob feste Körper in einer festen Umwelt auf eine bestimmte Art und Weise miteinander interagieren.

In der Quelle gibt es aber die dargestellten Objekte nicht – da sind nur transparente „Bewusstseins-Sphären“. Da es auch „außerhalb“ der Quelle nichts gibt, muss man davon ausgehen, dass sich die Quelle diese Szenen – die vollständig aus ihrer eigenen Substanz bestehen – nur selbst vorspielt.

Man könnte tatsächlich sagen, dass es sich hier um eine gigantische Simulation handelt – die in der Quelle berechnet und dargestellt wird. Wobei die Berechnungsebene von der Darstellungsebene genauso strikt getrennt ist, wie in einem Computerprogramm. Wenn man zum Beispiel ein Office-Dokument öffnet und bearbeitet, merkt man auch nicht, was im Hintergrund alles abläuft – man sieht immer nur die Ergebnisse.