Über Gurus

Wenn man auf die sogenannten „Gurus“ schaut, welche vorgeben, ihre „Lehre“ an die ihnen zu Füßen sitzenden „Jünger“ weiterzugeben – dann sieht man hier die im letzten Beitrag beschriebenen „Zwischenwesen“, in fleischlicher Form, die sich als etwas „Höheres“ und „Reineres“ betrachten und sich als „Erleuchtete“ oder „Verwirklichte“ ausgeben. Diese Gurus sind nichts anderes, als verblendete oder geschäftstüchtige Menschen, die vorgeben, im Besitz der Wahrheit zu sein und an die Unwissenden vermitteln zu können. Das sind Mittler – ähnlich dem, was Papst, Bischöfe und Pfarrer vorgeben zu sein – nur eben östlich verbrämt, statt westlich…

Gurus bilden so etwas wie eine „Kirche“, für die man Eintritt zahlen muss. Daher auch dieses „heilige“, „ruhige“,„gesetzte“, „bedächtige“ und „wissende“ Gehabe. Sie wollen Dir damit zeigen, wie vollkommen und wissend sie sind und wie klein, unvollkommen und unwissend DU bist. Was für lächerliche und leicht durchschaubare Gestalten das sind! Wer solchen Kaspern hinterher läuft ist verloren!

In Wirklichkeit ist die Esoterik ein Business, eine Industrie, genauso wie die Sozialindustrie. Jeder „Guru“ gibt dieses Business mit seiner „Bestätigung der Verwirklichung“ an geeignete „Schüler“ weiter, die dann seine „Linie“ als „Guru“ fortführen. Jede dieser sogenannten „Linien“ ist vom Prinzip her ein Franchise-System. Wie die Bezahlung erfolgt, weiß ich nicht – aber vielleicht reicht es aus, wenn ein „Guru“ möglichst viele „Nachfolger“ produziert, die sich auf ihn beziehen, um sein „Guru-Business“ immer erfolgreicher und einträglicher zu machen.

Umgekehrt wirkt das natürlich auch: je erfolgreicher der „Meister-Guru“ ist, dessen „Linie“ ein „Nachfolger-Guru“ weiterführt, umso erfolgreicher wird er selbst sein, denn schließlich hat er sein „Wissen“ (Geschäftsmodell) ja von diesem allseits bekannten und erfolgreichen „Meister-Guru“ gelernt. Dieses Geschäftsmodell hat meines Wissens begonnen, mit den ersten Gurus, die sich auf Ramana Maharshi bezogen. Dass dies alles nur ein Business ist, das auf gegenseitiger Abhängigkeit beruht – würde keiner der Jünger dieser Gurus glauben. Vielmehr glauben die Jünger, dass die Gurus etwas haben, was sie selbst nicht haben. In Wirklichkeit aber werden die Einen von den Anderen dafür bezahlt, dass sie sich anbeten lassen. Erbärmlich!

Kein wirklich echter und wahrhaftiger Mensch, wird jemals auf Kosten von anderen schmarotzen – er wird immer versuchen, seinen Unterhalt selbst zu erarbeiten. Schon daran erkennt man die Echtheit und Ehrlichkeit eines Menschen. Auch wird kein echter Mensch es dulden, dass ihm irgendwelche „Jünger“ hinterher laufen und ihn quasi anbeten – so etwas ist einfach erbärmlich – von beiden Seiten. Eine Ausnahme sehe ich in Ramana Maharshi – der wäre wohl einfach gestorben, wenn sich nicht wohlmeinende Menschen um ihn gekümmert hätten – und er nahm ja kein Geld, denn außer seinen wenigen Lumpen besaß er nichts. Aber alle anderen, die Geld dafür nehmen und sich von den Menschen dafür aushalten lassen, dass sie über die Wahrheit sprechen, die jeder IST – handeln nach meinem Verständnis unredlich.

Andere würden es vielleicht so sehen, dass so einer nur zu dumm dafür ist, Geld zu nehmen: Warum arbeiten, wenn es auch einfacher geht? Ich sehe das für mich völlig klar: Nie im Leben würde ich mich auf ein Podium setzen oder auch nur einen Cent dafür nehmen, die Wahrheit zu sagen, wie ich sie sehe. Ich mache das, was ich mache, völlig offen und öffentlich, weil es allen gehört. Natürlich kann man sagen, dass das „Perlen vor die Säue“ geworfen ist – aber ich trage das ja niemandem hinterher oder zwinge es jemandem auf. Wer das lesen will, was ich zu sagen habe, der soll es auch offen und frei lesen können. Schließlich betreibe ich das hier nicht extrem, sondern schreibe einfach nur, wenn mir danach ist. Druckabfuhr. Nachfolgend noch ein Video zu diesem Thema…